Noch immer keine Gastfamilie für USA!

Das Problem mit der Vermittlung der Gastfamilien ist oft, dass die Organisationen mehr Schüler annehmen, als sie geeignete Gastfamilien finden können. Dann werden die Schüler anschliessend von Familie zu Familie geschoben und können nirgends richtig zu Hause sein.
So lief es bei uns im Austauschjahr 2012/13 mit STEPIN. Die Gastfamilie musste immer wieder gewechselt werden, teilweise ergaben sich daraus extreme Entfernungen zur Schule. Zusätzlich war die Betreuung vor Ort eine Katastrophe. Schliesslich mussten wir das Programm abbrechen, da die Belastung für unser Kind durch die dauernde Unsicherheit zu gross wurde. Es fühlte sich nur noch als Schachfigur hin und hergeschoben.
Wofür STEPIN eigentlich den fünfstelligen Eurobetrag erhalten hat, fragt man sich wirklich. Es wurden dafür nur mangelhafte Leistungen erbracht.

Hallo Alex,

Habt ihr denn die erste Gastfamilie pünktlich zum Abreisetermin bekommen?

Hallo Alex,
das Problem besteht eben schon länger, und wird nur nicht zugegeben.
Glückwunsch, dass Ihr abgebrochen habt. Ich habe im Austauschjahr 2011/12 dem innigen Wunsch meines Sohnes nachgegeben, er hat nicht abgebrochen.
Fazit: Ein fünfstelliger Betrag für einen neunmonatigen USA-Aufenthalt, praktisch ohne Highschool !!! Kein Wort mehr von der ORGA über die nicht erbrachten Leistungen.

Marieluise, wie geht es deinem Sohn jetzt?
Warum habt ihr die Orga nicht im Anschluß zur Rechenschaft gezogen und verklagt?
Denkt dran, es muss innerhalb des 1. Monats passieren!

Viele Grüsse

Kirsten

Bei uns hat es 3x bei STEPIN super geklappt. Zwar war es jedesmal recht kurzfristig und die Spannung entsprechend groß. Die Betreuung vor Ort liegt ja in den Händen der USA Organisation und bei STEPIN gibt es zwei verschiedene.

Wir haben die erste Gastfamilie relativ kurzfristig vor Abreise bekommen (3 Wochen). Anhand des Stadtplans konnten wir schon sehen, dass die Entfernung zur Schule ziemlich gross ist (15 km, mehr als eine Stunde Wegezeit). Dazu kam, dass die erste Gastmutter zwar nett war, aber als Alleinerziehende und durch eigene Berufstätigkeit sehr wenig Zeit zur Betreuung hatte. Es konnte also nur eine Zwischenlösung sein. Allerdings hat sich Stepin erst um eine andere Gastfamilie gekümmert, als diese Gastmutter selbst auf die unhaltbare Situation hingewiesen hat. Nur kam es dann mit mehreren Wechseln von Gastfamilien nicht zu einer Verbesserung der Situation. Stepin hat vor Ort keine kompetenten Betreuuer und keine geeigneten Gastfamilien!

Naja - 3 Wochen vor Abreise geht doch noch - das ist zumindest in dieser Foren-Rubrik total harmlos… marie-luise kann davon ein Lied singen, wie es auch passieren kann.

2x hatten wir die Gastfamilie eine Woche vorher. Ich finde das nicht schlimm, wir mussten uns dann nur etwas schneller bewegen. Familienkontakt geht ja schnell, Gastgeschenke geht auch noch , aber welche Klimazone steht fürs ganze JAhr an und was muss dann alles in den Koffer, dass sind viel mehr Gedanken:confused:
LG

Ich habe meine Gastfamilie 3 Tage vor Abreise erhalten, meine Flugdaten am Tag VOR ABREISE. Eins kann ich sagen der reinste Horror an einem Tag zu packen… Ich bin nur in eine Ankunftsfamilie gekommen, war dann fuer 2 Monate in einer Gastfamilie, in der ich aber gesundheitliche Probleme hatte. Es hat mich 2 Monate langes betteln und meiner Mutter viele Anrufe an das Buero im Heimatsland gekostet bis die mich endlich da raus geholt haben, weil es einfach dreckig war und die Hunde dauernd ins Haus gemacht haben. Jetzt bin ich seit langer Zeit bei meiner Betreuerin, die schon ziemlich genervt ist, weil sie eigentlich keine Austauschschueler mehr aufnehmen wollte, jedoch ist sie anscheinend zu faul eine Familie fuer mich zu finden. Ich habe mich dann lange Zeit umgehoert, und wie ich eine Familie gefunden habe, war die Organisation nicht mit ihr zufrieden…
Ich hoffe fuer euch, dass sich bald eine Gastfamilie findet… Eine Gastfamilie wird sicher gefunden, jedoch ob es eine gute ist ist die Frage.

