Wer hat Erfahrung mit EF in Tokio

Hallo,

hat jemand eine aktuelle Erfahrung zu einem Auslandsjahr über die EF in Tokio?

LG, Eva

Hallo Eva

Wir haben nicht direkt eine Erfahrung mit EF in Japan, kann Dir aber vielleicht doch etwas dazusagen.
Meine Tochter ist aktuell mit AFS in Japan aber nicht in Tokio. Sie hatte aber zu Beginn natürlich den Wunsch das ATJ in Tokio zu verbringen. Hier ist natürlich EF eine Möglichkeit. Meines Wissens hat EF direkt in Tokio (sogar in Shibuya) einen eigenen Campus. Ich glaube es sind auch Aufenthalte in Gastfamilien oder in der eigenen EF Residenz möglich. Nach meinen Informationen sind aber die Anzahl an Gastfamilien in Tokio aufgrund des Platzmangels eher niedriger.
Da meine Tochter unbedingt auf eine normale öffentliche Schule gehen wollte und bei einer Gasfamilie sein wollte hat sie das Programm von EF nicht gewählt. Sie hat dafür den Aufenthalt in Tokio aufgegeben.
Sie ist jetzt etwa 4 Zugstunden von Tokio entfernt.

Unsere Erfahrung mit der AFS sind bis jetzt ausnahmslos gut bis sehr gut. Unsere Tochter ist überglücklich und geniesst ihr japanisches Leben dort.

Also falls es nicht unbedingt Tokio sein muss kann ich dir dies, mit unseren aktuellen Erfahrung, mit gutem Gewissen empfehlen. Meine Tochter hat den Aufenthalt in einer etwas ländlicheren Region nie bereut. In den bisherigen 5 Monaten hat sie auch schon einige der grossen Städte besuchen können.
Da sie in der grossen Schule die einzige ATS ist, hat sie ausnahmslos Kontakt mit Japanischen Schülerinnen und Schüler (mit Ausnahme der organisierten Treffen der Organisation). Sie sprich nach 5 Monaten annähernd fliessend Japanisch.

Hoffe du findest das was du suchst…

Liebe Grüsse
Domnick

Hallo Domnick,

vielen Dank für deine Nachricht.

Ja, bei der AFS haben wir uns auch beworben. Allerdings gibt es für Japan nur sehr wenige Plätze und die werden mittels dem Losverfahren ausgewählt. Aktuell sind es 60 Bewerber auf 3 Plätze.
Das ist der Grund, weshalb wir uns auf die Suche nach Alternativen machen.

Konnte deine Tochter bei der Abfahrt schon etwas japanisch oder hat sie bei 0 angefangen? In 5 Monaten so gut japanisch zu können ist ja wirklich fantastisch! Hat sie schnell Freunde gefunden und konnte sie sich gut mit der Gastfamilie verständigen?

Die EF hat in Tokio eine Schule, das wäre dann aber wirklich eine Sprachschule und keine reguläre Schule. Die Lehrer sind Mutterspachler und sollen wohl wirklich nur im Notfall Englisch sprechen. Am Wochenende werden Ausflüge mit japanischen Studenten gemacht, sofern man nicht mit der Gastfamilie unterwegs ist.
Die Kosten für den Aufenthalt sind bei der EF wirklich sehr hoch, im Vergleich zur AFS.
Gastfamilien gibt es, allerdings sind die wohl ca. eine Stunde von der Schule entfernt, da die Wohnungen in Tokio einfach sehr teuer sind. Das Wohnheim wäre nur 15 Minuten von der Schule entfernt, das Zimmer könnte er sich mit 1-3 anderen internationalen Jungs teilen.
Er würde dann halt wahrscheinlich nicht nur Japanisch, sondern wohl auch viel Englisch sprechen. Ob er so schnell dann so gut japanisch lernen wird wie deine Tochter ist fraglich.

Ich bin wirklich am überlegen, was wir machen sollen. Mit der AFS kann es schon passieren, dass wir keinen Platz bekommen. Seit ihr auch über das Losverfahren gewählt worden?

LG
Eva

Hallo Eva

Ja meine Tochter hatte wirklich etwas Glück. Sie war im Frühling 23 noch auf der Warteliste (3. Platz) für den Austausch in Japan für im August 23. Da aus diversen Gründen die anderen Plätze 1 bis 2 eine andere Option gewählt haben oder abgesagt haben, konnte sie nachrutschen und wir wussten Anfangs April bescheid, dass Sie schon im Sommer gehen kann. Ansonsten hätte Sie aber einen Platz jetzt im März 24 auf sicher gehabt.

