Viele Fragen

Guten Morgen,
ich habe viel nachgedacht und habe mich fest entschlossen für ein ganzes oder halbes Jahr in die USA zu ziehen.
Ich habe mir bereits einige Themen hier im Forum durchgelesen,
möchte jedoch nochmals meine Fragen direkt in diesem Thema stellen.
Um ehrlich zu sein, bin ich etwas unsicher und auch aufgeregt, daher stelle
ich meine Fragen in diesem Thema direkt und hoffe das zahlreiche Leute die Erfahrung haben, ihre Erfahrungen mit mir teilen könnten.

Ich bin 15 Jahre alt und besuche die Realschule in Bremen,
derzeit bin ich in der 9ten Klasse.
Ich bin sehr lernfähig und stelle mich gern neuen Herausforderungen.
Leider sind meine Englisch-Sprachkenntnisse noch “etwas schlecht”,
dass heißt normales “Schulenglisch”.

Mein Schüleraustausch habe ich mir so vorgestellt,
das ich für ein ganzes oder halbes Jahr in der USA bei Gastfamilien verbringe.
Mein Ziel ist es, die Englischesprache zu beherrschen und viel vom Land zu sehen.
An weitere aktivitäten oder Projekten (Beispielsweise: Reiten, Musik etc.) habe ich nicht daran gedacht.
Mir ist es einfach sehr wichtig das ich die Sprache beherrsche und viele Sachen sehe und kennenlerne.

[COLOR=“Blue”]Bitte schildert mir eure Erfahrungen, was ich gesehen und gelernt habt.
-Wie war euer Schüleraustausch? wie waren eure Gastfamilien?
-Wo wart ihr und was habt ihr gemacht? Wie sollte man sich verhalten, was sollte man tun?[/COLOR]
[COLOR=“Blue”]-Welche Organisation könnt ihr mir empfehlen mit den Vorstellungen die ich oben genannt habe?
-Gibt es Gastfamilien die ihr mir eventuell empfehlen könntet?
-Habt ihr gute Kontakte die mir intensiv helfen könnten?
-Was sollte ich VOR dem Schüleraustausch noch machen, was empfiehlt ihr mich? (Evntl. Englischkurs besorgen)
-Wird der Schülertausch vom Amt etc. bezahlt oder irgendetwas draufgelegt?[/COLOR]

Ich denke mal viele Leute können meine “unsicherheit” verstehen.
Ich möchte mir einfach zu 99% sicher sein. :slight_smile:

Liebe Grüße
Puma :slight_smile:

Hallo Puma,
Ich denke, ein herrkömmliches Schüleraustauschprogramm ist nichts für dich. Da würdest du zur Schule gehen, und für ausgedehnte Reisen wäre wenig Zeit, und die wären auch nicht im Programm vorgesehen. Es käme also auf deine Gastfamilie an, wie sie dazu steht. Die Schule müsstest du aber in jedem Fall besuchen.

Ich denke, dass sich deshalb ein Sprachschulprogramm am ehesten für dich eignet. Ich weiß jetzt nicht konkret, wer was auf dem Markt anbietet. Ich arbeite nebenbei für EF, und weiß, dass es ein Studienjahr-Programm gibt, bei dem du an einer Sprachschule Englischunterricht hast, und in einer Gastfamilie wohnst. Du kannst dabei aber relativ frei reisen, etc.

Mein HSY war nicht immer leicht, aber ein voller Erfolg für mich. Ich habe bis heute (7 Jahre nach dem ATJ) Kontakt zu meiner Familie und fliege regelmäßig rüber, um sie zu besuchen. Ich war in Ansley, Nebraska, einem Ort mit 500 Leuten mitten im Nirgendwo. Landschaftlich toll, und bis heute meine Oase der Erholung. :slight_smile: Ich bin dort zur Schule gegangen, zusammen mit 17 weiteren Leuten in meinem Jahrgang, und hatte eine tolle Zeit.

Vor dem Schüleraustausch solltest du vllt. ein paar englische Bücher lesen, und Filme auf Englisch anschauen. Ansonsten denke ich, kommst du mit Schulenglisch gut klar.

Nein, der deutsche Staat bezahlt kein Auslandsjahr. Ggf. kannst du aber Bafög beantragen. Für ein herkömmliches Auslandsjahr ist das möglich. Inwieweit das auch für ein Studienjahr an einer Sprachschule geht, bin ich überfragt. Da müsstest du dich beraten lassen.

Liebe Grüße,
Wiebke

Hallo Wiebke,
vielen Dank für deine Antwort!
Eigentlich ist es mein Ziel so schnellst wie möglich Englisch einwandfrei sprechen zu können, und dann auch mal nach Amerika auszuwandern.
Ich habe an einem Schüleraustausch gedacht, damit ich auch gleichzeitig weitere Kontakte knüpfen kann. :slight_smile:
Mir ist einfach in einem Schüleraustausch sehr wichtig, das ich in einer lieben Gastfamilie untergebracht werde die auch eventuell Kinder haben, mit den ich zur Schule gehen kann und viele Sachen fragen kann.
Was mich also sehr freuen würde, das ich in einer recht großen Familie untergebracht werde, ich bin auch sehr hilfsbereit und kann mich sehr gut anpassen.
Ich habe mich bereits auch schon an einer Stelle informieren lassen und werde eventuell über die Sommerferien 2013 auch an einem
Schüleraustausch mit teilnehmen, in der Zeit ist natürlich intensives Englisch lernen gefragt. :wink:

Gibt es eventuell Kursrichtungen die ihr mir empfehlen würdet?
Gibt es spezielle Schule, Unterrichtseinheiten etc. dafür?

In einigen Videos in Youtube konnte ich bis jetzt nur schlechte Sachen über “EF” finden,
ich verlinke mal ein Youtubelink: http://www.youtube.com/watch?v=aoOQHvvIQhM&feature=plcp

Hallo, Danke für das Video.
Es ist wahrscheinlich das zu ein, wovon mir schon mehrmals erzählt wurde, denn ich habe auch ein Kind im Auslandsschuljahr.
In dem Video sind die schlechten Seiten eines Austausches zu sehen. Ich finde es schon wichtig solche Dinge zu erfahren. Ob in diesem Bericht allerdings auch über die vielen glücklichen ATS erzählt wurde?

Ich glaube, man kann sich Organisationen raussuchen, die bekannt sind für guten Service. Listen mit Bewertungen gibt es hier im Forum.
Pech kann man allerdings immer und überall im Leben haben.
Wichtig finde ich, dass Schüler, die ins Ausland gehen, wissen was ihre Rechte sind, wie sie sich im Fall des Falles wehren können und wohin sie sich wenden können.

Ich habe schon den Eindruck, so ein USA-Aufenthalt könnte etwas für dich sein. Wenn du dich jetzt auf die Suche machst, nach einer passenden Organisation, kann es noch klappen für das nächste Schuljahr, hoffe ich. Ob es noch klappt mit finanzieller Unterstützung , bekommst du auch raus. Hast du hier schon nachgelesen, wo man sich informiert?

Du möchtest Englisch lernen und Reisen. Da denke ich, das mit dem Englisch geht schon klar, das mit dem Reisen ist eher Glückssache. Die meisten Gastfamilien werden vielleicht eine kleine Ferienreise oder kleine Ausflüge mit dir machen. Aber selbst wenn es keine Reisen gibt während du eine Schule in den USA besuchst, es ist doch bestimmt insgesamt ein großartiges Erlebnis.
Falls es nicht klappt, mit deinen ATS-Plänen, kannst du später immer noch z.B. als Au Pair oder einen Freiwilligendienst (wenn auch evtl.nicht in USA) oder Work & Travel oder sonstwas machen.

Ich find es jedenfalls gut, wie du dir Gedanken machst und nachfragst, was du tun kannst. Das zeigt, du bist aufgeschlossen. Ich hoffe, deine Eltern unterstützen dich dabei.

Spezielle Vorbereitungen, nach denen du fragst,fallen mir nun nicht ein. Englisch lernen lernen lernen ist immer richtig. Das Schulenglisch kann man ausbauen mit leichter englischer Lektüre wie Bücher (schau mal in der Bücherei) Sprachlehr/in-Zeitschriften wie Spotlight (frag Englisch-Lehrer, was für dich gut ist), Volkshochschulkurse (auch wenn´s langweilig erscheint). Im Fernsehen und Online gibt es Englisch. Über USA lesen, Reportagen schauen………… Das sind nun Dinge, die leicht zu verwirklichen sind. Aufwendige teure Kurse o. ä. brauchst du in deiner Situation bisher nicht.
Gruß
Senfer

Hallo Puma,
ich gehe nächsten Sommer auch in die USA :slight_smile: ich gehe für 10 Monate und mit der Organisation YFU. Hast du denn schon ein paar Organisationen, die dir gefallen würden?

Und ich hab mal ne Frage an die USA-Returnees:
Wie viel habt ihr euch auf die Sprache vorbereitet? Also habt ihr englische Bücher/Filme gelesen/angeschaut, etc. oder habt ihr euch auf euer Schulenglisch verlassen? Ich denke mir nämlich immer, dass ein wenig Vorbereitung ja nie schaden kann, aber ich hatte eigentlich nicht vor, sooo viel zu machen… wie lange hat es denn bei euch gedauert, bis euer Englisch richtig fließend war?

