Schüleraustausch: USA-Nachfrage stagniert, Interesse an anderen Ländern steigt

Ein Schüleraustausch in den USA war jahrelang Spitzenreiter bei deutschen Austauschschülern. Erstmals geändert hat sich der Trend nach dem 11. September. Im Jahr 2001 brach die Teilnehmerzahl um etwa ein Drittel ein. Seitdem ist die Anzahl wieder kontinuierlich gestiegen, im Jahr 2008 gingen rund 8.200 Schüler für ein Schuljahr in die USA.

Die Zahl derer, die die Schulbank für ein Jahr in anderen Ländern drücken, ist allerdings in den vergangenen Jahren stark gestiegen und in 2008 auf 6.800 Teilnehmer angewachsen. Gründe dafür sind:
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[]USA-Müdigkeit (vor allem durch die Bush-Politik der vergangenen Jahre)
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]USA-Plätze werden knapper (weniger Visa, durch die Wirtschaftskrise sind weniger Gastfamilien bereit, einen Schüler aufzunehmen)
[]vor allem englischsprachige Alternativen als Austauschland stehen hoch im Kurs (Australien, Neuseeland, Südafrika), aber auch das Interesse an Asien steigt an
[
]für osteuropäische Austauschländer gibt es große Stipendientöpfe, so dass die Schüler finanziell nicht so stark belastet sind
[*]wohlhabende deutsche Familien wollen maßgeschneiderte Programme und wechseln zu hochpreisigen Privatschulaufenthalten (vorwiegend Australien, Neuseeland)
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Die Teilnehmerzahlen deutscher Schüler im Vergleich:

USA
(Schuljahr/Teilnehmer)
2003-04: 8.500
2004-05: 6.700
2005-06: 7.500
2006-07: 7.900
2007-08: 8.000
2008-09: 8.200

Andere Länder
(Jahr/Teilnehmer)
2003-04: 2.300
2004-05: 2.700
2005-06: 3.500
2006-07: 4.100
2007-08: 5.000
2008-09: 6.800
(Quelle: www.schueleraustausch.de Recherchen-Verlag)

vor allem englischsprachige Alternativen als Austauschland stehen hoch im Kurs (Australien, Neuseeland, Südafrika), aber auch das Interesse an Asien steigt an

Klar, das Interesse ist da, aber es muss ja auch irgendwie finanziert werden :(. Und Australien und Neuseeland ist für normale Arbeitnehmer einfach nicht finanzierbar :(. Und Stipendien gibt es für diese Länder leider nicht.
Und wenn man dann sieht, dass man für den Preis 3 Monate Australien/Neuseeland ein ganzes Jahr in die USA gehen kann, denke ich, dass die USA aufgrund der allgemeinen Wirtschaftskrise wieder ansteigen wird.

Viele Grüsse

Kirsten

Hallo,

interessant fand ich vor allem die Anzahl der Schüler, die in die USA gehen. Ich habe immer gedacht, dass hier deutlich mehr Schüler (ca. 12000) gehen.

Christine

Ach ja. Kirsten, ich persönlich glaube nicht, dass aufgrund der Finanzkrise USA ansteigen wird und zwar aufgrund der geringeren Anzahl an amerikanischen Familien, die bereit sind, in den schweren Zeiten, einen ausländischen Schüler aufzunehmen.

Des Weiteren muss ein Aufenthalt in Neuseeland (z.B.) nicht teurer sein. So zahle ich für meine Tochter bei juststudies ca. 5500 Euro (ohne Flug) für einen 6 monatigen Aufenthalt in Neuseeland. In den USA würde ein 5 monatiger Aufenthalt bestimmt das gleiche kosten.

Was ich sagen möchte ist, der derzeitige Wechselkurs lädt gerade dazu ein, Orgnisationen zu wählen, die Direktpreise anbieten UND nach Neuseeland, Australien oder UK zu gehen.

Christine

Hallo Kirsten
ich habe gerade gesehen, dass es bei meiner organisation (eurovacances) jetzt wohl ganz neu teilstipendien für neuseeland gibt, ich glaube so um die 2000 Euro bekommt man dann… :slight_smile: