Welchen Umfang haben eure Gastgeschenke?

Da es ja vermutlich einigen von euch jetzt so geht, wollte ich mal nach euren Ideen/Erfahrungen mit den Gastgeschenken fragen.
Welchen Umfang haben oder hatten eure Gastgeschenke?
Wir haben ein selbst gestaltetes Fotobuch, mkit Info´s zur Familie/Kind, Wohnort, Lieblingsrezepten und Platz für Erinnerungen, die mit meiner Tochter gemacht werden. Dann haben wir Golfbälle personalisieren lassen(die Gasteltern spielen beide Golf) und würden noch Gummibärchen und Schokolade einpacken, quasi für die ganze Familie.
Die Gastschwestern wohnen beide nicht mehr zuhause, würdet ihr für diese trotzdem ein separates Geschenk machen oder reicht das Süßigkeitenpaket für alle?
Da die Gastmutter relativ zeitnah Geburtstag hat, haben wir einen teachly Stift mit Ersatzpatronen für Lehrer besorgt.

Ist das okay so?

Für eure ehrlichen und konstruktiven Infos bin ich sehr dankbar.

LG T

Hallo,
Ich habe die Gastmutter einfach gefragt, ob sie etwas bestimmtes haben wollen, etwas sammeln ö.ä. Also gibt es für die Wohnzimmervitrine Deko, für die Kinder (10, 14) Süßigkeiten. Ihre Tochter wohnt nicht mehr zu Hause, aber die sind sehr eng miteinander, die Kinder haben auch eine gemeinsame WhatsApp-Gruppe - also kriegt sie auch was. Für die Söhne gibt es noch Wasserspielzeug für den Pool. Für den Gastvater vielleicht ein Trikot unseres Fußballvereins.
Ein persönliches Buch wie ihr das gestaltet habt, finde ich toll, wenn ich das zeitlich hinbekomme mache ich das auch noch.
Ich überlege gerade auch dem Local Coordinator eine Kleinigkeit zu besorgen (Karte, Süsigkeiten).
Aber die Zeit drängt, in zwei Wochen geht’s los.

Danke dir für den Tipp mit der LC…da werden wir dann eventuell auch ne Kleinigkeit besorgen.
Bei uns sind es noch 5 Wochen…ich wünsche euch noch eine tolle gemeinsame Zeit und einen großartigen Start in euer Abenteuer. Wo geht es hin?

Es geht nach Louisiana.
Und wohin geht’s bei euch?

Ah wie spannend…das wird toll.
Bei uns geht es nach Kanada/Manitoba. Definitiv kälter als bei euch ;o)

wir haben jetzt noch ein kleines Süßigkeitenpräsent für die beiden Koordinatorinnen zusammengestellt. Vielen Dank für den Tipp.

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Ich erinnere mich noch gut daran, wie auch wir uns damals den Kopf darüber zerbrochen haben, was wohl die besten Gastgeschenke sein könnten.

Uns hat damals ein Tipp sehr geholfen: sich darüber zu informieren, was im jeweiligen Land üblich oder kulturell besonders ist. In unserem Fall – Japan – haben Gastgeschenke eine große kulturelle Bedeutung und sind fest im gesellschaftlichen Miteinander verankert. Es wird bei nahezu jedem Besuch ein kleines Geschenk mitgebracht.

Dabei werden gar keine großen oder teuren Dinge erwartet – vielmehr zählt die Geste. Besonders gut kamen kleine, liebevoll verpackte Aufmerksamkeiten an. Selbstgemachtes oder persönlich ausgewählte Kleinigkeiten hinterlassen dabei oft einen bleibenden Eindruck. Süssigkeiten aus Deutschland oder der Schweiz kamen übrigens immer gut an.

Mein Tipp daher: Informiert euch über die Gepflogenheiten im Gastland und entscheidet dann, was am besten passt. Die Idee mit dem persönlichen Buch finde ich zwar süß, aber im Nachhinein denke ich, dass die Gastfamilie während dieses Jahres ihre ganz eigenen Erinnerungen mit dem Gastkind sammeln wird – und auch möchte.

Ein solcher Austausch lebt meiner Meinung nach vor allem von der direkten, persönlichen Kommunikation. Gespräche, gemeinsame Zeit, kleine Erlebnisse – all das schafft oft tiefere Verbindungen als ein mitgegebenes Erinnerungsbuch. Aber das ist natürlich meine persönliche Sicht.

Wir sind übrigens gerade aus den Ferien in Japan zurück – wir durften eine Woche bei den damaligen Gasteltern unserer Tochter verbringen. Dabei wurde uns nochmals sehr bewusst, dass sie in diesem Jahr ein ganz eigenes, unabhängiges Leben mit dieser Familie geführt hat. Ihre Erfahrungen und Erinnerungen dort hatten mit unserem Alltag zu Hause nur wenig gemeinsam – und das ist auch gut so.

Heute sind wir froh, dass wir am Anfang nicht zu viel von unserem eigenen Familienleben und unseren Gewohnheiten mit der Gastfamilie geteilt haben. So konnte sich eine ganz eigene, unvoreingenommene Beziehung zwischen unserer Tochter und ihrer Gastfamilie entwickeln – etwas Einzigartiges, das sie gemeinsam und auf ihre Weise gestalten konnten.

Durch die unterschiedlichen Sichtweisen und Erlebnisse, die wir und die Gasteltern mit unserer Tochter gemacht haben, ist eine ganz besondere Verbindung entstanden. Heute erkennen wir den Einfluss beider Seiten in ihr – und genau das wird uns wohl für immer miteinander verbinden.

Bis zu unserem Besuch waren es die fürsorglichen Gasteltern in Japan. Doch jetzt, nach dieser gemeinsamen Zeit, sind wir zu einer Familie geworden. Der Abschied fiel unendlich schwer und tränenreich.

Versucht nicht allzu grossen Einfluss aus dem Leben daheim mit in die Ferne zu geben. Das kommt dann von ganz alleine…

Lieber Gruss
Domnick

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Danke für deinen ausführlichen Einblick, dann fühle ich mich jetzt eigentlich ganz gut aufgestellt und bin froh, dass wir im Fotobuch zum Beispiel Platz gelassen haben für die gemeinsamen Momente von der Gastfamilie mit meiner Tochter…die Süßigkeiten sind auch schon besorgt und werden ergänzt, wenn es das Gewicht im Koffer zulässt ;o) und wir haben noch ein Spiel, welches meine Tochter kennt und vielleicht als Icebreaker dienen kann, denn die Gastfamilie liebt Spiele genauso wie meine Tochter und der kleine Hund bekommt auch ein Spielzeug mitgebracht.

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