Bitte um ehrliche Erfahrungen mit Kulturwerke in Kanada

meine Tochter hat uns gefragt, ob wir analysieren können, auf welches Fallstricke man achten muß, wenn man mit Kulturwerke ein Auslandsjahr in Kanada organisieren möchte. Hier habe ich einige negative Berichte gelesen. Daher wären wir sehr dankbar für Teilung ehrlicher Erfahrungen

-Organisation

Qualität der Lehre/ Schule

-Sicherheit

Preis-Leistungsverhältnis (versteckte Kosten??; die erst nach der Buchung sichtbar werden)

Qualität der Gastfamilien (Essen, Unterkunft)

Kundenservice

Transparenz zum Programmablauf

das sind nur einige Punkte die uns jetzt einfallen, gerne ergänzen

Lieben Dank für die Rückmeldungen

Mar

Hier ein Auszug den ich entdeckt habe. Einige Organisationen wurden von Investoren aufgekauft mit dem Ziel viel Profit zu erwirtschaften. Andere hingegen geht es um den Kulturaustausch und den Schüler. Ihr sprecht mit keinem Call Center sondern Mitarbeitern der Organisation, die eure Kinder kennen und von Anfang an begleiten. Sprecht mit den Organisationen und Menschen und vertraut nicht immer den Bewertungen bei Google & Co. viele wurden bezahlt und viele bezahlt gelöscht…

  • Im Oktober 2024 kauft die Investmentgesellschaft Waterland PE die Kulturwerke Deutschland GmbH und baut diese mit großem Kapitaleinsatz aus.

  • Im Dezember 2024 übernimmt Educatius die STS Education Group. Nun gehören zur Educatius Group unter anderem DFSR, Southern Cross, STS, CET Group, JEV und Explorius.

  • Im Januar 2026 wird StepIn von Waterland PE übernommen.

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Ich kann jetzt nicht direkt etwas zu KW beitragen, habe mir aber den offiziellen Katalog angesehen mit Fokus auf Kanada. Da hier auch der Schulbezirk unseres Sohnes, respektive seine Schule, beworben und vorgestellt wird:

  • die beschriebenen Aktivitäten bzw. Kurse entsprechen dem was angeboten wird, das passt
  • die genannten Abläufe im Schulalltag bzw. Tagesablauf eines Austauschschülers sind i.O.
  • die Kosten zeigen auf dass rd. 3 TEUR (pro Schuljahr) Differenz zwischen eigener Organisation des Aufenthalts und des hier angebotenen Pakets bestehen
  • Angaben über zusätzliche Kosten (am Beispiel Taschengeld, Ausflüge, private Ausgaben) sind zu niedrig angesetzt. Die empfohlene Summe pro Monat stellt in keinster Weise die gestiegenen Lebenshaltungskosten in Kanada da (hier ‘Großstadtgürtel’). Pro Woche 2-3 mal A&W, Starbucks/Hortens, Fitnessstudio, 5-6 mal Bus/Uber, Kino, Hygieneartikel, Handyvertrag (New to Canada Welcome Paket > sehr gute Empfehlung der Schule), Getränke & Snacks in der Schule, da kommen ohne jeglichen ‘Luxus’ 140 - 170 EUR / Woche zusammen.
  • die genannten Sportangebote / Clubs entsprechen nicht exakt den genannten Schulen im Bezirk unseres Sohnes (aber dafür gibt es den Disclaimer auf der KW Webseite um auf den möglichen Wechsel zwischen den Schuljahren hinzuweisen)

Seitens der Vorstellung / den Broschüren sind die Angaben hier ok.

Wie es sich seitens der Organisation / der Ansprechpartner verhält, kann ich nicht beurteilen / bewerten. Nachdem wir diverse Länder (Südafrika, USA) live im Austausch kennenlernen durften, stellt sich mir bei Kanada die Frage, warum nicht privat organisieren? Wir waren zuerst skeptisch, ob wir das ohne Organisation hinbekommen, aber bei allen kontaktierten Schulbezirken in seinen ‘Wunschregionen’ lief das gut und strukturiert ab. Gespräche waren offen und transparent und es hat zu einem positiven Ergebnis für unseren Sohn für die nächsten beiden Jahre geführt.

