Unser Sohn will für ein halbes Jahr in die USA

#1

Hallo,
mein Sohn möchte nächstes Jahr für ein halbes Jahr in die USA. Wir sind gerade dabei die verschiedenen Organisationen durchzuarbeiten um Vor- und Nachteile aufzulisten. Bislang finden wir AIFS, EF und iST nicht schlecht. Uns ist nicht ganz klar wie die Gastfamilien ermittelt werden und ob diese Geld für Ihre Aufwendungen (Essen, Trinken,…) bekommen oder ob es ganz auf freiwilliger Basis ist. Einige Organisationen drücken sich teilweise schwammig aus. Uns ist es wichtig das unser Sohn gut aufgehoben ist und die Gastfamilie bemüht ist seinen Aufenthalt so toll wie möglich zu gestalten.
Kann mir jemand seine Erfahrungen mit den Organisationen AIFS bzw. EF mitteilen.
Desweiteren gibt es ein paar gemeinnützige Organisationen, diese rufen jedoch den gleichen Kostenfaktor auf wie Unternehmen die sich darauf spezialisiert haben.
Gruß Rainer

#2

Was meinst Du mit “Die Gastfamilie soll seinen Aufenthalt so toll wie möglich gestalten”??
Eine Gastfamilie lädt Deinen Sohn in Ihren A l l t a g ein!!!Sie plagt sich ein halbes Jahr mit seinen Fehlern und Macken und hat hoffentlich etwas Spass daran, seine Entwicklung zu sehen und unterstützt!
Dein Sohn muss seinen Aufenthalt gestalten!
Gastfamilien in den USA erhalten kein Geld, es sei denn du suchst ein spezielles Programm aus(Regionenwahl, Privatschule etc.)
Es gibt Partnerorg in den USA, die die Gastfamilien- und Schulsuche und die Schülerbetreuung übernehmen.
LG CharlyGolf

#3

Hi,
mit toll meine ich halt, sich auch mal mit Ihm auseinandersetzten oder etwas unternehmen.
Umgekehrt würden wir ja auch einem Austauschschüler möglichst viele Eindrücke unseres Landes zeigen wollen
Gruß

#4

Was heisst Du würdest wollen? Warum machst Du es nicht?
Du hast Org. ausgesucht, die aus Gewinn-Gründen kein Inboundprogramm haben bzw dieses abgeschafft haben…
Ich meine z.B. Ich bin Gastmutter und seit 6Uhr aufgestanden, hab gekocht, bin gejoggt und kurz einkaufen gefahren.Seit 9Uhr ist der Frühstückstisch gedeckt, ich hab nun auch schon gefrühstückt. Gerne hätte ich meinen beiden Gastkindern gezeigt, wie toll es morgens im Wald ist, wo man schöne Frühstücksbrötchen kaufen kann und gern hätt ich auch die deutsche Frühstückskultur mit Ihnen geteilt. Nun würd ich jetzt was mit denen unternehmen,z.B.den Kreuzberg erklimmen oder Federball spielen- aber sie schlafen noch.
Um 13Uhr muss ich zur Arbeit.
Bin ich eine gute Gastfamilie???Gestalte ich den Aufenthalt der Gastkinder so toll wie möglich??Sie werden sich möglicherweise beschweren bei Ihren Eltern, dass es heute so langweilig ist…oder?
LG

#5

Hey RLinke,
zu deiner Eigentlichen Frage. Ich war selber mit keinem der von dir genannten Anbieter weg sondern mit Ehighschool aber ein Freund von mir war mit EF weg und durchaus sehr zufrieden. Wenn es konkrete Frage gibt stellt doch einen Fragenkatalog zusammen und schickt diesen an die Anbieter aus der engeren Auswahl :slight_smile:

#6

Hallo Rainer, unsere Tochter geht in fünf Wochen mit EF für ein Jahr nach Texas. Wir können diese Organisation wirklich sehr empfehlen! Im Dezember 2017 beworben, im Januar schon die Gastfamilie gefunden. Den Ort und den Namen haben wir aber erst Anfang März erhalten, da sie noch geprüft wurden. Letze Woche hatten wir das Glück, diese in Deutschland zu treffen. Die Familien in den USA bekommen kein Geld. Sie stellen dem Gastkind eine Unterkunft und tägliche Mahlzeiten bereit. Wir hatten großes Glück mit der Host Family! Diese fliegt heute zurück nach Texas, um die Ankunft unserer Tochter vorzubereiten. Sie möchten ihr natürlich ganz viel von ihrem Land zeigen. EF hat sie sorgfältig ausgesucht, denn sie erzählten, dass sie ein polizeiliches Führungszeugnis abgeben mussten. Sogar die Chefs und Nachbarn der beiden wurden befragt. Sie haben sogar die gleichen Interessen und Hobbys!!! Nun kann das Jahr ihres Lebens beginnen!!! Liebe Grüße Susann

#7

Hallo danke,
dass hört sich gut an. So etwas wünscht man sich.

Gruß
Rainer

#8

EF ist halt auch um einiges teuer.
Kommt auch immer drauf an was einem wichtig ist.
Ein ganz wichtiger Punkt ist was hast du für ein Gefühl bei den Orgas, wie reagieren die auf Anfragen usw. Hört sich doof an aber wenn du schon beim Gespräch denkst boor die können mir meine Fragen nicht beantworten. Oder ich bin bei denen nur eine Anonyme Nummer die durchgeschleust werden soll dann ist das einfach Mist…
Genau solche Orgas können (oder wollen) dir dann auch nacher bei Problemen nicht helfen etc.
Und es gibt immer Probleme! Ist ja auch normal… Wenn dein Kind in Deutschland nen halbes Jahr ist gibts auch zich Probleme :wink:

#9

Hallo,

meine Tochter bricht jetzt nach etwas über 2 Monaten ihr Austauschjahr ab. Der Hintergrund lässt sich zielich deutlich zusammenfassen: die Organisation in den USA hat eine völlig ungeeignete Gastfamilie ausgesucht (alleinerziehende Mutter, die unter Angstzuständen und Depressionen leidet und dagegen Tabletten nimmt, deren Tochter gerade ins College ausgezogen ist und die unter Geldsorgen leidet Eeek Eeek) Meine Tochter wurde nicht nur nicht in die Familie aufgenommen, sondern quasi ignoriert und im Wesentlichen nur geschaut, was sie denn alles isst, weil das ja Geld kostet. “Eine Familie sind wir nicht mehr - hier macht jeder sein Ding!”

Zusammen mit einer unsäglichen Beteuerin, die eher die Positionen der Gastmutter vertrat und unsere Tochter unter Druck gesetzt hat und mit dem obligatorischen Heimweh ist es darauf hinausgelaufen, dass keine Kraft mehr übrig blieb und sie nach Hause kommen will/muss/soll.

Mir ist klar, dass es ziemlich schwierig sein wird, von der Organisation - die deutsche ist OK, die amrikanische eben nicht - wenigstens etwas von dem bezahlten Geld zurück zu bekommen.

Hat da jemand Erfahrung? Kann man sich an jemanden wenden, der so etwas schon einmal gemacht hat?