YFU ja oder nein?

Hallo,
ich bin grad dabei mich bei AFS für ein Austauschjahr zu bewerben und denke es ist sinnvoller nicht alles auf eine Karte zu setzen sondern lieber sich bei 2 Organisationen zu bewerben.
Jetzt hab ich halt YFU gefunden und wollte mal fragen wie eure Erfahrungen mit der Orga sind und ob sie zu empfehlen ist

Unsere Tochter geht jetzt mit YFU in die USA.
Bis jetzt ist das alles super gelaufen. Immer kompetente Ansprechpartner in Hamburg. Man kann sich immer an die Zentrale wenden wenn man Fragen hat und die Mitarbeiter sind immer sehr freundlich und hilfsbereit. Die VBT hat unserer Tochter super gefallen. Sie sagt immer das sie zur YFU-Familie gehört, und das sagt schon alles.
Wir sind bis jetzt sehr zufrieden. Wir sind jetzt in den letzten Vorbereitungen und müssen sagen das alles bestens gelaufen ist. Man bekommt von YFU immer ganz genau beschrieben was man wie machen soll oder muß, genaue Anleitung zur VISA-Beantragung usw.
Wir wünschen dir viel Glück bei der Auswahl der ORGA.
Gudrun

Zu AFS und YFU gebe ich noch folgendes zu bedenken:

  • Bei beiden Organisationen müsst ihr mehrere Länder angeben und sie entscheiden, in welches Land ihr geschickt werdet! Wenn ihr also UNBEDINGT nur in die USA wollte, würde ich mich noch woanders bewerben.
  • Beide Organisationen schicken nach EF die meisten ATS in die USA. Für diese Masse an ATS müssen auch erstmal Gastfamilien gefunden werden.

Viele Grüsse

Kirsten

Wir brauchten keine anderen Länder anzugeben. Für unsere Tochter war klar das sie nur in die USA geht. Lag es vielleicht dran das wir uns für ein Stipendium beworben haben ???
Gudrun

bei AFS weiß ich das man mehrere Länder angeben muss aber bei YFU dachte ich das man sich nur für ein land berwerben muss/kann zumindest kommt das auf der internetseite so rüber

Hallo Lýsa,
ich war 2006/2007 mit YFU in Finnland.
Ich habe mich damals auf 15 oder 16 Länder beworden, da ich umbedingt ins Ausland wollte. Meine erste Wahl ist es dann geworden.
Damit will ich dir sagen, dass du dich auf so viele Länder wie du willst bei YFU bewerden kannst.
Auch kann ich sagen, dass YFU mir sehr gefallen hast. Die Vor- und Nachbereitung aber auch die Betreuung in meinem Austauschjahr hat mir sehr gut gefallen. Ich würde es immer wieder machen.
Ich hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen
Gruß

Hallo,

ich möchte auch in die USA, die einzige Möglichkeit, die sowohl mir, als auch meinen Eltern gefällt. “seufz”:frowning:

Bisher waren meine Favoriten YFU, Euro Vacances und AFS, wobei letztere schon weniger, eben wegen des Risikos mit dem Land.:cool:
Jetzt sehe ich, dass das bei YFU genauso ist und frage ich, ob ich mich wirklich dort bewerben sollte. (Zum Glück habe ich noch etwas Zeit :))
Kann mir jemand einen Rat geben?

LG und danke schon im Voraus!

Katja Elina

Naja, was hast du denn zu verlieren wenn du dich bei YFU bewirbst? Ausser vielleicht ein wenig Zeit und evtl Fahrtkosten zur Auswahl… Irgendwer muss ja auch bei denen die USA-Plaetze bekommen, also nur weil man keine Garantie hat ist es ja nicht unmoeglich :wink:

Auch ich hatte yfu,afs und eurovacances in der engeren auswahl,ich habe mich yfu entschieden,da eurovacances viel teurer wahr und man bei afs nicht genau weiss in welches land man kommt.