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Nachdem wir uns vor ca. 1 Jahr mit einigen Organisationen intensiv beschäftigt haben, war ich auch überrascht, wie viele ganz oder teilweise in der Hand von Private Equitiy sind. Ich sehe das aber nicht unbedingt negativ. Sicher kann es schwarze Schafe geben, die ein Unternehmen nur finanziell aussaugen wollten, aber ich glaube die Mehrheit der Private Equitiy Unternehmen ist an langfristig erfolgreichen Unternehmen interessiert und kann auch für Verbesserung von Strukturen sorgen. Pauschal zu sagen, die einen wollen viel Profit und den anderen geht es um einen kulturellen Austausch passt für mich nicht. Wirklich gemeinnützig war keine Organisation, die wir in der engeren Auswahl hatten - auch wenn einige den Anschein erwecken wollten. Ich kann nur für Neuseeland und nicht für Kanada sprechen, aber würde immer empfehlen, mehrere Gespräche zu führen und Angebote einzuholen, wenn man es nicht selbst organisieren möchte oder kann. Und dann kommt es auch auf die eigenen Wünsche an, was die Organisationen leisten soll: (Wunschschule, begleiteter Gruppenflug, Welcome Camp, Betreuung vor Ort, Preistransparenz,…). Auf die Punkte “Qualität der Lehre/Schule” und “Qualität der Gastfamilie” hat die Organisation zumindest in Neuseeland keinerlei Einfluss.

Hi,

meine Tochter war in den USA und ist am Ende auf ein Internat gegangen. Die Kosten hierzu sind das 4fache als zu einem Aufenthalt in einer Gastfamilie. Eine Verlängerung im Internat haben wir auf eigene Faust unternommen.

Es ist einfach ein Lotteriespiel, ob die Gastfamilie gut oder eben nicht so gut ist. Fakt ist, dass man kein Mitspracherecht hat, in welche Familie das Kind kommt. Dies wurde anders kommuniziert. Wenn ich mich recht erinnere, werden in Kanada die Familien nach der entsprechenden Schule gesucht.

Kulturwerke arbeitet mit Organisationen in den entsprechenden Ländern zusammen und wissen nicht, was die Orgas für Familien aussuchen und prüfen diese auch nicht (zumindest war es bei uns so)

Kulturwerke ist nicht sonderlich flexibel und können einen sehr unter psychischen Druck setzen. Bewertungen bei google werden immer gelöscht, wenn sie nicht positiv sind.

Versteckte Kosten kann auch nicht pauschalisiert werden, da es darauf ankommt, was die Gastfamilie zahlen und was nicht. Bei der Freundin meiner Tochter ist diese total glücklich und es läuft super in der Familie.

Ich würde nicht nochmals mit Kulturwerken buchen…

Wie ist jedoch bei anderen Organisationen ist, kann ich nicht beurteilen.

Preis/Leistung passt jedenfalls nicht,

Ich wünsche euch viel Erfolg, wo auch immer es hin geht.

Bitte erfragen, ob es eine richtige Gastfamilie oder nur welcome family ist…..

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Auch von mir einmal der Hinweis, dass KW oder irgendeine Orga in Kanada ggf keinen Einfluss auf die Gastfamilie hat, weil die Familien von den Schulen gestellt werden. Daher finde ich grundsätzlich den Ansatz diskussionswürdig, über eine Selbstorganisation nachzudenken.

Dem kann ich absolut nur zustimmen. Wir hatten uns bei der Eigenorganisation das alles viel komplizierter und schwieriger vorgestellt.

Aber speziell in Kanada (die Länder unseres Sohnes zuvor waren mit Organisation sinnvoller möglich) liegt das komplett beim Schuldistrikt (Homestay Organisation, Rechnungen, Planung der Kurse, Unterstützung bzgl. Visum, Orientation, Videocalls um Details zu besprechen, etc.), was wir selbst (Englischkenntnisse vorausgesetzt) gut hinbekommen haben.