momentan denke ich über ein Jahr im Ausland nach, nach meiner Ausbildung. Da ich allerdings erst 2011 meinen Quali gemacht habe und bis 2014 in der Ausbildung zum Landschaftsgärtner stecke, wäre ich erst im Alter von 19 dazu in der Lage einen Schüleraustausch zu machen, was allerdings schon wieder zu alt ist.
Normal hatte ich geplant nach der Ausbildung auf ein Gymnasium zu gehen, da ich durch die Ausbildung meine mittlere Reife hätte, aber ein Schuljahr in Japan würde mich einfach viel mehr reizen, als eines in hier in Deutschland.
Wäre dies überhaupt möglich?
Wäre die Bildungslücke von Quali + mittlere Reife durch Berufsschule zu groß, so dass es selbst mit Anstrengung zu schwer wäre? (Bin nun bei weitem nicht der dümmste, aber was man in 1-2 Jahren nunmal nicht gelernt hat, kann man nicht herbeizaubern)
Welche Organisationen würden einen 19jährigen vermitteln?
Gäbe es alternative Wege um ein Schuljahr in Japan zu verbringen?
Wie oben schon geschrieben, spricht es mich eben einfach mehr an, als eines in Deutschland.
Nun, da mir doch so viele geantwortet haben, habe ich gestern einfach mal eine Orga kontaktiert und nachgefragt. Leider kamen keine gezielten Antworten, sondern nur, dass ihre Partner keine Schüler über 18,5 Jahren aufnehmen würden.
Toll, soweit war ich vorher auch schon!
Ich habe gelesen, dass das am Visum liegt, welches man logischerweise benötigt. Doch, kann man nicht einfach ein Visum für die Altersklasse über 18,5 beantragen oder wo liegt da der Haken?
Hallo,
ich kenne mich ehrlich gesagt nicht mit Japan aus, und kann dir die Frage nur in Bezug auf andere Länder (z.B. USA) beantworten. In der Regel ist es so, dass in der Schule ein einigermaßen homogenes Klima gewünscht wird, was das Alter angeht. In den meisten Ländern machen Schüler im Alter von 18 ihren Abschluss. Da würde jemand, der schon 19 bei Einreise ist, ja fast 2 Jahre älter sein als der Durchschnitt. Abgesehen davon hat jemand, der schon älter ist, oft mehr Schulbildung und würde sich vllt. im Unterricht langweilen bzw. ‘vorspreschen’. Im Ergebnis wurde so entschieden, dass ein Schüleraustausch nur bis 18,5 (maßgeblich ist der Zeitpunkt der Einreise) möglich sein soll. Da hilft also auch ein andere Visum nichts.
Wenn du ins Ausland möchtest, müsstest du also an ein College gehen. Die Kosten sind leider nur beträchtlich höher. Dafür kann man dann ein Studienvisum beantragen.
In vielen Ländern kann man abgesehen von einem Akademischen Jahr aber auch Work&Travel machen. Das ist oft ohne Organisation möglich, und wenn du eine abgeschlossene Ausbildung hast, findest du sicherlich auch schneller Jobs. Ist zwar nicht das gleiche wie ein Schüleraustausch, aber auf jeden Fall besser als gar kein Auslandsjahr.
Ansonsten kann ich dir nur empfehlen, das Gespräch mit deinem Chef zu suchen und die Situation zu erklären. Vielleicht ist er ja bereit, die Ausbildungszeit zu verkürzen, soweit du die nötigen Noten dafür hast?
Persönlich finde ich den Altersunterschied nun nicht so schlimm, da ich meine letzten 2 Schuljahre auch mit teilweise 2 Jahre älteren Mitschülern in der Klasse absolviert habe, verstehe allerdings auch die andere Seite aus Sicht der Schule.
Allerdings würde das mit der Schulbildung nunmal nicht auf mich zutreffen, da ich mit beendeter Ausbildung nunmal “nur” mittlere Reife besitzen würde, trotz dem Alter von 19.
Dies würde ungefähr den Bildungsstandes eines 16/17 jährigen wiederspiegeln.
Die Ausbildungsverkürzung hätte ich mit meinem Chef besprechen müssen, bevor ich den Vertrag unterschrieb, da dann das erste Berufsschuljahr gleich Blockunterricht wäre, welche ich jetzt erst im 2. Ausbildungsjahr habe.
Wenn ich das jetzt aber richtig verstanden habe, könnte ich selbst mit, sagen wir 18,3 (:D) noch ein Jahr ins Ausland, solange ich zum Zeitpunkt der Einreise noch keine 18,5 bin?