MaxAlbrecht,

wenn man dem Ratgeber und den Broschhüren glauben schenken kann, dann kostet es bei Eurovacances 8150 Euro und bei den beiden anderen 8500 Euro, oder!?
Warum denkst du, dass Eurovacances teurer ist?
Außerdem wird doch erzählt, dass man auch bei YFU mehrere Länder angeben muss!

LG,
Katja Elina

man muss nicht bei yfu mehrere länder angeben,sondern bei afs.außerdem muss man auch das preisleistungsverhältniss beachten und so gesehen ist yfu “günstiger”.

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wenn man sich nicht sicher ist ob man bei YFU mehrere Länder angeben muß sollte man einfach in Hamburg mal anrufen. Die sind total nett.
Also wir mußten keine anderen Länder angeben. Für unsere Tochter war klar das sie nur in die USA wollte.
Susanne

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Hallo Katja,
wie ich schon vorher geschrieben habe, war ich auch mit YFU im Austauschjahr.
Bei YFU muss man nicht mehrere Länder angeben. Dich kann ja keiner zwingen. Es verbessert natürliche deine Chance, dass du ins Ausland gehst, wenn du mehrere Länder angibst.
Ich würde mich keine Organisation nach dem Preis aussuchen. Wähle die Organisation, die dir am besten zusagt. Klar spielt der Preis auch eine Rolle, aber jeder Organisation (ich weiß es noch AFS und YFU) vergeben auch Stipendien, damit auch die Schüler ins Ausland fahren können, die die finanziellen Mittel nicht haben.
Bewerbe dich doch einfach bei allen Organisationen, die dir zusagen und dann entscheidest du dich später.
Wichtig ist nur, dass du dich wohlfühlst, denn schließlich musst du der Organisation betrauen und du möchtest natürlich auch ein schönes und unvergessliches Austauschjahr haben.
Liebe Grüße,
Maike

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Aufgrund unserer Recherche entschieden wir uns für YFU. Eine Entscheidung die wir in der Vorbereitungs- und Abwesenheitsphase nicht bereut haben.

Unsere Tochter wurde in Ghana von einem Betreuer sexuell genötigt (nicht missbraucht), was ihr auch noch nach 8 Monaten in Deutschland gewaltige Probleme, wie Angstattacken einbringt.
YFU zog schnell Konsequenzen vor Ort und das war es!!! Die massiven Probleme die unsere Tochter seitdem hat, wurden in einem Gespräch und schriftlich YFU mitgeteilt und nichts passiert :frowning: Eine für uns enttäuschende Erfahrung. Nicht einmal die Kontaktaufnahme und Frage wie es ihr geht.

Hallo van Gogh,
das ist ein interessanter Erfahrungsbericht. Magst du uns sagen, wann und wo in Ghana deine Tochter war? Ich wusste nämlich gar nicht, dass YFU Ghana anbietet und hab deshalb mal kurz nachgeschaut, welche Länder YFU anbietet. Laut der aktuellen Liste / Karte ist Ghana jedenfalls nicht dabei? :confused:

Liebe Grüße,
Wiebke

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Also, Wiebke und Martin haben mich gebeten, hierzu was zu schreiben, als ab-und-zu-YFU-Freiwillige.

Ich kenne weder VanGogh noch seine/ihre Tochter, und auch vom Ghana-Programm weiß ich nicht sooo viel. Aber: Ja, YFU hat Ghana im Programm, vielleicht ist da dieses Jahr was los, dass es jetzt gerade wieder rausgenommen wurde - da ich gerade selbst im Austauschsemester bin, bin ich über aktuellste Entwicklungen nicht informiert.

Was ich aus dem Ghana-Programm weiß, ist, dass es für YFU Deutschland ziemlich schwierig ist. (Ich erzähle jetzt hier mal GANZ ALLGEMEINE Sachen, die ich so gehört habe, bitte garkeine Schlüsse über die Tochter von VanGogh ziehen!)

