Bundesweites Zentralabitur?

Abwrackprämie für Schulbücher ;)? Das wäre doch mal was :).
Hier wird auch ganz viel mit Kopien gearbeitet.

Viele Grüsse

Kirsten

Auch an den gemeinhin so hochgelobten Bayerischen Gymnasien werden teilweise noch total veraltete Bücher verwendet! Oder neue Büchersätze reichen nicht für alle, so dass zwei Schüler ein Buch zusammen verwenden müssen. Atlanten, Workbooks, Lexikas usw. müssen auch hier selber gekauft werden. Lehrer können sich nicht immer auf die Verwendung der selben Bücher einigen, das heißt, dass der angeschaffte Atlas im nächsten Schuljahr möglicherweise nicht mehr der richtige ist. Usw. usw… Stundenausfälle sind buchstäblich an der Tagesordnung, Förder- und Intensivierungsstunden bestehen nur auf dem Papier, unsere Kinder werden mit Wissen vollgestopft, können aber nicht selbständig denken … dafür ist unser Abitur angesehen, die Prüfungen schwer und die allermeisten erreichen die allg. Hochschulreife nur durch jahrelangen, kostenintensiven, privaten Nachhilfeunterricht!
Ich bin gewiss kein Verfechter der Gleichmacherei und plädiere schon gar nicht für das Absenken des Niveaus (das senkt sich durch Einführung des G8, trotz höherer Belastung der Kinder, sowieso) zugunsten einer höheren Abiturientenquote, jedoch dringend für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen!

Gruß
Birke

Hallo,
die Problematik mit den Schulbüchern hat Niedersachsen recht gut gelöst:
Auf Wunsch werden gegen eine Leihgebühr alle Schulbücher ausgeliehen, wie in Zeiten der Lehrmittelfreiheit auch. Dafür sind dann auch ausreichend Gelder da, um aktuelle und gute Bücher anzuschaffen.
Jeder kann dann selbst entscheiden, ob er die Leihgebühr zahlt, oder sich alle Bücher selbst anschafft. (Alles oder nichts.)
Die Regelung betrifft allerdings nicht die Oberstufe: Da es dort verschiedene Kursbelegungen gibt, kann sich jeder Schüler aussuchen, für welche Fächer er die Bücher ausleihen möchte. Dann zahlt der Schüler auch einen entsprechenden Betrag. Ich glaube, ich habe für die Oberstufe für alle Bücher etwa 180€ bezahlt.
Wer die Bücher für das nächste Schuljahr leihen will, muss das bis zum 15.06. angeben. Die Schule kümmert sich dann darum, dass von allen Büchern ausreichend in gutem Zustand da sind.
Mit dieser Regelung war durch eine Vorfinanzierung des Fördervereins der Schule möglich, alle Bücher mit einem Schlag zu ersetzen. :slight_smile:

Liebe Grüße,
Wiebke

Einen Fördeverein haben wir auch an unserer Schule… nur bezahle ich für die Ausleihe ca.70 Euro :mad:… ich verstehe das ganze Schulsystem eh nicht, da jedes Bundesland macht was es will…zu “Ostzeiten” hatten wir alle den gleichen Stoff und das hat auch geklappt :rolleyes:… mir tun die Kinder leid, die wärend ihrer Schulzeit von einem Bundesland ins andere umziehen müssen…
Viele Grüsse Nicole

Die Schüler und Schülerinnen allerdings die heuer Anfang August von Bremen nach Bayern umziehen, dürfen sich auf Ferien vom 25.Juni bis zum 14. September (sprich 11,5 Wochen) freuen. Wer jedoch in die andere Richtung umzieht, der hat vielleicht ein verlängertes Wochenende, mehr aber auch nicht!

Bernd

Hallo Bernd!!
Lange Ferien sind zwar super, aber Unterrichtsstoff aufzuholen, oder sein Lernniveau runterzuschrauben ist nicht wirklich Sinn der Sache… :mad:
Viele Grüsse Nicole

Hallo ihr beiden

Nicole, Du hast natürlich recht, dass bundesweite Lehrpläne durchaus ihre Vorzüge haben. Allerdings sind auch die Länderautonomien gerechtfertigt, nicht zuletzt mag es z.B. im Südwesten Deutschlands sinnvoll sein, Französisch relativ früh als Fremdsprache zu unterrichten (Nähe zu Fr, Bel), währenddessen z.B. in Schleswig-Holstein auch ein Dänisch-Kurs als Fakultativangebot vielleicht gefragt wäre.

Wir haben in der Schweiz ähnliche Diskussionen gehabt, und gerade läuft bei uns die “HarmoS” Reform, die grosse Teile der Schulsystem vereinheitlichen will. Ob es schlussendlich zustande kommt, ist noch nicht sicher, denn schliesslich wird hier die Autonomie der Kantone schon relativ heftig beschnitten. Im Grundprinzip finde ich solche Vereinheitlichungen zwar sinnvoll, jedoch muss darauf geachtet werden, dass die Vereinheitlichugn nicht zu weit geht, und dass die Kantone (bei euch die Länder) genügend Spielraum für regional angepasste Varianten haben, ansonsten ist so etwas niemal Mehrheitsfähig!

Grüsse
Michael

Das Argument mit Dänisch in Schleswig-Holstein zählt nicht ;). Dänisch gibt es nur an Schulen direkt an der Grenze und nur als AG. Vielleicht noch als 4. Fremdsprache in der Oberstufe.
Ansonsten gilt für alle Gymnasien: 5. Klasse Englisch, 7. Klasse Französisch oder Latein, 9. Klasse Französisch oder Latein (je nachdem, was man in der 7. Klasse hatte und es ist freiwillig)
Auf den neuen Gemeinschaftsschulen hat man ab der 5. Klasse Englisch und ab der 7. Klasse Französisch. Aber ein muss ist Französisch nur ein halbes Jahr, dann können sie es wieder abwählen. Ich war auch sehr erstaunt, als ich das vor ein paar Wochen gehört habe.

Viele Grüsse

Kirsten

Hallo Downunder!!
Es war nicht alles schlecht in der DDR… aber das Schulsystem funktionierte super… selbst Finnland hatte es übernommen und es klappt heute noch :slight_smile:
Viele Grüsse Nicole

Das hab ich ja gar nie behauptet! :wink:

Ich kann halt einfach die Idee der Länderautonomie sehr gut nachvollziehen, da bei uns in der Schweiz der Föderalismus noch viel ausgeprägter vorhanden ist als bei euch. Gerade in Bezug auf die Schulharmonisierung läuft gerade eine Riesenopposition. Zwar haben die Parlamente der Kantone grösstenteils zugestimmt, jedoch wurde bereits in etlichen Kantonen das Referendum ergriffen und eine Volksabstimmung erwirkt. Dabei ist HarmoS von einigen Kantonen auch schon abgelehnt worden, eben gerade mit der Begründung, dass das Schulsystem der Region angepasst sein muss, und deshalb den Ländern vorbehalten werden soll. Das ganze ist also nicht nur bei euch ein hochbrisantes Thema! :wink: