Die Variante Juli 26 - Juli 27 ist absolut machbar. Er hätte natürlich die langen Sommerferien ab Dezember bis Ende Januar 27, aber je nach Gastfamilie würde er vielleicht auch mit der Familie zusammen Ferien verbringen.
Dass ihr ihn besuchen wollt und zusammen reisen wollt, ist für euch vom Zeitpunkt her perfekt, da es der Beginn des neuseeländischen Sommers ist. Einzig zu bedenken gäbe es den Aspekt „Heimweh“: So ein Besuch mitten während des Aufenthaltes könnte auch schon mal das Heimweh verstärken, wenn die Familie dann wieder Richtung Deutschland aufbricht, aber grundsätzlich ist es deutlich schöner, im Sommer zu reisen, als im Juli, wo um 16.30 die Dunkelheit einbricht und es auch deutlich kühler ist. Für die Planung ab Juli 2026 hättet ihr noch genau ein Jahr, was natürlich auch perfekt ist.
Wie hier schon geschrieben ist der Dezember ja dort Sommer und wenn man sein Kind in der Zeit besucht, dann ist dies sicher gut. Bedenkt aber, dass dies auch für die Leute in NZ die Haupturlaubs/-reisezeit ist. Unsere Tochter war nur einen Term (1) in Neuseeland und wir haben im Anschluss sie abgeholt und eine Rundreise auf der Südinsel gemacht; dies passte von den Osterferien sehr gut. 2 Terms wäre aber sicher besser gewesen. 3 Terms (also 1-3) ist etwas blöd, weil das Kind dann gar keine richtigen Sommerferien hat. Der 4. Term ist der Prüfungsterm und meist nicht so geeignet für AustauschschülerInnen, aber geht natürlich auch und klar geht auch 3. Term bis 2. Term im Folgejahr.
Bzgl. mit der Gastfamilie in den Urlaub fahren: 2/3 der Gastfamilien machen dies wegen des Geldes (also +/- 200 Euro pro Woche…) und dies ist nicht sonderlich viel Geld. Wenn man sich vorstellt was so ein Urlaub kostet (man geht zB Essen und da zahlt man natürlich für den Gastschüler mit usw.), dann wäre ich hier doch recht skeptisch.
Anderseits, unsere Tochter war zwar im Internet, aber auch da brauchst Du einen Caregiver. Im Übrigen war das Internat an einigen Wochenenden „geschlossen“ und da übernachtet das Kind beim Caregiver. Dies war in unserem Fall eine alleinstehende Mutter mit zwei Kindern und die haben unsere Tochter und eine weitere Gastschülerin aufgenommen. Die Familie war sehr wohlhabend (riesen Haus, + Ferienhaus + Jacht usw.) und haben sich super um die Mädchen gekümmert, immer alles bezahlt, auf (Sport-)Events mitgenommen und an einigen Wochenende haben diese dort übernachtet. Das andere Mädchen wurde in diesem Sinne auch ganz selbstverständlich mit in den Urlaub genommen und die beiden auch zu allen möglichen Events von der Schule abgeholt. Mit anderen Worten, es kann so oder so laufen. Dumm ist nur, dass vorher nicht bekannt ist wie es läuft.
Hallo Ruth,
unser Sohn ist jetzt seit drei Monaten in Neuseeland. Er bleibt insgesamt 1 Jahr von Juli bis Juli. Er hat vorher die 10. Klasse in Berlin abgeschlossen und beginnt die 11. Klasse ein Jahr später. Für ihn war das seit der ersten Infoveranstaltung vom Zeitraum so klar - nur das Land hat sich im Informationsprozess geändert.
Zum Thema Agenturen möchte ich sagen, dass uns alle Gespräche irgendetwas gebracht haben - insbesondere für die Schulauswahl. Der begleitete Gruppenflug samt Soft-Landing-Camp und ein gutes Gefühl für eine Vor-Ort Betreuung, falls Dinge mal nicht so laufen, wie geplant, haben letztendlich den Ausschlag für eine Agentur gegeben. Die Kosten fand ich dabei transparent und es wurde auch klar formuliert, dass die Gastfamilien in Neuseeland an den Schulen angedockt sind und auch von diesen ausgewählt werden. Einen Einfluss auf die Auswahl der Gastfamilie hat in Neuseeland meines Erachtens keine Agentur. Da bekommt man auch schnell ein Gefühl, auf welche Art und Weise die Agenturen versuchen, ihre Dienstleistung zu verkaufen.
Wer Zeit hat, sich Informationen selbst zu beschaffen und keinen begleiteten Flug benötigt, kann in Neuseeland aber auch gut ohne Agentur klarkommen. Auch jetzt kommunizieren wir immer wieder direkt mit dem International Coordinater der Schule.
Zum Thema Urlaub: Die Gastfamilie nimmt unseren Sohn im Dezember mit in Ihren Sommerurlaub (in den Osterferien auch) und wir besuchen die Gastfamilie im Januar und werden dann auch ca. 3 Wochen mit unserem Sohn zusammen durch Neuseeland reisen. Das haben wir aber erst so geplant, nachdem er dort angekommem ist und wir behutsam mal nach den Plänen der Gastfamilie in Bezug auf die Ferien gefragt haben. Es kommt neben der Gastfamilie auch stark aufs Kind an, ob ein Besuch gewollt ist oder in Bezug auf Heimweh kontraproduktiv sein könnte.
Diesen Absatz von BB69 verstehe ich nicht.