60 Bewerber auf 3 Plätze sind wahnsinnig viel. Ich weiss halt nicht wie das in Deutschland abläuft. Wir kommen aus der Schweiz und die Orga hat unserer Tochter schon bei der Bewerbung gesagt, dass Japan schon besetzt sei für den Sommer 23. Es hatte nur 5 oder 6 Plätze für die Schweiz nach Japan. Sie arbeiten mit Wartelisten nicht mit einer Auslosung. „First come - First in“.
Da Japan 2 Jahre komplett geschlossen war (Corona) ist eine erhöhte Nachfrage entstanden.

Es gibt doch in Deutschland auch noch andere Organisationen. Gibt es da nicht noch YFU & Ayusa-Intrax? Wobei zu deren Qualität kann ich nichts sagen. Bei uns war auch YFU (Youth For Understanding) in der Entscheidung. Diese wechseln aber die Gastfamilien während dem Jahr und das wollte meine Tochter nicht. So blieb fast nur noch AFS übrig.

Ja Tokio und dann noch so zentral gelegen ist natürlich super toll für unsere Kids. Shibuya etc. alles das von dem der jugendliche Japan-Fan immer träumt ist direkt vor der Nase. Das kann ich sehr gut verstehen und eigentlich ist in Tokio eine Stunde Weg nichts besonderes und die das Beste ÖV-System der Welt vereinfacht das nochmals.
Soviel ich weiss organisiert EF viel an den Wochenenden und es soll immer etwas los sein. Ich vermute das schlägt sich im Preis nieder, zumal Tokio ein teures Umfeld ist. Die Differenz zur ländlichen Gegend ist immens.
Dein Sohn kann sich natürlich zwingen so oft wie möglich mit Japaner etwas zu unternehmen oder (falls er in einer Gastfamilie ist) mehr mit diesen Zeit verbringt. Ja, meine Tochter hatte wirklich etwas Glück. Sie war im Frühling 23 noch auf der Warteliste (3. Platz) für den Austausch in Japan für im August 23. Da aus diversen Gründen die anderen Plätze 1 bis 2 eine andere Option gewählt haben oder abgesagt haben, konnte sie nachrutschen und wir wussten, Anfangs April Bescheid, dass sie schon im Sommer gehen kann. Ansonsten hätte Sie aber einen Platz jetzt im März 24 auf sicher gehabt.

60 Bewerber auf drei Plätze sind wahnsinnig viel. Ich weiss halt nicht, wie das in Deutschland abläuft. Wir kommen aus der Schweiz und die Orga hat unserer Tochter schon bei der Bewerbung gesagt, dass Japan bereits besetzt sei für den Sommer 23. Es hatte nur 5 oder 6 Plätze für die Schweiz nach Japan. Sie arbeiten mit Wartelisten, nicht mit einer Auslosung. „First come – First in“.
Da Japan 2 Jahre komplett geschlossen war (Corona) ist eine erhöhte Nachfrage entstanden.

Es gibt doch in Deutschland auch noch andere Organisationen. Gibt es da nicht noch YFU & Ayusa-Intrax? Wobei zu deren Qualität kann ich nichts sagen. Bei uns war auch YFU (Youth For Understanding) in der Entscheidung. Diese wechseln aber die Gastfamilien während dem Jahr und das wollte meine Tochter nicht. So blieb fast nur noch AFS übrig.

Ja, Tokio und dann noch so zentral gelegen ist natürlich super toll für unsere Kids. Shibuya etc. alles das von dem der jugendliche Japan-Fan immer träumt, ist direkt vor der Nase. Das kann ich sehr gut verstehen und eigentlich ist in Tokio eine Stunde Weg nichts Besonderes und die das beste ÖV-System der Welt vereinfacht das nochmals.
Soviel ich weiss, organisiert EF viel an den Wochenenden und es soll immer etwas los sein. Ich vermute, das schlägt sich im Preis nieder, zumal Tokio ein teures Umfeld ist. Die Differenz zur ländlichen Gegend ist immens.
Dein Sohn kann sich natürlich zwingen, so oft wie möglich mit Japaner etwas zu unternehmen oder (falls er in einer Gastfamilie ist) mehr mit diesen Zeit verbringt. Aber das ist nun mal alles nicht ganz so einfach. Gerade zu Beginn tut man sich mit der Sprache noch sehr schwer und dann sind internationale Studenten natürlich eine hilfreiche Stütze. Sie machen gerade dasselbe durch und verstehen die Situation genauso.

