Erfahrungen einer Kanada-Mom...Tagebuch durchs Auslandsjahr

Und dann ist er da, der langersehnte Tag des Abfluges, das Abenteuer Auslandsjahr beginnt. Tränen am Flughafen, völlig normal, sind auch schnell getrocknet und das Kind fliegt mit seinen Flügeln…

Dann, nach 26 Stunden (ohne Komplikationen, einfach nur Flugzeit und Wartezeit auf den Anschlussflug) kommt ein völlig übermüdeter, junger Mensch in eine völlig ungewohnte, fremde Umgebung, mit ungewohnt viel Fremdsprache. Das einzige, was irgendwie ein bisschen vertraut erscheint, ist die eigentlich noch fremde Gastfamilie…die wartet mit einer herzlichen Umarmung, einem liebevoll gestalteten Plakat und einem Lächeln…und eigentlich ist man nur müde, übermüdet und völlig fertig.

Im Kopf hat man aber die Bilder von glücklichen Menschen in Socialmedia, das was man erzählt bekommen hat, dass da erstmal ein Kulturschock kommt, nicht alles reibungslos läuft, kann niemals so rübergebracht werden, wie es einen in der Realität erwischt, nämlich eiskalt. Da fließen Tränen, obwohl man eigentlich glücklich ist, angekommen zu sein, da fühlt man sich komisch, obwohl die neue Familie so herzig ist und man sie mag. Und das alles ist völlig normal…

Was ich damit sagen möchte, weil wir es gerade ganz frisch genauso erleben, zweifelt nicht an euch, findet euch nicht merkwürdig, all diese überlaufenden Emotionen sind NORMAL!

Aber bitte macht eines, redet mit der Gastfamilie, sie müssen und wollen verstehen, wie es euch geht, dafür sind sie auch da…und die Umarmung gibt es ganz automatisch und von Herzen. Und danach wird es vermutlich etwas leichter…Ihr seid so mutige junge Menschen und die nicht definierbare Unsicherheit zu Beginn ist kein Fehler, solange man immer wieder den Mut hat, sein Zimmer zu verlassen und auf die neuen Mitmenschen zuzugehen.

Und für uns Eltern ist es wichtig, auch aus der Ferne stark für die Kids zu sein, damit sie nicht anfangen an sich zu zweifeln…ich bin sehr dankbar, dass mein Kind eine so empathische Gastfamilie hat, die hilft, dass das Ankommen gut funktioniert, auch bei bestehenden Anfangsschwierigkeiten…

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen guten Start in das große Abenteuer für die ganze Familie…LG

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Liebe Toffiffee

Deinen Zeilen kann ich nichts mehr anfügen. Sie sprechen auch mir aus dem Herzen und kann das nur bestätigen.

Mir, als Elternteil bei denen das Erlebnis schon über 2 Jahre her ist, kommen immer noch die Tränen wenn ich so etwas lese…

Danke Dir für deinen Beitrag - möge er vielen helfen und Kraft geben…
:smiling_face_with_three_hearts:

LG, Domnick

Danke Domnick,

ich hoffe auch, dass es gelesen und angenommen wird…:star_struck:

Nach nun einer Woche kann ich sagen, es war ein hartes erstes Wochenende und geht seitdem bergauf. Mit den Internationals schon gut verknüpft, auch durch eine wirklich tolle Arbeit der Schule, die immer wieder Anregung gegeben hat, sich zu treffen, ist heute der erste Schultag light: eine Englischeinstufungstest. Ab Montag dann Unterricht nach Plan.
Der Gamechangermoment war, als das Gespräch mit den anderen Internationals auf Heimweh kam und ALLE bestätigt haben, dass es ihnen so geht und es morgens am Schlimmsten war…seitdem diese Erkenntnis da war, dass es normal ist, konnte mein Kind ganz anders damit umgehen…also Kopf hoch und REDEN…und dann das Abenteuer annehmen und sich den Herausforderungen stellen…

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Das freut mich sehr zu hören.
Offenbar hast du regen Kontakt mit deinem Kind, und das ist gerade in der Anfangszeit besonders schön, bis man sicher ist, dass es sich gut eingelebt hat und es mit der Schule klappt.