Leider lassen die Organisationen die Schüler/Eltern über dir rechtlichen Rahmenbedingungen oft im unklaren, im extremsten Fall enthalten die Verträge sogar Klauseln, die rechtlich nicht haltbar sind.
Gesetzlich ist z.B. geregelt, dass man kostenfrei von dem Vertrag zurücktreten kann, wenn nicht 2 Wochen vor Abreise die Gastfamilie benannt ist. Rein praktisch nützt das natürlich wenig, man findet dann ja kaum noch eine Alternative um den Austausch doch noch durchzuführen (auf den man sich lange gefreut und den man intensiv vorbereitet hat).
Damit schlucken die meisten dann das Verhalten der Organisationen.

  • Bis es garnichtmehr geht, so wie in unserem Fall mit STEPIN.
    (Aber auch da setzt sich STEPIN einfach auf alle Beschwerden und Lösungsvorschläge. Man muss für das Austauschjahr am Besten von vorneherein eine Rechtschutzversicherung abschliessen. Dabei sind aber die Fristen der Versicherer zu beachten, also mehr als drei Monate vor dem Programm abschliessen).

Hallo abcXXabc,
es tut mir leid, dass du so schlechte Situationen durchstehen musst, in einem Jahr, dass euch sowieso so einiges abverlangt.
stoffla

Danke, stoffla. Ich mach das Beste aus meinem Jahr und den letzten 2 Monaten

Hallo Kirsten,
habe gerade mal wieder in dieses Forum geschaut (motiviert durch die verschiedenen Erlebnisse von Schülern in meinem Umfeld) und Deine Frage gesehen, ist zwar ein bisschen verspätet, aber antworten möchte ich doch noch:
Ich hatte vor, gegen die Orga gerichtlich vorzugehen. Der Kontakt zum Anwalt bestand bereits, ebenso die Zusage der Rechtschutzversicherung, und in stundenlanger Kleinarbeit hatte ich auch schon alle Unterlagen in gedruckter Form zusammengestellt.
Aber:
Ich hätte meinen Sohn in ebenso detaillierter Kleinarbeit ausquetschen müssen und auch er hätte stundenlang alles zusammensuchen und dokumentieren müssen, was schlecht und nicht vertragsgemäß gelaufen ist.
Folge:
Er hätte sein Austauschjahr zu guter Letzt nur als ätzend und totalen Misserfolg in Erinnerung und im Bewusstsein gehabt, schließlich auch das, was er subjektiv eigentlich als gut empfand.
Fazit: Das wollte ich nicht, dann wäre schließlich alles komplett umsonst gewesen. Vielleicht, sicherlich, hätte ich am Ende einen Teilbetrag erstattet bekommen, aber der ideelle Preis war mir dafür zu hoch.
Darum habe ich darauf verzichtet und den ganzen Kram „zu den Akten gelegt“,
Wut und Frust sind natürlich geblieben, aber nur für mich, und nicht so sehr für meinen Sohn.
Er hatte zwar kein „HighSchool“ Jahr, aber etliche Erfahrungen hat er gesammelt und und sich voll in den amerikanischen Alltag (den, den er kennengelernt hat) eingelebt und integriert, er würde gerne schnellstmöglich zurück und z.B. zum Studium - oder ähnliches - wieder in die USA, und am liebsten wieder nach Texas, gehen.
Er ist tatsächlich „reifer“ geworden, zu Hause merke ich das nicht so sehr, aber andere Leute, die ihn schon lange kennen, sagen das. Vor allem die ihn unterrichtenden Lehrer (er ist wieder am gleichen Gymnasium wie vor dem ATJ und einige Lehrer kennen ihn bereits aus dem Unterricht der Mittelstufe) betonen, dass sich da einiges deutlich im positiven Sinne verändert hat.
Für ein Studium im Ausland oder einen weiteren Aufenthalt dort habe ich nicht die finanziellen Mittel, es ist jetzt die Aufgabe meines Sohnes Mittel und Wege für einen weiteren Auslandsaufenthalt zu finden, vielleicht nach dem Bachelor… oder ähnliches, oder zwischen Abi und Wartezeit auf einen Studienplatz…, seine Gastväter werden ihm bestimmt behilflich sein, er ist dort jederzeit willkommen und hat auch noch Kontakt zu ihnen.
Meine ideelle Unterstützung hat er jedenfalls, alles andere muss er nun selber in die Wege leiten, im Moment stehen erst einmal das letzte Schuljahr und das Abitur im Vordergrund - und das fiel ihm gar nicht so leicht: nach einem Jahr sich wieder an leistungsorientierte und regelmäßige schulische Arbeit zu gewöhnen, …aber wenigstens sind seine Zensuren hier nur unwesentlch schlechter geworden als vor dem ATJ (aber auch nicht besser) :frowning:
LG marieluise