Meine Tochter hat im Dezember 22 angefangen, im Internet Japanisch zu lernen. Da gibt es einige Plattformen, wo man direkten Kontakt mit Sprachinteressierten aus aller Welt knüpfen kann. Sie hat angefangen ihre geliebten Animes auf, Japanisch zu schauen, mit englischen Untertiteln. Da wir aber so spät wussten, dass es doch schon im August 23 losgeht, haben wir für Sie ab Mai 23 Privatstunden bei einer Japanerin organisiert. Das war ein Vorteil, da sie einen maßgeschneiderten Unterricht für Ihren Austausch in Anspruch nehmen konnte. In den Sprachschulen usw. lernt man halt auch oft viel Allgemeines, aber für solch einen Austausch eher nicht so wichtiges oder was Priorität hat. Sie hat speziell Wert daraufgelegt, dass sie sich und ihre Gefühle ausdrücken kann und die Kommunikation in einer Familie.
Lange Geschichte - kurzer Sinn: da sie von Tag 2 an 24/7 nur noch japanisch gehört und sprechen musste, ist es fast unmöglich die Sprache nicht schnell zu lernen.

Aber ja, wenn die Zeit drängt, würde ich natürlich alle Optionen prüfen. Es soll in meinen Augen auch ein Kulturaustausch sein und erst zweiteres ein Sprachaufenthalt.
Trotzdem prüfe die Angebote genau und lasse dich nicht vollquatschen. Hier sind einige Berichte aus den USA im Forum, welche wirklich Haarsträubend sind. Japan ist zwar nicht die USA, aber auszuschließen ist auch hier nichts.
Prüfe gut, aber habt keine Angst. Die Kultur der Japaner ist wie geschaffen, um eine liebevolle Gastfamilie zu sein. Gäste sind immer hoch angesehen und nehmen eine spezielle Position in der Gesellschaft ein und die Japaner tun alles, um nicht ihr „Gesicht zu verlieren“.

Melde dich, wenn du noch mehr Fragen hast, vielleicht kann meine Tochter etwas zu EF sagen.

Lieber Gruss
Domnick

Hallo, Experiment e V bietet auch Japan an.

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Hallo,
mein Sohn ist aktuell mit Experiment eV in Japan.

Er ist auf Okinawa und geht auf eine öffentliche Schule. Gastfamilie ist British-Japanisch und die große Gastschwester ist gerade in den USA.
Die Gastfamilie ist okay, die Mutter redet kaum mit ihm und scheint aus der Ferne etwas schwierig zu sein. Leider wird innerhalb der Familie viel Englisch gesprochen (die Kinder sollen dies gut lernen - kann ich verstehen). Die Familie hat viel mit sich selbst zu tun. Aber alles keine Punkte für ihn, um die Familie infrage zu stellen. Über Silvester war er für ein paar Tage bei einer anderen Gastfamilie (älteres japanisches Ehepaar) und hat erleben können, wie herzlich man mit ihm umgehen kann - wenn man möchte und dafür offen ist.

Er ist insgesamt dort gut angekommen, geht gerne in die Schule und das Umfeld passt. Auch wenn Okinawa nicht unbedingt der Teil Japans ist, der ihm vorschwebte, verbringt er dort eine wirklich toille Zeit und nimmt einen unendlich großen Erfahrungsschatz mit nach Hause.

Wende dich gerne an mich, wenn du weitere Infos wünschst.
Liebe Grüße und viel Erfolg.

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Hallo MaGustl

Schön zu lesen, dass noch ein Eternteil hier ist, bei denen die Kids auch in Japan sind. Okinawa muss aber trotzden wunderschön sein…
Meine Tochter würde gerne ein paar Tage dort verbringen…

Liebe Grüsse
Domnick

Hi Domnick,
ja, es ist eine wunderschöne Insel - die Karibik Japans sozusagen. Aktuell sind dort etwa 25 Grad.
Mein Sohn würde liebend gerne die Kirschbaumblüte in Kyoto Ende März erleben, leider scheint sich für ihn keine Möglichkeit zu ergeben, dies irgendwie zu sehen.

Wann ist denn deine Tochter nach Japan ausgereist und wann endet ihr Auslandsjahr? Und wo genau ist sie eigentlich?

Wir hatten bereits im September 2022 die Zusage, 14 Tage nach Einreichungsschluss der Bewerbungsunterlagen. Mein Sohn lernt seit April 2021 Japanisch und möchte gerne nach dem Abi wieder sofort nach Japan gehen.

Wir freuen uns sehr auf ihn, Anfang Juni fliegen wir ‚rüber‘, holen ihn ab und reisen gemeinsam knappe 3 Wochen durchs Land - wir tauchen dann in eine andere Welt ein und freuen uns schon sehr.

Liebe Grüße, Maren

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