Ich bin gespannt, wie es euch ergeht, wenn der Kontakt nach zwei bis drei Wochen allmählich weniger wird.

Unsere Erfahrung und auch die meiner Tochter hat gezeigt, dass mit dem Nachlassen der regelmässigen Kontakte nach Hause auch das Heimweh spürbar abnimmt.

Schön dass das Thema (Heimweh) aber schon jetzt besprochen wird und unter den Betroffenden ein Thema ist. Über solche Gefühle zu reden muss man sich öffnen und dadurch entstehen schneller wichtige Kontakte und der Anschluss fällt leichter.

Euch weiterhin viel Kraft…

Lieber Gruss
Domnick

Da hast du ganz schön Recht, ab heute beginnt der Highschoolalltag und es wird sich, zum Glück, jetzt alles einpendeln. Allerdings muss ich sagen, durch diese erste Woche, die man irgendwie noch ein bisschen aus der Ferne begleiten konnte, fühlt es sich gar nicht schlimm an…und ich habe das Gefühl, dass meine Tochter durch diesen irgendwie sanften Übergang schon so viel Sicherheit im Umgang mit den neuen Mitmenschen hat, dass es auch ihr nicht so schwer fallen wird, dass wir erst am nächsten Wochenende wieder telefonieren werden…und andere Nachrichten kann man ja trotz Zeitverschiebung schicken, wenn es noch was Neues zu berichten gibt ;o)

Aber es ist auch gut, dass jetzt der Alltag startet…

Ich bin wirklich fein damit.

LG

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Da hast du es aber gut :slight_smile:
Wir durften nach der ersten Schulwoche nur noch 1x im Monat telefonieren, wenn überhaupt. Das war eine strikter Wunsch unserer Tochter, damit sie sich vollends auf das neue Leben einstellen konnte und die Heimat so gut wie es geht hinter sich lassen.

Dank sozialen Medien, die sie rege nutzte und Beiträge ihres neuen Leben postete, fiel uns das etwas leichter sich damit abzufinden.
Rückblickend war das aber auch gut, damit auch wir zu Hause uns auf die neue Situation einstellen konnten.

Wie auch immer, sowas ist für alle Beteiligten eine Herausforderung.
Nach dem Besuch bei der Gastfamilie, haben wir auch deren Sichtweise kennengelernt. Ich stelle mir dies alles andere als einfach vor, eine Jugendliche für ein Jahr bei sich aufzunehmen. Am Anfang ist alles neu und spannend, jedoch stellt sich auch hier der Alltag ein. Die Probleme einer jeden Familie auf dieser Welt können nicht ein Jahr beiseite geschoben werden und treffen unumgänglich auf die neue Familienkonstellation. Und hier kommen dann die kulturellen Unterschiede viel stärker zum tragen.
Doch genau das festigt die Bindung untereinander in der Familie, weil man gemeinsam Höhen und Tiefen meistert.

Ach ist das spannend… :face_holding_back_tears:

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Ich bin sonst nicht so der “Tagebuchschreiber”, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass man vorm Abflug mit dem ganzen Organisieren usw. ständig in irgendeinem Austausch steht, mit wem auch immer…und dann ist das Kind weg, der Alltag da und Austausch…der findet nur mit Menschen statt, die gar nicht wirklich in einer vergleichbaren Situation sind.

Bei uns sind Ende dieser Woche 4 Wochen vorbeigeflogen, in denen so viel passiert ist. Emotionen die einen überrannt haben, Tränen, mit denen man nicht gerechnet hat und schwuppdiwupp…alles nähert sich einem Alltag, nur eben auf zwei verschiedenen Kontinenten.

