Uncomftable! Friends?


#1

Heyyy guys, ich bin grade mitten in meinem auslandsjahr und leider immoment nicht so happy. Meine gastschwester und ich teilen uns einen raum und immer wenn ihre freunde rüber kommen und hier übernachten ists für mich total unangenehm da ich die ja überhaupt nicht kenne. Ich fühle mich dann immer wie das 3. Rad am wagen. Das nächste problem ist das ich persönlich hier in amerika bisher immernoch keine richtigen engen freunde gefunden habe mit denen ich auch am wochenende was machen kann. Klar ich habe in der schule leute mit denen ich reden kann usw aber an den wochenenden hab ich nie was zu tun und bin eher allein. Könnt ihr mir iwie tipps geben oder helfen?


#2

Hallo,

ich kann gut nachvollziehen, dass du dich unwohl fühlst, wenn “Fremde” in deiner Familie übernachten. Allerdings sind diese Fremden für deine Gastschwester ja alles andere als fremd und ich sehe es an dir, dich an diese Situation gewöhnen zu müssen. Du kannst m. E. nicht erwarten, dass sie das für dich abstellt, denn einen Schaden fügt sie dir ja nicht zu, macht einfach nur etwas, was sie gerne hat. M. E. kannst du nur versuchen über eine eigene Einstellungsänderung dahin zu kommen, dass du dich mit diesen Besuche®n arrangierst, selbst wenn du es nicht schaffen solltest, sie toll zu finden. Wenn du dich mit deiner Gastschwester gut verstehst könntest du es auch mal ansprechen, dass du dir dann immer komisch vorkommst. Vielleicht hat sie ja eine Idee, was man ändern könnte, damit du dich nicht mehr ganz so fehl am Platz fühlst. Womöglich drückt sich dein Unwohlsein in etwas aus, das sie gar als Ablehnung empfindet und du bleibst deshalb außen vor?

Helfen könnte dir m. E. allerdings auch die Lösung deines 2. Problems, denn wenn du selber an anderer Stelle Freunde findest, mit und bei denen du dich wohlfühlst, stört dich vielleicht die Freundin deiner Gastschwester gar nicht mehr so arg.

Dass es eine Zeit braucht, in einem Austauschjahr erst einmal anzukommen und ein Wohlgefühl zu entwickeln liegt wohl in der Natur der Sache, dass zunächst alles fremd ist und man sich annähern muss. Du schreibst ja nicht, wie lange du bereits in den USA bist, es scheint aber doch schon eine Weile zu sein.
Wenn du dann immer noch keine feste(re)n Freunde gefunden hast könnte das daran liegen, dass du selber dafür zu wenig getan hast. Vermutlich steht dir nicht auf der Stirn geschrieben, dass du insbesondere fürs Wochenende Freunde suchst. Hast du schon mal versucht, dich gezielt mit jemandem zu verabreden? Bestimmt gibt es doch in der Schule jemanden, der dir sehr sympathisch ist. Frag doch da einfach mal nach. Ich würde da durchaus auch mit offenen Karten spielen. “Ich fühl mich hier noch ein bisschen einsam. Da ich dich sehr sympathisch finde wollte ich mal fragen, ob du vielleicht Lust hast, am Wochenende mal x mit mir zu unternehmen.” Und selbst wenn es nicht auf Anhieb klappt solltest du am Ball bleiben und nicht resignieren. Es wird sonst niemand an eurer Tür klopfen und dir mitteilen, er habe gerochen, dass du alleine bist. Hier ist eindeutig Eigeninitiative gefragt.

Wenn es dir schwer fällt, mit so etwas gezielt auf andere zuzugehen, dann würde ich den Weg über einen Sportverein (am besten eine Gruppensportart) und die sich dort ergebenden Kontakte suchen. Vielleicht sprichst du darüber auch einmal offen mit deiner Gastfamilie. Wenn du dich gut mit denen verstehst haben die bestimmt auch Ideen…

Ich drück die Daumen, dass es bald besser läuft für dich und die Zeit der Einsamkeit ein Ende nimmt…

Viele Grüße