Aus den ersten beiden Jahrgängen, das Programm gibts jetzt vllt seit 5 Jahren ungefähr?, hat niemand das Jahr durchgehalten. YFU hat den Druck auf die deutschen Schüler in einem Land wie Ghana wohl leider ziemlich unterschätzt, und dank fehlender Erfahrungen die falschen Leute ausgewählt und die Vorbereitung hätte sicher auch besser sein können. Ich habe ein paar mal mit dem Schüler zusammengearbeitet bei Auswahlen, der im dritten Jahrgang war und als erster und auch in seinem Jahrgang einziger das Jahr durchgezogen hat :eek: (supernetter Typ^^)

Auch er hat echt krasse Geschichten erzählt, und hat sich zum Glück nach seinem Austauschjahr gleich viel eingebracht, und versucht, seine Erfahrungen soweit es ging zu verbreiten. Ich war wie gesagt mit ihm bei einigen Auswahlgesprächen, und ich habe öfter erlebt, dass er bei der Besprechung nach dem Gruppengespräch sagte: “Der/die Schüler/in will nach Ghana? Vergesst es.” Leute, die so hart urteilen (zum Wohl der Schüler) fehlen leider immernoch massiv bei unseren Auswahlgesprächen (er kann schließlich nicht überall sein).

Die Sache ist, dass sich (Achtung: persönliche Meinung) für Ghana gerade DIE Leute bewerben, die nicht dafür geeignet sind. So die Waldorfschüler-Hippie-Veltverbesserer-naivenMädchen. Und YFU fehlt die Erfahrung, die alle NICHT nach Ghana zu schicken.

Ich vergleich das gerne mit meinen Lieblingen, den Japan-Bewerbern. Leute mit pink-grünen Haaren und lauten Stimmen, die sie gerne einsetzen - genau die Fraktion, die man nicht im höflich-lächel-verbeug-Haltungbewahren-Japan sehen will^^

Okay, das war jetzt alles vielleicht ein bisschen random? Ich hoffe, das war trotzdem etwas verständlich. UND ich hoffe natürlich auch, dass Ghana sich als Aufnahmeland etablieren kann und viele Leute dort gute Erfahrungen machen. Leider sind wohl schon einige Leute mit schlechten Erfahrungen rausgegangen, und ich glaube, dass das ganz massiv an absolut falschen Erwartungen sowohl von den Schüler als auch von YFU lag. Ghana ist schüleraustausch-mäßig einfach unchartet territory. Also ich hoffe, dass sich das ändert, OHNE dass es dabei allzu viele Schüler als Kollateralschaden zerreißt :frowning:

LG
Gespenst

PS: @VanGogh: Deine Tochter kann natürlich immernoch jederzeit bei der Entsendebetreuung anrufen.

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YFU hatte Ghana m.E. nach nur 2 Jahren im Programm. Nach dem Vorfall mit meiner Tochter wurde Ghana aus dem Programm genommen.
Sie war von September 2012 - Juli 2013 in Accra.

YFU für die Vorkommnisse vor Ort verantwortlich zu machen liegt mir fern. Es ist nur Umgang mit ihr im nachhinein.

Nein, dann waren es definitiv mehr als 2 Jahre.

Ich habe deinen Post auch nicht als so negativ gegenüber YFU wahrgenommen.

Wie war es denn auf der Nachbereitungstagung? Dort gab es doch sicher die Möglichkeit, auch nochmal mit jemandem von YFU zu quatschen.

Hallo Gespenst,
das mit der Härte kann ich, bzw. wohl auch meine Tochter, nicht nachvollziehen. Sicherlich sind andere Maßstäbe anzulegen, aber die gelten für alle “exotischen” Ziele.
Die Vorbereitung auf das Abenteuer lief auch optimal und hat ihr auch sehr geholfen.

Die Probleme vor Ort hat sie aufgrund ihrer Persönlichkeit und dem Vorbereitungsseminar auch gut gehandelt.
Das Problem liegt schlichtweg darin das wir uns im nachhinein nicht betreut fühlten. Nach der Rückkehr setzen wir uns mit YFU zusammen und machten sie auf die Probleme meiner Tochter aufmerksam und baten um Hilfe. Wir erhielten sehr viel Verständnis und das Versprechen zu reagieren. Wochenlang erfolgte keine Reaktion. Erst auf schriftliche nachdrücklicher Nachfrage nannte man uns eine Therapeutin. Das war es!
Mittlerweile sind Monate vergangen, der Zustand meiner Tochter hat sich verschlechtert und nie erfolgte eine Nachfrage seitens YFU.
Sicherlich sehen wir das nur von der moralischen Seite, aber halten die für vollkommen legitim.

“wohl auch meine Tochter” - bist du dir da etwa nicht so sicher, ob sie das auch so empfindet?

Also, du sagst, dass YFU vor Ort sehr schnell und kompetent reagiert hat, und dann sogar das Land vorläufig aus dem Programm genommen hat deswegen.
Es gab danach ein Gespräch und einen schriftlichen Austausch mit YFU.

Ich setze auch mal voraus, dass deine Tochter auf der Nachbereitungstagung war.

Und dein Problem ist jetzt, dass YFU nicht regelmäßig bei euch anruft, um zu fragen, wie es deiner Tochter geht?
Ganz ehrlich, ich möchte YFU nicht immer „aus Prinzip“ verteidigen, nur weil ich dort manchmal freiwillig mitarbeite. Ich denke, manche Dinge müssen die Hauptamtlichen dann auch mal selbst ausbaden, und sich nicht von Freiwilligen raushauen lassen, die ihre Freizeit in Internetforen für den Verein einsetzen.

Aber in diesem Fall muss ich dann doch sagen: Schau dich mal um. Hier im Forum am besten gleich mal. Hier gibt es aktuell Geschichten von Leuten, die in ihren furchtbaren Gastfamilien festsitzen und wo die Organisation nichts macht, die Schuld auf die Schüler schiebt, sich die Betreuer nicht kümmern und teilweise nichtmal erreichbar sind…

Nein, es ist nicht üblich, Schüler nach der Nachbereitungstagung nochmal zu kontaktieren und zu fragen, wie es denn so geht. Die meisten Leute würden das wahrscheinlich auch nervig finden. Für die meisten Leute ist die Zusammenarbeit mit YFU nach dem Rückflug beendet. Die meisten Leute kommen nichtmal zur im Programmpreis enthaltenen Nachbereitungstagung (die übrigens nicht viele Organisationen anbieten).

Und wie gesagt: deine Tochter kann sich immernoch jederzeit an die Hauptamtlichen in der Geschäftsstelle wenden.

Aber deine Tochter braucht ja anscheinend eine richtige Therapie, und wie soll YFU denn das leisten können? YFU ist ein Verein für Schüleraustausch. Dort arbeiten eine handvoll Psychologen, die alle möglichen Probleme und Problemchen von Austauschschülern am Telefon besprechen - aber die haben ganz klare Kapazitätsgrenzen, die logisch erscheinen sollten.

“Erst auf Nachfrage nannte man uns einen Therapeuten” - also wenn ich schnell einen Therapeuten bräuchte, würde ich in die gelben Seiten schauen, und nicht eine Schüleraustauschorganisation fragen.

PS: Damit ich mich nicht noch weiter reinreite, ist das hier mein letzter Beitrag zu dem Thema. Ich habe wenig Ahnung von Psychologie, und einige hier wissen, dass ich auch oft eher undiplomatisch schreibe. Und da ich, auch wenn ich nochmal darauf hinweise, dass nichts hier was ich schreibe offizielle YFU-Meinung und Aussagen sind, hier gerade doch ganz klar mit YFU verknüpft werde, möchte ich darauf nicht weiter eingehen.

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