Wahnsinn, ich kann jetzt schon sagen, meine Tochter wird mit einer erwachseneren Persönlichkeit wieder kommen. Wer ist dieses Kind, welches auf fremde Menschen zugeht und sie zu Menschen macht, die sie kennt, egal ob Internationals oder Kanadier…wer ist dieses Kind, welches sich Informationen besorgt, die Dinge organisiert, die einen Plan hat, wann die Wäsche gewaschen und das Zimmer geputzt wird…Wahnsinn. Auf der einen Seite bin mega stolz, dass sie anscheinend zu Hause doch einiges gelernt hat, auf der anderen Seite hoffe ich, dass dieser Flow auch bei Rückkehr nicht in einem Gate am Flughafen hängen bleibt…versteht mich nicht falsch, gemacht wurden die Sachen Zuhause auch, aber nicht immer wirklich ohne Erinnerung :innocent:

Ich bin wirklich stolz, wie der Schulalltag gemeistert wird, wie Assignments erstellt und gute Bewertungen erreicht werden und hoffe sehr, dass es so weiter geht. Und Fächer wie Psychologie sind gar nicht so ohne, wenn man das auch noch alles auf Englisch formulieren muss…:face_with_peeking_eye:

Der Traum der Volleyballschulmannschaft wurde leider nicht erfüllt, aber sie hat die Tryouts versucht, was allein schon echt mutig war, nachdem gesagt wurde, wie hoch das Niveau dort ist.

War sie deshalb traurig : JA

Hat sie deshalb den Kopf in den Sand gesteckt: NEIN, jetzt ist das Schulteam CrossCountry ,

der Teamspirit ist großartig und definitiv eine Erfahrung wert. Selbst von hier aus bekommt man Gänsehaut bei den Bildern, die man geschickt bekommt :melting_face:

Und irgendwie fällt es mir als Mama so viel leichter als gedacht, weil ich weiß, dass es meinem Kind gut geht. Sie wird dort wie ein vollwertiges Familienmitglied behandelt, mit all den Pflichten und Rechten.

Ich finde es gut, dass es langsam einen ausgedünnten Kontakt gibt und ich merke, dass mein Kind sich voll auf das Abenteuer Kanada einlässt und freue mich trotzdem über jede Nachricht :innocent: Habt Mut und stürzt euch in ein solches Abenteuer…ich glaube, dass man auch als Mama-Tochter-Team daran wachsen kann…mein Motto diesbezüglich: ”Wenn die Wurzeln gut gewachsen sind, dann bringen die Flügel das Kind immer wieder zurück”

in diesem Sinne…seid mutig und habt eine tolle Zeit :revolving_hearts:

Mal schauen, was die nächsten vier Wochen bringen…ich melde mich wieder.

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Liebe Toffiffee,

wie schön, ein Déjà-vu durch die Augen eines anderen Austauschelternteils zu erleben. Du scheinst einen ähnlichen Weg zu gehen wie ich damals – mit einem Tagebuch oder Erlebnisbericht hier im Forum.
Mach unbedingt weiter so, es ist unglaublich spannend zu lesen, wie es dir bzw. euch geht, was euch gerade beschäftigt und auf Trab hält.

Spannend ist auch die Erkenntnis, dass zumindest in der ersten Zeit die Erfahrungen und Erlebnisse gar nicht so anders sind als unsere – trotz der sehr unterschiedlichen Destinationen. In diesem Sinne hatte eine Returnee vor unserem Schulaustausch wohl nicht ganz unrecht: Egal, für welches Land man sich entscheidet – Hauptsache, man macht einen Schulaustausch.

Wird sich das in nächster Zeit ändern, wenn die ersten Anpassungen gefestigt sind und der Alltag bei deiner Tochter wirklich ankommt? Ich denke, dann werden die kulturellen Unterschiede stärker zum Tragen kommen und mehr Einfluss haben. Unsere Tochter erinnert sich, dass dieser Prozess bei ihr nach etwa fünf bis sechs Monaten begann. Bis dahin war einfach alles neu – und das „Neue“ dünnte sich dann langsam aus.
Ab diesem Zeitpunkt fängt man an, Bestehendes zu hinterfragen und zu vergleichen. Durch die Sprache wird man vor Ort viel selbstbewusster und ist öfter auch ganz autonom unterwegs. Dann taucht man Schicht für Schicht tiefer in die Kultur ein, und Bindungen werden stärker und gefestigter.

Ich bin gespannt, wie es bei euch weitergeht – nimm uns unbedingt mit auf eure Reise!