Nachdem es im letzten Jahr ja zum Teil erhebliche Probleme bei den Platzierungen gab (trotz Fristverlängerung bis Mitte September), würde mich interessieren, ob diese Problematik von den verschiedenen Orgas gegenüber den ATS, Eltern und Interessenten inzwischen offener/anders thematisiert wird und ob sich die Situation dieses Jahr vielleicht anders darstellt? Hat da jemand Erfahrungswerte?

Hallo!
Als ich heute , aus einem anderen Grund, bei unserer Organisation anrief, und nebenbei noch fragte, wann an die ATS herangetreten würde um bei fehlender Gastfamilie eine Alternative zu besprechen, sagte man mir, dieses Jahr würde das anders geregelt als bisher (Kontakt ab Ende Juli), dazu brauche man aber jetzt noch nichts zu sagen, da es noch “so früh” sei, dass man sich keine Sorgen machen müsse. (langer Satz, sorry). Und da ich eh jemand bin, der sich zu viele Gedanken macht, hab ich da mal lieber nicht nachgefragt und bin noch sehr optimistisch.
Aber irgendwann muss ja jetzt mal was passieren, spätestens Anfang August dreh ich am Rad…
LG Ani

Was wollen sie denn dieses Jahr anders machen?

Viele Grüsse

Kirsten

Da ich es so genau jetzt noch nicht wissen wollte-glaube ja, dass sich bald eine Familie findet -, hab ich ja nicht nachgefragt. Wenn ich etwas weiß, meld ich mich.
LG
ANI:confused:

Hallo ins Forum,

auch wenn ich zur Zeit Kind im Ausland habe, vermutlich erst wieder 15/16 möchte ich die Information ins Forum geben, dass zur Zeit noch über 170 Schüler von EF platziert werden müssen. Davon sind leider über 100 Jungs und der Rest Mädchen! :o
Warum haben es die Jungs eigentlich immer doppelt schwer?
Gruß
Nadine

Hallo Nadine,
170 Schüler sind in Anbetracht der Tatsache, dass gerade Mitte Juli ist, gar nicht viel. Viele ATS sind gerade erst abgereist, d.h. Gastfamilien, die regelmäßig hosten, fangen erst jetzt an, ihre Schüler auszusuchen. Es sind noch rund 50 Tage, bis der letzte Schüler platziert sein muss, und wenn jeden Tag nur ca. 4 Schüler über die USA verteilt platziert werden, passt das ja locker.
Mich würde außerdem interessieren, woher du die Info hast? :slight_smile:

Was die Verteilung angeht: Ich glaube, dass Mädchen einen “Niedlichkeits-Bonus” haben. Außerdem haben aus meiner Erfahrung mehr Frauen Interesse daran, einen ATS aufzunehmen. Bei Alleinstehenden ist das dann eigentlich immer ein Mädchen. Und auch, wenn der Rest der Gastfamilie “einverstanden” ist, ist es oft so, dass der primäre Ansprechpartner die Gastmutter ist, und die sich dann eher ein Mädchen als einen Jungen aussucht…

Liebe Grüße,
Wiebke

Und wenn die Gastfamilie selber Mädchen hat, wollen sie eher weniger einen Jungen haben ;).

Viele Grüsse

Kirsten