“Bzgl. mit der Gastfamilie in den Urlaub fahren: 2/3 der Gastfamilien machen dies wegen des Geldes (also +/- 200 Euro pro Woche…) und dies ist nicht sonderlich viel Geld. Wenn man sich vorstellt was so ein Urlaub kostet (man geht zB Essen und da zahlt man natürlich für den Gastschüler mit usw.), dann wäre ich hier doch recht skeptisch.”
Bei uns hat die Gastfamilie die von uns zu zahlenden Mehrkosten klar kommuniziert und wir und unser Sohn entscheiden, ob er mitfahren will oder ob er für die Zeit in einer anderen Gastfamilie bleibt. Bei dem einen Urlaub tragen wir nur seine Flugkosten, beim zweiten ist es aufgrund der Unterbringung ein bisschen mehr. Aber komplett transparent und logisch, dass das nicht mit den regulären Kosten abgedeckt sein kann.
Zum Thema Schulauswahl: Von großen Schulen mit vielen deutschen Internationals wurde uns abgeraten. Auch ein persönlicher Erfahrungsbericht einer Schülerin hat uns bestätigt, das an diesen Schulen regelrecht deutsche Communities entstehen können und die Deutschen ggf. nur etwas unter sich unternehmen. Unser Sohn hat sich bei der Auswahl daher auf kleinere Schulen fokussiert.
Hallo,
vielen Dank für die ausführlichen Berichte…
mein Sohn hat sich jetzt selbst entschieden, dass er von Januar bis Juli geht, und er geht an ein kleines College mit nur ca 600 Schülern. In den Osterferien dort wird er eine begleitete Süd- und Nordinseltour machen, um ganz viel von der Insel zu sehen.
Insofern wird sich da für uns die Gastfamilienferienfrage gar nicht stellen;)
Im Sommer kommt er alleine zurück, und ich kann mir vorstellen, dass wir gemeinsam mit ihm vielleicht als Familie nochmal zum Abi eine ausführliche NZ Reise unternehmen;)
Prima, dass ihr eine Lösung gefunden habt. Wenn die Schule schon fest steht, vermute ich, dass er im Januar 26 startet, also in der 10.2, oder? Darf ich fragen, ob es die Nord- oder Südinsel wird?
Hallo,
mein Sohn wird in den Norden der Südinsel, also nach Nelson gehen, genau, und er startet im Januar mit einem begleiteten Gruppenflug (war mir tatsächlich so lieber, weil wir uns ja so gar nicht auskennen;))
Er hat sich auch für eine ganz kleine Schule entschieden, sie nehmen nur 23 Internationals auf, davon sind insgesamt eine Handvoll Deutsche…
Wenn Du noch mehr Tips hast, ich bin für alles dankbar;)
Wie habt Ihr das mit der Simkarte/Handy gelöst?
Viele Grüsse!
Unser Sohn ist auch mit einem begleiteten Gruppenflug angereist. Die Gruppe ist dann im Flughafen in Auckland zu einem Mobilfunkshop von 2degrees gegangen um Prepaid Karten zu kaufen. Es gibt dort Prepaid Monthly Plans für 35-65 NZD je nach benötigtem Datenvolumen. Zusätzlich war auch im Begrüßungspaket der Schule eine SIM mit 100 MB Start-Datenvolumen von einem anderen Anbieter - die hat er aber nicht mehr verwendet, da er die neuseeländische Telefonnummer von 2degrees schon rumgeschickt hatte und nicht mehr wechseln wollte.
Hallo in die Runde,
ich bin neu hier. Meine Tochter ist gerade 14 geworden und ist in der 9. Klasse. Sie möchte unbedingt ein Jahr nach Neuseeland. Der Haken: sie hat seit vier Jahren Typ-1-Diabetes.
Ich habe größtes Vertrauen in meine Tochter, sie managt die Krankheit völlig eigenständig und mit viel Verantwortung. Trotzdem bin ich etwas hilflos, und mache mir Sorgen, wie wir das gewuppt kriegen. Eine Schule zu finden, die das “erlaubt” und eine Familie, die das “mitmacht”.
Vielleicht gibt es jemanden, der sein Kind unter ähnlichen Umständen nach Neuseeland geschickt hat und uns da ein paar Tipps geben könnte?
Ich möchte ihr das unbedingt ermöglichen. Ich tendiere auch dazu, das eigenständig zu organisieren und nicht über eine Organisation, da ich alleinerziehend bin und das finanziell alleine auf die Beine stellen muss. Da sind ein paar Tausend Euro Ersparnis sehr willkommen..
Beste Grüße
Ly
Toll, danke für den ausführlichen Bericht Ich tendiere dazu, das ähnlich anzugehen.. Darf ich fragen, in welche Schule Dein Kind gegangen ist? Das klingt ja wirklich toll..
Hallo Lytoshi,
zum Thema Diabetes und Auslandsjahr kann ich direkt nichts beisteuern. Mein Sohn war von Juli 2025 bis Juli 2026 in Neusseland. Mit Blick auf die medizinische Versorgung allgemein und ggf. auch von Verfügbarkeit von Insulin oder Zubehör, würde ich empfehlen, euch auf Schulen in den drei großen Städten Auckland, Christchurch oder Wellington zu konzentrieren. Auch wenn du keine Organisation einbinden möchtest, könnten unverbindliche Beratungsgespräche mit Organisationen dir möglicherweise wertvolle Tipps zu diesem Thema geben.