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Hallo ihr Lieben,

schwups, einmal kurz nicht aufgepasst, schon ist Monat Nr.2 fast vorbei…ehrlich gesagt, kann ich es immer noch nicht wirklich glauben, dass ich meine Tochter, mit der ich sonst 24/7 um mich herum hatte, jetzt schon zwei Monate nicht live gesehen habe…und was soll ich sagen, es ist gar nicht so schlimm…(ohje, nennt mich nicht Rabenmutter) ich erfreue mich an jeder Nachricht, an jedem noch so kurzen Videocall und an ihren Instastorys, denn ich sehe, dass es ihr so verdammt gut geht. Sie nimmt jede Aktivität mit, die angeboten wird, macht Erfahrungen mit neuen Freunden, die vielleicht richtig gut passen, oder auch nicht…aber es findet sich alles, sie ist so offen wie nie zuvor und saugt Erfahrungen auf, lebt den Schulalltag in einer gar nicht mehr so fremden Sprache und hat schon jetzt Pläne für das Frühjahr in Kanada.
Die erste Spiritweek in der Schule steht bevor und sie liebt diesen Schoolspirit sehr- ohje, das wird ein Kulturcrash, wenn sie zurückkommt…

Ihre Gasteltern sind nach wie vor für meine Tochter der Jackpot, besser hätte es sie nicht treffen können. Hier denke ich einfach, es ist so wichtig, dass man bei all seinen Angaben ganz ehrlich ist, auch was die Schwächen angeht, bei uns war dies eine große Schüchternheit/Unsicherheit, auch was die eigenen Fähigkeiten in der Sprache angeht, aber hier hat die Gastmama schon beim ersten Telefonat so viel Sorge genommen, weil sie ihr einfach immer wieder gesagt hat, dass sie sich mit den Ängsten und Sorgen der Kids auskennt und sie das bestimmt gut gemeistert bekommen. Es bleibt dann immer noch ein “Restrisiko”, dass es nicht passt, aber das sind zum Glück bei uns in der Gruppe nur Ausnahmen…und mein Gefühl ist, dass hier auch bei dem ein oder anderen falsche Erwartungen eine kleine Rolle spielen…

Ich finde es fantastisch, wie selbstständig mein Kind seinen neuen Alltag erledigt, ihre neue Routine : samstags wird gewaschen und geputzt…bitte lass das hier nicht enden…(Mama muss da dran bleiben ;o)

Und jetzt mal zu der Mamaseite: Ich nutze diese Zeit auch, auf der einen Seite wird ganz viel im Haus gemacht, aussortiert (ja, so ganz ohne “oh, das kann man vielleicht noch gebrauchen” lässt es sich viel schneller ausmisten) und renoviert, zum Glück habe ich noch 8 Monate Zeit und einen Raum mehr, wo ich Zwischenlagern kann.
Und ich nutze meine neu gewonnene Me-Time, gehe viel spazieren, genieße den Tee in Ruhe, ohne Terminstress und kann mich schon mal auf meine neue Rolle als Mama einer jungen Frau einstellen, denn als solche wird sie definitiv wiederkommen…loslassen ohne zu verlieren, der Rückhalt sein, ohne ständige Präsenz…ich glaube, das müssen auch wir lernen, aber keine Sorge, das Vertrauen, die Bindung und Liebe zueinander, die hört durch ein solches Jahr nicht auf…

Nutzt auch als Eltern, egal ob alleinerziehend, wie bei mir, oder als Paar, egal in welcher Konstellation, nutzt die wertvolle Zeit nicht zum Trauern, weil ihr vielleicht nicht mehr jeden Step miterlebt, nutzt sie für euch, es tut gut…und trotzdem kommt nun bald die Zeit, vor der auch ich mich ein wenig fürchte, die Vorweihnachtszeit, aber das wird dann beim nächsten mal näher thematisiert…in diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Start in Monat Nr.3

LG T.