HAllo Puma und Katli,
unsere 3 Kids sind alle 1 Jahr in USA gewesen. Eben ist die Dritte drüben und gerade letzte Woche hat sie gesagt :Oh, ich denke in Englisch. Wir finden das toll, denn jetzt ist sie richtig angekommen( fehlt nur noch träumen) Was für ein Glück, dass sie nicht in 8 Wochen nach Hause muss. Es braucht immer so lange bis man auch in der Sprache angekommen ist. Es hat schon einen Sinn 10 Monate zugehen UND man verliert KEIN Jahr,man macht auch keines doppelt!!!
Jetzt hat sie noch bis Juni um die englische Sprache zu festigen. Wenn man später jedes Jahr mal rüber fliegt oder in der Schule/Beruf häufig spricht , geht’s auch nicht verloren.
Alle unsere Kids waren mit STEPIN unterwegs und in den letzten 7 Jahren hat sich die Qualität dort nicht verändert. Wir waren jedes Mal zufrieden und es gab keine Platzierungsschwierigkeiten wie an anderer Stelle.
Zum Thema Reisen:Als Schüler/In kann man nicht einfach reisen. Ihr seid Minderjährig und könnt nur mit Familie oder Organisation unterwegs sein. Außerdem gibt es garnicht soviel Ferien.Unsere Tochter hat dieses Jahr nur bis 2.Jan. Ferien, wir hier bis 13. Jan.
Gruß mama 04/05 06/07 12/13

Hey,

ich bin grad in so einer ähnlichen Situation wie du. Ich weiß auch ganz genau das ich gehen will, mir macht aber das Jahr nach dem Austausch sorgen.
Schliesslich will ich danach ja eine Ausbildung anfangen, das geht aber wohl schwer weil ich mich ja nicht aus den USA aus bewerben kann (Einstellungstest, Bewerbungs Gespräch, etc.). Das zerbricht mir echt den Kopf die letzen Monate.

:frowning:
Snickers

Hallo Snickers,
die Lösung ist denkbar einfach: Du bewirbst dich für das nächste Jahr, BEVOR du fliegst. Und jeder wird Verständnis haben, dass du ins Ausland gehst. Das wird dir eher einen Bonus einbringen.
Und es ist definitiv möglich, sich auch aus dem Ausland zu bewerben, wenn es bis dahin nicht geklappt hat. Eine Freundin von mir hat sich auch aus dem Ausland einen Ausbildungsplatz gesucht.

Liebe Grüße,
Wiebke

Also du meinst im meinen Fall, das ich mich für den Ausbildungsbegin für 2015 schon 2 Jahre früher (Also ganz normal wie zum Beginn in 2014 nur eben für 2015) bewerben soll?

Sommerferien <-- Bewerbungen
13/14 10. Klasse
14/15 ATJ
September 20015 Ausbildungsbeginn

Genau! Das war, was ich meinte. :slight_smile:

Hi du könntset auch ein FSJ ( Freiwilliges soziales Jahr) machen. Ich arbeite sehr viel mit FSJler zusammen und sie sind devinitiv froh , dass sie das an die Schule angehängt haben. Es sieht auch gut im Lebenslauf aus und unsere FSJler erzählen immer, sie hätten in diesem JAhr sooo viel gelernt.
In dieser Zeit kannst du dich in aller Ruhe bewerben, für Bewerbungsbespräche bekommst du frei.
FSJler werden in den verschiedensten Bereichen eingesetzt. MAn kann auch sein FSJ im Ausland machen. Einfach bei google “fsj im Ausland” eingeben. viel Spass beim Recherchieren.
grundsätzlich würde ich als Mutter von 3 Exchangekids IMMER die 10 Monate empfehlen.
Gruß!!

Hallo :slight_smile:

Ich hoffe ich kann dir auch mit meiner erfahrung helfen, auch wenn ich nicht in amerika war. Ich war knapp 3 Monate in Ecuador und hatte eine super zeit. zu den gastfamilien: gib dich einfach ganz natürlich wie du bist, verstell dich nicht und sei vor allem offen für neues. frag alles was dich interesiert, die chance bekommst du nicht nochmal! Ich muss sagen, ich hatte auch sehr glück mit meiner gastfamilie, wir haben sehr viel zusammen unternommen, sie haben mich gefragt, was ich machen möchte und haben mir auch vorschläge gemacht und so waren wir jedes WE unterwegs. Neben der Schule hab ich als Sport dort Volleyball gespielt. vor dem besuch würde mich vor allem über das land informieren und wenn du eine gastfamilie hast, sie nach ihren interessen fragen und dich vielleicht darüber informnieren, damit du auch etwas mitreden kannst, so hab ich das gemacht und dadurch entstanden super gesprächsthemen. einen kurs würde ich nicht machen, denn du bist ja in dem land um die sprache zu lernen und dazu brauchst du keinen kurs, es erwartet ja keiner von dir dass du es super sprichst. ich würde dir generell raten, ganz offen in die sache rein zu gehen und dich einfach überraschen zu lassen. Hilfe bekommt man übrigens vom staat zum beispiel durch auslandsbafög, aber ich denke das ist viel papierkram und umstandlich. ein andere möglichkeit wäre ein stipendium, doch dafür musst du dich schon besonders anstrengen :slight_smile:

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen :slight_smile: