Flüge buchen: Open Return, Flex oder One-way?

Hallo zusammen, es gibt bereits einige Beiträge zum Thema „Flüge“. Zum Teil sind die Threads nun schon mehrere Jahre alt. Daher eröffne ich hier einen neuen. Vielleicht findet sich der ein oder andere interessante Beitrag hier wieder.

Ich mache mal den Anfang und habe folgende Frage. An diejenigen, die sich etwas näher mit der Flugbuchung beschäftigt haben und das Thema Buchung nicht der Agentur überlassen konnten oder wollten:

Wie seid ihr mit dem Thema „Rückflugdatum“ > 1 Jahr in der Zukunft umgegangen? Welche Ticketkategorie habt ihr gewählt? Meiner kurzen Recherche nach sind sogenannte „Open Return Tickets“ vollständig vom Markt verschwunden. Ist die neue Herangehensweise, ein fiktives Rückflugdatum zu wählen, welches man dann umbucht, wenn der Flugplan raus ist? Also die Nutzung sogenannter Flextickets, bei der man kostenlos umbuchen kann?

Ich gehe mal davon aus, dass die Einwanderungsbehörden der meisten Länder keine One-Way-Tickets (nur Hinflug) akzeptieren, zumal diese Art von Tickets wohl am teuersten sein soll.

Für Südafrika mussten wir einen gebuchten Rückflug nachweisen. Diesen mussten wir umbuchbar buchen. Sobald der neue Flugplan rauskam haben wir diesen umgebucht auf das tatsächliche Enddatum des Austausch.

Hätte Südafrika nicht schon zur Visumserteilung den Rückflug verlangt, hätte ich wohl erstmal oneway gebucht. Das hätte uns reichlich Geld gespart.

Hallo Ben1,

für meine Tochter ist dieses Thema gerade auch relevant. Es gibt die Möglichkeit, Flüge mit Jugendtarif zu buchen. Es gibt nur wenige Webseiten, die diese Tarife anbieten. Schau mal bei travel-overland oder STA Travel nach oder gehe ins Reisebüro. Der Vorteil bei den Jugendtarifen ist neben dem günstigeren Preis, die Flexibilität beim Umbuchen.

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Hallo Ben,

wir hatten den Flug nach Tokyo für unsere Tochter auch selber gebucht, weil das Angebot der Agentur relativ teuer war. Für den Hinflug hatten wir bereits einen bestimmten Flug vorgegeben bekommen, damit alle Austauschschüler gemeinsam hinfliegen konnten. Für den Rückflug hatten wir zwei Optionen. Wir konnten entweder ein fiktives Rückflugdatum buchen, um dann umzubuchen sobald das Rückflugdatum feststand, mit einer Umbuchungsgebühr, versteht sich. Oder aber, und das war auch die Option, für die wir uns entschieden hatten, wir warten mit der Buchung des Hin- und Rückfluges bis 1 Monat vor Abflug. Da war bereits das Rückflugdatum klar und es war möglich ein Rückflugticket zu buchen, da man, zumindest bei Lufthansa, 10 Monate im Voraus buchen kann. Für den Hinflug hatte die Organisation allerdings Kontingente für alle Schüler, so dass wir nicht in Gefahr laufen mussten, keinen Platz mehr zu bekommen. Mit einem One-way Ticket ist es nicht möglich als Temporary Visitor einzureisen.

Liebe Grüße,
Monika

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Bei STA Travel ist die Flugsuchmaschine derzeit außer Gefecht (online). Auf Nachfrage haben sie mich an Explorer verwiesen. Die kenne ich noch aus meinen alten Hannoveraner Zeiten und habe dort für Freitag einen telefonischen Beratungstermin bekommen. Ich werde wieder berichten.

So, ich bin wieder etwas schlauer. Ich hatte heute den Beratungstermin mit der Explorer-Filiale in Hannover. STA Travel und Explorer hängen übrigens zusammen. Sehr informatives Gespräch. Ich wurde etwas bedauert, dass es Anfang Juli nach Australien gehen soll. Da ist dann Reise-/Flug-Hochsaison für den Norden und die Flüge entsprechend teuer. Nun ja, ändern können wir jetzt nicht mehr und sind lieber froh, dass wir das Austauschangebot ab Juli safe haben.

Zu den Flügen. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass Flugtickets generell nur ein Jahr gültig sind. Das heißt, liegt der Hinflug und Rückflug weiter auseinander als ein Jahr, ist man zwingend auf One-Way-Tickets angewiesen. Und die sind entsprechend teuer. One way kostet ca. 75% vom gesamten Returnticket. Zudem ist etwas unklar, ob die Einwanderungsbehörde am Flughafen nicht Stress macht, wenn der Jugendliche keinen Rückflug in der Tasche hat. (Mein Bauchgefühl sagt mir, in den USA gäbe es mit Sicherheit Stress. Für Australien müsste ich das noch einmal klären.)

Bei unserem Sohn ist die Unterkunft/Gastfamilie in Australien maximal auf den Zeitraum 6.7.2025 bis 5.7.2026 festgesetzt. Wir hatten naiv geplant, dass wir als Familie ggf. noch 3 bis 4 Wochen am Ende in 2026 einen Urlaub dort anschließen. Führt allerdings wegen der o.g. Problematik „Flugtickets max. 1 Jahr gültig“ irgendwie nicht zum Ziel Zweites Problem wäre, dass wir sein Visum dann irgendwie verlängern müssten, bzw. mit einem Touristenvisum anschließen. Auch das ist noch nicht ganz klar, ob und wie das geht.

