Erfahrungen einer Kanada-Mom...Tagebuch durchs Auslandsjahr

Auch von mir vielen Dank fürs Teilen deiner Gedanken und Erfahrungen. Bei uns war im Winter jetzt ebenfalls Halbzeit und ich finde mich als Vater in deinem letzten Bericht sowas von wieder, insbesondere was den tränenreichen Abschied von den 6-monatigen Internationals und die Pläne für gegenseitige Besuche nach dem Jahr angeht. Und auch er ist so richtig bei den Kiwis angekommen, ebenfalls mit gemeinsamen Unternehmungen und Geburtstagseinladungen. Da gehen Ideen sogar schon weit in die Zukunft mit Work&Travel nach dem Abi um neuseeländische Freunde an deren zukunftigen College-Standorten wieder zu sehen.:grinning_face:

seid ihr wirklich bereit, einen völlig anderen, selbstorganisierten und freiheitsliebenden Teenager zurück zu bekommen…

Das trifft es auf den Punkt.

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Oh, das ist so schön, dass es überall, zumindest dort, wo es gut läuft, auf die gleichen Pläne hinausläuft…

ich glaube, ich muss mal über die Gründung einer Elterntreffgruppe nachdenken, damit wir auch solche Pläne…wenn auch vermutlich im innerdeutschen Bereich…machen können…:laughing:

Es freut mich, dass es deinem Sohn auch so gut geht und drücke die Daumen, dass es so bleibt.

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Vielen Dank fürs teilen deiner positiven Eindrücke - nach all dem Hin und Her auch bei euch ist das schön zu lesen.

Liebe Toffifee

Ich habe sehnsüchtig auf deinen neuen Tagebucheintrag gewartet. :blush:
Ich musste schmunzeln über deine Erzählungen und Erlebnisse. In vielen Punkten fand ich mich wieder, genauso wie es mir vor zwei Jahren erging. Es ist verblüffend, dass diese Momente so ähnlich sind – und das in zwei völlig unterschiedlichen Ländern und Kulturen.

Es ist schön zu hören, dass sich deine Tochter nach dem Abschied von ihrer Freundin so schnell wieder eingelebt hat. Es ist wichtig, dass die Kontakte nicht nur auf andere internationale Schüler ausgerichtet sind, sondern auch der Fokus auf Verbindungen zu Einheimischen gelegt wird.

Ich kann dir das nur aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich habe ein Teenager-Mädchen in dieses Austauschjahr verabschiedet, und als sie zurückkam, war es eine junge Frau. Sie kam mit klaren Vorstellungen von der Welt zurück. Sie besuchte einige der Kontakte in Deutschland und wurde sogar von einem Kontakt aus Kanada bei uns besucht. Sie machte alleine Urlaub in europäischen Metropolen, übernachtete in Hostels – das sei viel spannender als jedes Hotel, weil man dort so leicht neue Bekanntschaften schliesst und das ja schliesslich jetzt kann :slight_smile: . Momentan organisiert sie eine mehrwöchige Backpacker-Reise, ganz alleine nach Südostasien.

Du siehst also, deine Vermutungen über die Wünsche deiner Tochter werden wohl auch umgesetzt.

Wie du so schön schreibst, ist das nicht nur eine Erfahrung für unsere Kinder, sondern auch für uns Eltern. Für meinen Teil kann ich immer noch sehr positiv von diesem Erlebnis zehren.

Lieber Gruss
Domnick

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Liebe Mitstreiter und Mitleser,

nun nähert sich das Ende von Monat 7…7 Monate ohne mein Kind und ich Rabenmutter haben die Zeit genauso gut genutzt, wie mein Kind…vermissen JA, aber ich kann nicht sagen, dass ich jemals das Gefühl von völliger Leere usw hatte…Und was soll ich sagen, ich bin auch leider noch nicht mit all meinen Projekten fertig, weil ich zu viel Zeit mit meinen Wanderungen verbracht habe…

Gute, dass es noch 3 Monate sind, bis das Wiedersehen stattfindet, wobei derzeit die Vorfreude darauf nur in Deutschland liegt, in Kanada wird jetzt schon alles auf Verdrängung dieses Datums gesetzt! Sie liebt ihr Leben, ihren Alltag dort und ich vermute, dass da auch ein wenig die Unsicherheit mitspielt, wie das Ankommen in Deutschland sein wird.

Wie wird man in der Freundesgruppe zurückgenommen, wie wird der Schulalltag in der Oberstufe, was ist, wenn man mit der alltäglichen Bubble zuhause nicht mehr viel anfangen kann, weil man selbst ja große, neue Erfahrungen gemacht hat…aber das wird ein eigenes Kapitel, welches ein wenig Zeit und Feingefühl benötigt und angegangen wird, wenn es soweit ist.

In Kanada selbst stand gerade ein Skitrip an und jetzt noch zwei Schultage vor der Springbreak, das erste Mal alleine mit der erwachsene Gastschwester, da die Eltern einen Kurzurlaub machen und dann kommen nochmal neue Internationals für die letzten drei Monate…ja, die letzten drei Monate, Wahnsinn, wie diese Zeit verflogen ist…zwei Jahre Planung, Sparen, Organisieren und dann…einmal nicht aufgepasst und schwups ist es schon vorbei…

Der Kontakt zur Besten Freundin aus Australien ist geblieben, sie telefonieren regelmäßig, was ich persönlich so schön finde, ein Kontakt, der durch eine gemeinsame Erfahrung entstanden ist und mit ein bisschen Glück eine lange Zeit besteht…Australien…wer weiß, welche Kontakte noch so in unserem Leben bleiben werden. Und ich sage ganz bewusst in UNSEREM Leben, denn ich finde es so wunderschön, dass meine Tochter, ihre Erfahrungen so intensiv mit mir teilt und ich sie unterstützen darf, ihr Sicherheit gebe, auch in Phasen, wo sie mit ihren Entscheidungen umgehen muss…aber das gehört dazu, selbst entscheiden und vielleicht auch mal scheitern…solange dies nichts gefährliches ist, kein Ding…emotional wird man dadurch meist stärker und gefestigter…

Wie geht es euch, in welcher Phase des Auslandsjahres seid ihr? Planung, Durchführung oder schon in der Nachbearbeitung…ich finde es so spannend, sich mit Eltern auszutauschen, die es erlebt haben und ich merke, sogar innerfamiliär, wie wenig Eltern mitreden können, die ihr Kind nicht ein Jahr im Ausland haben, es wird zwar so getan, als hätte man von allem Ahnung, aber das geht gar nicht…egal, ich höre zu, und lege diese Ratschläge, wie ich damit umgehen soll zur Seite…und lese, höre und schreibe lieber mit denen, die es selbst erlebt haben…könnt ihr das nachvollziehen?

Jetzt geht es auch für mich morgen in die Osterferien…wobei es eher eine schulfreie Korrekturzeit ist, mit Kurztrip nach Dresden.

Ich wünsche euch zauberhafte Ostern und freue mich auf eure Kommentare…
LG T.

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Hallo Toffifee, ich finde mich erneut in deiner Beschreibung komplett wieder und freue mich, dass es auch bei euch weiter so prima läuft. Und apropos mit Entscheidungen umgehen - ich beginne gerade so richtig zu begreifen, wie gut die Entscheidung von meinem Sohn war, ein ganzes Jahr zu gehen und nicht nur 6 Monate.

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