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Guten Morgen liebes Tagebuch…oder eher “Monats”story…

kaum zu glauben, heute vor drei Monaten habe ich meine Tochter das letzte mal in den Arm genommen, ihr persönlich in die Augen geschaut, sie gefühlt und sie in ihr Abenteuer entlassen…mit Tränen in den Augen und Stolz im Herzen.

Stolz habe ich immer noch im Herzen, aber keine Tränen mehr in den Augen. Ich erlebe mein Kind glücklich, selbstbewusst und aufgeräumt in ihrem kanadischen Alltag. Es ist merkwürdig, dass zu sagen, aber es fühlt ich einfach richtig an, dass sie diese Erfahrung machen darf, sie daran wachsen darf und wir irgendwie ein weiteres Kapitel in unser Leben aufnehmen. Ich hatte ehrlich gesagt große Sorge, wie es sein wird, von diesem Augenblick des Abfluges, sein einziges Kind teilen zu müssen, aber es erfüllt mich, wenn ich von der Gastmama höre, dass sie gute Gespräche mit meiner Tochter führen, es harmonisch und sie glücklich sind, dass meine Tochter bei ihnen ist.
Irgendwie fühl sich die Familie auch für mich nicht fremd an…ich wünsche mir so sehr, dass es so bleibt und die nächsten 7 Monate genauso verlaufen…

Und irgendwie räume ich auch auf, nicht nur wörtlich, sondern auch in mir…Selbstfürsorge, Zeit und neue Routinen, ich glaube, dass man als Mama genauso ein Auslandsjahr durchläuft…man kann es mit Warten, Traurigkeit und Verlustangst machen…oder man nutzt es positiv für neue Wege, denn der junge Mensch, der zurückkommt, wird auch neue Wege gehen, selbstständiger sein und ich glaube, dass die Umstellung leichter fällt, wenn man sich dies schon jetzt bewusst macht…jetzt kommt der Advent, das erste mal seit 16 Jahren räumlich getrennt…aber vom Gefühl her, trotz 7000km Entfernung, ganz nah beieinander…und ich freue mich schon auf die nächsten Bilder aus Kanada, die in weihnachtlichen Kulissen entstehen…als Santas little Helper, so richtig kanadisch, sah meine Tochter schon so happy aus, sie erlebt Inhalte aus Weihnachstfilmen live…

Das einzige was noch nicht geklappt hat, ist der Traum der Trainingsgruppe im Volleyball, aber auch hier gibt mein Kind nicht auf, hat sich ein weitere Möglichkeit gesucht und geht ins Tryout, sie steht für sich ein, sucht sich Unterstützung und versucht alles, ihren Wunsch zu erfüllen…go on. Und damit sie den Teamspirit erleben darf, der sie so fasziniert, geht sie ins Track&Field Team, obwohl sie damit nichts zu tun hatte vorher…aber dieses Gemeinschaftsgefühl muss man erlebt haben, sagt sie immer…

Ich wünsche euren Kids genauso tolle Momente und bin dankbar, dass wir so viel Glück mit der passenden Homestay hatten, denn selbstverständlich ist das ja nicht…be grateful and happy…

LG und eine wunderschöne Vorweihnachtszeit für euch alle…beim nächsten Input steht der Jahreswechsel bevor…LG T.

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Hallo Toffifee

Ich habe diesen Bericht schon sehnsüchtig erwartet. Es ist wirklich spannend, dass du diese Zeit und deine Gedanken und Gefühle fast eins zu eins erlebst, wie wir damals.
Ich muss gar nicht viel sagen, denn du gehst scheinbar denselben Weg, den ich damals gegangen bin. Die „fremde“ Familie, die sich um dein Kind kümmert, ist eigentlich gar nicht fremd, sondern wird ein Teil deiner eigenen Familie - genau so ist es uns auch ergangen. Noch heute, 2 Jahre später, pflegen wir einen intensiven Kontakt. Für mich ist das sehr wertvoll.

Genauso ist es bei uns Eltern: Wir machen sozusagen ein „Austauschjahr“ für uns, einfach für uns selbst. Es ist schon eine Form des Loslassens – und das eben ein bisschen früher. Vor dem Austausch dachte ich immer, mit knapp 16 Jahren sei es zu früh. Heute weiss ich, dass es die richtige Entscheidung war. Und wie du so treffend schreibst: Das Kind kommt verändert zurück. Wir haben damals eine Jugendliche am Flughafen verabschiedet, und ein Jahr später ist sie als junge Frau zurückgekehrt.