Und zur Verbindung selbst? Ich beneide fast die Schüler hier, die „nur“ in die USA fliegen. Irgendwie war uns das nicht so richtig klar. Die Verbindung zwischen Hannover und Townsville (nördlich von Brisbane) dauert mindestens 32 Stunden und bedingt 3-maliges Umsteigen. Mit etwas mehr Puffer und Aufenthalt kommt man auch locker an die 40 Stunden+. Ich bin irgendwie froh, dass die jungen Leute das körperlich etwas besser wegstecken als ich alter Daddy. :smile:

Wir werden das nun übers Wochenende mal sacken lassen und werden dann wahrscheinlich Anfang der nächsten Woche buchen.

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Die Flugbuchung rückt unweigerlich näher bei uns. Nach derzeitigem Stand werde ich wahrscheinlich doch ein One-way-Ticket nach Australien buchen. Returntickets scheiden wegen der Aufenthaltsspanne > 1 Jahr zwischen Hin- und Rückflug aus.

Vielen Dank an Grace (@Nie), die mir den sehr guten Tipp mit dem (befristeten) Studententarif bei Emirates gegeben hat. Nebenbei ist die Verbindung noch perfekt in Verbindung und Reisedauer, und zu allerletzt ist es auch noch der günstigste One-Way, den ich finden konnte.

Hi Ben,
danke für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht mit dem Reisebüro :slight_smile: So ganz verstehe ich das Problem aber noch nicht. Ihr könntet doch, so wie von @Monika vorgeschlagen, einen fiktiven Rückflug über Emirates mitbuchen und diesen dann später umbuchen. Bei den Studententarifen kostet die Umbuchung des Rückfluges je nach Tarif nur 50 USD (Saver) oder ist kostenlos (Flex, Flex-Plus).

Sorry, dass ich das nicht so klar rübergebracht habe. Hin- und Rückflug unseres Sohns wird mehr als ein Jahr auseinander liegen. Es gibt anscheinend Airline übergreifend eine Regelung, dass Hin- und Rückflug nicht länger als ein Jahr auseinander liegen dürfen. Mit anderen Worten, die Ticketgültigkeit beträgt max. ein Jahr.

Ich habe das auch bei Emirates noch einmal abgeklärt. Dort kam auch die Antwort, max. 1 Jahr. Es gibt anscheinend keine andere Möglichkeit für uns, als zwei One-Way-Tickets zu buchen.

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Hi Ben,

dazu hatte ich auch mit Emirates gechattet und es ist kein Problem für den Hinflug das tatsächliche Startdatum zu buchen (Juli für unsere Kids) dann den Rückflug auf z.B. 01.03.26 oder anderes bereits buchbares Datum zu legen und dann eben, sobald Juli 2026 buchbar ist (vss im Herbst 2025) den bereits gebuchten Rückflug umzubuchen.

Die Tarife, die mir angezeigt wurden für die Student-Tarife, waren mindestens Flex, dh kostenlos umbuchbar.

Denke das ist es, was Julkra meint.

So würde ich zumindest buchen, wenn nur endlich ein Schulplatz klar wäre.

Viele Grüße
Grace

Wenn ihr nun am 10.07.25 den Hinflug wählt, dann legt ihr den Rückflug natürlich erst einmal fiktiv auf das letztmöglich verfügbare, buchbare Datum, z.B. 01.03.2026. Soweit klar. Im Herbst 2025 entscheidet ihr euch, den Rückflug umzubuchen. Jetzt Fallunterscheidung:

a) Der Rückflug findet am 5.7.2026 statt. → Alles bestens.

b) Der Rückflug soll am 25.7.2026. → Geht nicht, weil die Spanne zwischen Hin- und Rückflug größer als 365 Tage ist.

Wir wollen aber partout Option b), weil wir nach Schulende noch eine gemeinsame Reise durchs Land machen wollen.

Viele Grüße von Ben

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Ah, jetzt versteh ich… hat etwas länger gedauert bei mir :joy: hattest du zuvor ja eigentlich schon klar geschrieben!

Dann bleibt tatsächlich nur jeweils ein oneway ticket.

Falls es bei uns noch etwas wird (langsam kommen die Zweifel) würden wir unsere Tochter in den austral. Sommerferien (Mitte Dezember bis Mitte/Ende Januar) besuchen kommen und für 4 Wochen miteinander reisen. So zumindest die bisherige Idee unserer Tochter, die wir ganz gut finden, so würde sich das Problem nicht stellen.

Bei uns war es genauso. Die Orga hat das selber so arrangiert, dass der Rückflug auf das spätmöglichste Datum reserviert war, jedoch kürzer als der eigentliche Schulaustausch selber.
Bei der Abreise am Flughafen hatten wir als Eltern eine Freude (bei dem ganzen Abschiedsschmerz) dass das eigene Kind jetzt doch 3 Monate früher nach Hause kommt.
Die Koordinatorin vor Ort hat aber dann den Rückkehrtermin nach 11 Monaten bestätigt und erklärt, dass, sobald es möglich ist, das Ticket auf den korrekten Termin umgebucht wird. Dies war dann auch der Fall und hat alles bestens geklappt…

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