Schlechte Erfahrung Kulturwerke Deutschland

Meine schlechte Erfahrung mit Kulturwerke Deutschland

Ich schreibe diese Bewertung als Mutter, weil ich andere Eltern davor bewahren möchte, möglicherweise die gleiche Erfahrung zu machen wie wir.

Für das Schuljahr 2026/27 haben wir für unseren Sohn das Premium Programm mit fünf Wunschstädten beziehungsweise Wunschregionen gebucht. Wir haben uns bewusst für diese teurere Variante entschieden und insgesamt 13.700 Euro bezahlt.

Uns wurde unter anderem ein Stipendium in Höhe von 2.000 Euro im Zusammenhang mit dem J1 Programm in Aussicht gestellt. Außerdem war ein viertägiges Camp in New York bei der Ankunft vorgesehen, das zusätzlich mit rund 700 Euro berechnet wurde.

Leider war die Kommunikation von Anfang an sehr schwierig. Wir hatten immer wieder unterschiedliche Ansprechpartner. Bei Fragen mussten wir häufig erst einen Telefontermin vereinbaren, der teilweise erst Tage später möglich war. Einen festen Ansprechpartner und schnelle, verlässliche Antworten haben wir vermisst.

Das größte Problem ist jedoch die aktuelle Situation:

Unser Sohn hat bis heute weder einen Schulplatz noch eine Gastfamilie.

In mehreren unserer Wunschregionen hat das Schuljahr bereits begonnen. Die Zeit läuft uns davon.

Ich habe in den letzten Tagen versucht, gemeinsam mit dem Geschäftsführer, Herrn Dumbeck, eine Lösung zu finden. Uns wurde mitgeteilt, dass im Vertrag als Programmstart „01.08. bis September“ angegeben sei und wir deshalb bis zum 1. September warten sollen. Erst danach könne über eine mögliche Rückerstattung gesprochen werden.

Für mich als Mutter ist das sehr belastend. Mit jedem weiteren Tag verlieren wir die Möglichkeit, unseren Sohn rechtzeitig über eine andere Organisation oder ein anderes Programm unterzubringen.

Es geht nicht nur um 13.700 Euro, sondern auch um die verlorene Zeit, die wir nicht zurückbekommen.

Wir haben uns bewusst für das Premium Programm mit fünf Wunschregionen entschieden, weil wir eine passende Schule, eine passende Gastfamilie und ein gut organisiertes Austauschjahr für unseren Sohn wollten.

Aktuell wissen wir jedoch nicht einmal, wo unser Sohn zur Schule gehen oder wohnen wird. Auch weitere Leistungen wie das angekündigte New York Camp stehen für uns inzwischen infrage.

Ich habe daher einen Termin bei der Verbraucherzentrale vereinbart und werde mich dort über unsere Rechte informieren. Falls nötig, werde ich auch einen Rechtsanwalt einschalten.

Ich hoffe sehr, dass wir unser Geld zurückerhalten. Noch mehr bedauere ich jedoch, dass uns durch das Warten möglicherweise die Chance genommen wird, rechtzeitig eine gute Alternative für unseren Sohn zu finden.

Nach dieser Erfahrung würde ich Kulturwerke Deutschland persönlich nicht weiterempfehlen und mein eigenes Kind nicht noch einmal über diese Organisation ins Ausland schicken.

Ich möchte anderen Eltern und Jugendlichen ersparen, was wir gerade erleben.

Kremena Todorova
Mutter