Ich bin schon sehr gespannt auf deinen nächsten Bericht. Die Adventszeit war damals für uns noch eine zusätzliche Herausforderung, aber ich hoffe, ihr erlebt diese Zeit positiver. Aber in ein paar Wochen ist diese Phase ja auch schon wieder vorbei …

Liebe Grüsse,
Domnick

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Danke für deine Worte und dass du dich über den Beitrag gefreut hast..ich hatte schon das Gefühl, dass positive Berichte hier gar nicht so einen großen Anklang finden und trotzdem hoffe ich, dass ich nicht wirklich über negatives zu berichten habe…:four_leaf_clover:

…und ja, die Adventszeit…und das Weihnachtsfest…ich wünschte, ich könnte jetzt einfach mal kurz die Augen zu machen und erst danach wieder aufwachen…aber, wie genau es war, werde ich dann beim nächsten Mal berichten…zumindest kam von meiner Tochter heute morgen schon eine Nachricht, dass sie sich im nächsten Jahr wieder über einen Adventskalender freuen würde…manchmal sind so kleine Unterscheide ja ganz schön, damit das gewohnte wieder geschätzt werden kann…bin gespannt, was wir im nächsten Jahr aus Kanada übernehmen werden und wo sich über das Zuhausefeeling wieder gefreut wird…es bleibt spannend…unser Auslandsjahr…:revolving_hearts:

LG und eine zauberhafte Adventszeit für euch

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Danke für deinen Bericht - doch, es ist auch schön, wenn Positives geteilt wird. :slight_smile:

Ich erinnere mich auch gut an die Weihnachtszeit. Es war schon herausfordernd. Umso schöner, wenn man dann von Menschen liest, die gerade in der gleichen Situation sind - oder mal waren. Im Rückblick ging alles wahnsinnig schnell und es ist schon zwei Jahre her. Und trotzdem sind wir ja auch noch hier, weil es seinerzeit unglaublich hilfreich war, sich hier austauschen zu können. :slight_smile:

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Danke dir für deine Worte…:four_leaf_clover:

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…aber sicher doch – nur her mit den positiven Vibes, wie die Jungen heute so schön sagen. Von mir aus sehr gern auch in kürzeren Abständen :slight_smile:

Und natürlich darfst du dich auch melden, wenn mal nicht alles rosig ist oder etwas den Horizont trübt. Hier gibt es einige Mamis und Papis, die dir bestimmt Trost spenden oder dich sonst irgendwie unterstützen können… :blossom:

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Liebe “Monatsbuch”-Leser,

noch nicht ganz der 29. aber heute habe ich Zeit…und Weihnachten ist rum. Ich hoffe ihr hattet wunderschöne Feiertage und habt es genossen, egal ob eure Kids weit weg oder ganz nah sind.

Weihnachten, das Fest vor dem ich die meiste Angst hatte, weil die Zeit mir wichtig ist, alles wird ruhiger, ein kleines bisschen langsamer und gemütlicher…und in diesem Jahr bin ich ganz alleine Zuhause.

