unser hiesiges Gymnasium bietet über Ostern in Kooperation mit einer bekannten Austauschorganisation ein 3 wöchiges USA-“Ferienprogramm” an. Die Kinder wohnen in Gastfamilien in einer Kleinstadt an der Ostküste und gehen ca. 2 Wochen zur Highschool.
Die Orga hat bisher einigermaßen gut geklappt. Ich bin jedoch zu den widersprüchlichen Informationen zur Höhe des einzuplanenden Taschengelds irritiert. Zuletzt wurde uns eine Summe von 250,-€ pro Woche(!) als “absolutes Minimum” genannt - unabhängig von eventuellen Shoppingwünschen des eigenen Kindes. Sprich - man empfiehlt im Mittel vermutlich eine Summe von 900-1000€ insgesamt, wenn man nicht als knauserig gelten will.
Ehrlicherweise ist mir unklar, wie sich diese Summe errechnet, wenn die Kinder in Gastfamilien untergebracht sind und einen Großteil der Zeit zur Schule gehen. Natürlich sind die Lebenshaltungskosten aktuell in den USA recht hoch aber ich würde mal unterstellen, dass unser Kind nicht jeden Tag den $-Gegenwert von ~40€ ausgibt…
Wie sind eure Erfahrungen mit Taschengeldbedarf in den USA?
Hallo, das erscheint mir recht viel. Vor 2 Jahren waren es ca 300 Dollar im Monat, die wir überwiesen hatten. Allerdings war bei der Gastfamilie Essen ja auch drin. Wenn das on top kommt und vielleicht auch noch Ausgehen etc., dann ist es sicherlich recht knapp.
Aber: ihr gebt doch bestimmt eh eine Karte und nicht Bargeld mit - im Notfall überweist ihr halt noch was in Echtzeit, wenn das Kind gar nicht klar kommt. Das ist doch alles sehr unproblematisch geworden.
Man kann das nicht unbedingt mit einem längeren Schueleraustausch vergleichen. In nur drei Wochen will man natürlich möglichst viel sehen und unternehmen.
Vielleicht hat die Schule kostenpflichtige Angebote oder Ausflüge? Und die Gastfamilien werden nicht unbedingt bereit sein, viel zu investieren. Man muss damit rechnen, dass man auch da seinen Anteil an Ausflügen bezahlen muss.
Hinzu kommt, dass sie ja in einer Gruppe(von der gleichen Schule) vor Ort sind und sich mit ziemlicher Sicherheit ,wann immer möglich, treffen werden und zusammen was unternehmen.
Ich würde tatsächlich mit den angegebenen Minimalwert rechnen und mich freuen, wenn es nicht mehr wird.
Wir werden jetzt der Empfehlung folgen, obwohl wir uns da etwas mehr Transparenz der Orga gewünscht hätten, wie man auf diese Summe kommt. Vielleicht will man aber auch Diskussionen um einzelne Posten entgehen.
Und natürlich kann man per Direktüberweisung relativ flexibel reagieren, wenn das Geld doch mal knapp werden sollte.
Ich würde der Empfehlung folgen. Wenn wir (Kanada Großstadt / vergleichbar mit den USA) die Lebenshaltungskosten unseres Sohnes dort sehen, kommt das gut hin.
Als Beispiel (umgerechnet in EUR): Ein Fastfood Zwischenstopp (großen Ketten) liegt bei rd. 16 - 19 €, etwas für Zwischendurch an den Vending Machines 2 - 4 €, Starbucks Besuch 4 - 7 €, Walmart 18 - 28 €, etc.. Das alles jeweils 3 - 5 mal die Woche.
Bei einem 3 Wochen Aufenthalt gibt es sicherlich einige Freizeitaktivitäten + Mitbringsel / Souvenir / Bekleidung (Outlet) die noch mit eingerechnet werden + evtl. mal ein Restaurantbesuch (falls die Gastfamilie nicht selbst einlädt) - da sind 150 - 200 € / Woche zügig erreicht.
PS (Off-Topic): Da sehe ich das (sorry dafür) ‘Klagen’ hier in Deutschland bzgl. hoher Lebenshaltungskosten doch recht entspannt.