Anscheinend werde ich mich wirklich einmal an meinen Chef wenden. Zwar wäre es von den Noten sicher möglich (Schnitt irgendwo zwischen 1,4 bis 1,7) denke aber kaum, dass es jetzt noch sinnvoll ist (2/3 des ersten Ausbildungsjahres sind ja schon rum)
Bin gerade auf Sprachkurse/reisen und auf dein besagtes Work&Travel gestoßen,
kennst du dich da etwas aus?
Steckt man bei diesen Sprachkursen auch 5 T/Woche in der Schule oder wie vebringt man dort die Zeit?
Vorallem, wie finanziert man diese? Komplett aus eigener Tasche oder gibt es dort auch Stipendien o.Ä?
Werde aufjedenfall nicht so leicht aufgeben, nur weil ich ein halbes Jahr Älter wäre als es “zugelassen” ist. Hoffe du verstehst meine Einstellung
Vielleicht wäre für dich auch ein Freiwilligendienst interessant. Durch die Veränderung des Zivildienstes gibt es dort auch Fördermittel für nicht Entwicklungsländer. Mit einer fertigen Ausbildung hast du bei den Orgas da jedenfalls ganz gute Chancen. Evt. gibt es auch Möglichkeiten ein längeres Praktikum zu machen.
Hallo,
für Work&Travel und Sprachschulen gibt es leider keine Stipendien. Wie oft du bei einem Sprachkurs in der Schule bist, hängt dabei natürlich von dem gebuchten Kurs ab.
Die Selbstfinanzierung ist bei einem Work&Travel Jahr aber regelmäßig unproblematischer als bei einem ATJ. Du brauchst nämlich nicht unbedingt eine Organisation. Wie gesagt, ich kenne mich mit Japan nicht aus, aber für Australien und Neuseeland kannst du für ca. 40€ ein einjähriges Work&Travel Arbeitsvisum erhalten und einen Flug kannst du auch selbst buchen. Dann kannst du dir vor Ort (oder auch schon vorab) eine Sprachschule, Unterkunft und Arbeit nach deinen Vorstellungen suchen. Da du dann Landschaftsgärtner bist, käme ja evtl. auch WWOOF infrage? (“Willing Workers on Organic Farms”; Kost&Logis gegen Arbeitsleistung)
Ich bin sicher, die Einreise nach Japan ist visumstechnisch nicht viel schwieriger als AUS&NZ.
Ich glaube das Problem mit dem Alter und der “falschen” schulischen Situation haben viele (beim Austausch und auch bei Au-Pair u.ä.) Eine Alternative sind noch Sprachaufenthalte, zb in den USA. Soweit ich weiss benötigt man da kein Abitur o.ä. Man muss es halt bezahlen können. Aber wenn man sich zb in der Ausbildung ein bisschen was anspart, die Eltern einen unterstützen und man vielleicht sogar dort einen kleinen Job findet dürfte das eigentlich gehen. Hat zudem den Vorteil, dass man die Sprache wirklich lernt und automatisch mit anderen Leuten zusammen ist. Und vielleicht ist es mit 19 oder 20 ja auch wirklich angenehmer mal ein bisschen anderen Unterricht kennenzulernen.
Da meine Mit-Azubine ein WWOOF-Jahr hinter sich hat, hatte ich darüber schon bissel etwas gehört, bin aber nicht so davon begeistert. (Trotz Ausbildung als Landschaftsgärtner, aber zwischen dem Leben auf einer Farm und dem Anlegen von Gärten und Bewässerungsanlagen liegen doch wieder Welten)
Ich werde nun noch einmal paar Orgas anschreiben, wie es mit einem Schüleraustausch aussehen würde, sollte ich nichts finden, werde ich mich wohl oder übel mit einem 2-3 monatigem Sprachkurs und Work&Travel zufrieden geben müssen.
Hallo,
hattest du jeweils auch gesagt, dass es um Japan geht? Ich bin am Wochenende auf einem Orientation Meeting und frage dann mal die Mitarbeiter, wie die Regeln bei EF aussehen.
Jap, habe ich. Vor wenigen Minuten sogar schon eine Antwort bekommen und anscheinend liegt in Japan das Höchstalter für ein ATJ bei 17,11 Jahren, zumindest bei ihren Partnern. Ob man das alles Privat irgendwie bewerkstelligen kann, konnte mir die Dame aber auch nicht beantworten.