Aber, was soll ich sagen, es war anders, aber nicht schlecht…ich glaube, dass die moderne Technik da einen ganz großen Anteil dran hat, denn irgendwie sind die Kids ja gar nicht so weit weg, wie es scheint…und da meine Tochter nach wie vor auch ihre Erlebnisse gerne mit uns teilt, sind wir nur räumlich getrennt…Wir haben am 24.12. einen Geschenke-auspack-Videocall gemacht, denn sie hat ein Päckchen zu uns geschickt und auch sie hat ein kleines Päckchen bekommen. Das war wirklich schön…sie kurz nach dem Aufstehen und wir am Nachmittag. Anschließend hatte sie dann Vorbereitungszeit mit der Family und einen ganz anderen Christmas eve, als sie es hier gehabt hätte…und dann kam der 25.12. und ein völlig überdrehter Anruf: Ich muss euch was zeigen…Sie war so überwältigt von den Geschenken ihrer Gastfamilie (u.a. gehen sie mit meiner Tochter gemeinsamen zu einem Eishockeyspiel von der Mannschaft, von der der Gastpapa Fan ist und dafür hat sie auch das passende Trikot bekommen)…und dem ganzen Ablauf…das musste erzählt werden…und ich bin gespannt, anscheinend, wird hier im nächsten Jahr direkt was von der canadischen Tradition übernommen, weil so lustig…ich finde das ja großartig, dass meine Tochter es so gut annimmt…es geschehen lässt und hinterher entscheidet, wie es war…nichts wird vorher abgestempelt als gut oder schlecht…sondern einfach nur als anders. :heart_exclamation:
Genau das sollte man in seinem Exchange tun…und trotzdem gab es nach einem Großfamilienmarathon mit so vielen neuen Abläufen und zu wenig Schlaf abends nochmal einen Anruf mit Tränen und dem kurzen Moment von “Mama, ich vermisse Dich heute!”:face_with_peeking_eye:
Das konnten wir zum Glück nach einem zweiminütigen Gespräch wieder mit einem herzhaften Lachen beenden…ich habe das Gefühl, dass wir durch dieses Auslandsjahr viel näher zusammengerückt sind…wir auch oder trotz 7000km Trennung es immer schaffen, die emotionalen Momente aufzufangen und mit einem Lachen rauszugehen…das macht mir als Mama sehr viel Mut für das was kommen wird…sie wird erwachsen und irgendwann ausziehen…aber nicht weggehen…das ist eine gute Vorstellung!:revolving_hearts:

Für mich kann ich sagen, dass ich mein “Auslandsjahr” in den letzten vier Monaten gut genutzt habe, ich habe neue Routinen in meinen Alltag eingebaut, sortiert, was ist mir wichtig, was kann weg…sowohl an Materiellem, als auch an Routinen oder bequemen Verhaltensweisen…es tut so gut, auch mal wieder an sich selbst zu denken und nicht im alltäglichen Hamsterrad gefangen zu sein. Mein Tipp an alle, deren Kinder noch gehen werden…hängt euch nicht zu lange daran auf, dass die Kids weg sind, denn sie kommen wieder :wink: und das geht alles schnell…nehmt euch Zeit für Dinge, die aufgrund von vielen Verpflichtungen sonst nicht funktionieren…

Meine Tochter und ich kommen jetzt ganz bald an den Punkt der Halbzeit und dann läuft der Countdown …die Zeit bis zum Rückflug ist kürzer als die Zeit, die sie schon da ist…und ich weiß jetzt schon, dass es ihr sehr, sehr schwer fallen wird, ihre Familie dort zu verlassen…und selbst mir, die diese Familie nicht kennt, fällt es schwer…sie sind einfach ab jetzt Teil unserer Familie…ich bin so froh, dass wir dieses Abenteuer angegangen sind und hoffe, dass auch ich die Familie bei einem Urlaub mal kennenlernen darf…oder vielleicht nehmen sie ja die Einladung nach Deutschland mal an…we will see…:slightly_smiling_face: :globe_showing_americas: :germany: :canada:

Seid mutig und lasst euch, mit allen emotionalen Höhen und Tiefen auf dieses Abenteuer ein…ich wir hatten keine Vorstellung wie es wird, haben immer gesagt, dass wir alles was kommt als anders, aber nicht schlechter einstufen und sind bisher belohnt worden…dieses Erfahrungen nimmt uns und vor allem meiner Tochter niemals wieder jemand weg…und dafür bin ich dankbar, dankbar für eine wundervolle Gastfamilie, dankbar für ein so emphatisches Kind und für unser Mutter-Tochter-Verhältnis.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Start in euer Jahr 2026! LG T.

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Danke für deinen tollen Bericht!

Vor dem Hintergrund, dass ihr doch auch relativ kurzfristig von USA auf Kanada wechseln musstest, umso schöner, dass die Entscheidung sich offenbar ausgezahlt hat!

Weiterhin alles Gute!

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