Liebe Mitstreiter und Mitleser,
nun nähert sich das Ende von Monat 7…7 Monate ohne mein Kind und ich Rabenmutter haben die Zeit genauso gut genutzt, wie mein Kind…vermissen JA, aber ich kann nicht sagen, dass ich jemals das Gefühl von völliger Leere usw hatte…Und was soll ich sagen, ich bin auch leider noch nicht mit all meinen Projekten fertig, weil ich zu viel Zeit mit meinen Wanderungen verbracht habe…
Gute, dass es noch 3 Monate sind, bis das Wiedersehen stattfindet, wobei derzeit die Vorfreude darauf nur in Deutschland liegt, in Kanada wird jetzt schon alles auf Verdrängung dieses Datums gesetzt! Sie liebt ihr Leben, ihren Alltag dort und ich vermute, dass da auch ein wenig die Unsicherheit mitspielt, wie das Ankommen in Deutschland sein wird.
Wie wird man in der Freundesgruppe zurückgenommen, wie wird der Schulalltag in der Oberstufe, was ist, wenn man mit der alltäglichen Bubble zuhause nicht mehr viel anfangen kann, weil man selbst ja große, neue Erfahrungen gemacht hat…aber das wird ein eigenes Kapitel, welches ein wenig Zeit und Feingefühl benötigt und angegangen wird, wenn es soweit ist.
In Kanada selbst stand gerade ein Skitrip an und jetzt noch zwei Schultage vor der Springbreak, das erste Mal alleine mit der erwachsene Gastschwester, da die Eltern einen Kurzurlaub machen und dann kommen nochmal neue Internationals für die letzten drei Monate…ja, die letzten drei Monate, Wahnsinn, wie diese Zeit verflogen ist…zwei Jahre Planung, Sparen, Organisieren und dann…einmal nicht aufgepasst und schwups ist es schon vorbei…
Der Kontakt zur Besten Freundin aus Australien ist geblieben, sie telefonieren regelmäßig, was ich persönlich so schön finde, ein Kontakt, der durch eine gemeinsame Erfahrung entstanden ist und mit ein bisschen Glück eine lange Zeit besteht…Australien…wer weiß, welche Kontakte noch so in unserem Leben bleiben werden. Und ich sage ganz bewusst in UNSEREM Leben, denn ich finde es so wunderschön, dass meine Tochter, ihre Erfahrungen so intensiv mit mir teilt und ich sie unterstützen darf, ihr Sicherheit gebe, auch in Phasen, wo sie mit ihren Entscheidungen umgehen muss…aber das gehört dazu, selbst entscheiden und vielleicht auch mal scheitern…solange dies nichts gefährliches ist, kein Ding…emotional wird man dadurch meist stärker und gefestigter…
Wie geht es euch, in welcher Phase des Auslandsjahres seid ihr? Planung, Durchführung oder schon in der Nachbearbeitung…ich finde es so spannend, sich mit Eltern auszutauschen, die es erlebt haben und ich merke, sogar innerfamiliär, wie wenig Eltern mitreden können, die ihr Kind nicht ein Jahr im Ausland haben, es wird zwar so getan, als hätte man von allem Ahnung, aber das geht gar nicht…egal, ich höre zu, und lege diese Ratschläge, wie ich damit umgehen soll zur Seite…und lese, höre und schreibe lieber mit denen, die es selbst erlebt haben…könnt ihr das nachvollziehen?
Jetzt geht es auch für mich morgen in die Osterferien…wobei es eher eine schulfreie Korrekturzeit ist, mit Kurztrip nach Dresden.
Ich wünsche euch zauberhafte Ostern und freue mich auf eure Kommentare…
LG T.