Austauschumfrage mit Verlosung

Im Rahmen meiner Master-Thesis möchte ich etwas über die Unterschiede zwischen gemeinnützigen und nicht gemeinnützigen Anbietern von Schüleraustausch erfahren. Es wäre toll, wenn sich möglichst viele am Austausch Interessierten (Schüler, Eltern oder Lehrer/innen) daran beteiligen würden. Unter allen Teilnehmern wird ein I-Pod verlost. Die Umfrage findet ihr unter


Für Fragen erreicht ihr mich unter dl09me1[at]mail.wbs.ac.uk
Vielen Dank für eure Unterstützung!
Martin Elbeshausen

Mit diesem Ansatz setzt du aber schon voraus, daß es einen Unterschied zwischen gemeinnützigen und nicht gemeinnützigen ( sprich: gewinnorientierten) Anbietern gibt, d.h. die Untersuchung darüber ist nicht ergebnisoffen. Die Unterschiede, sofern es welche gibt, werden vielleicht das Ergebnis deiner Forschungsarbeit sein! Nachdem du dieses in der Einleitung zur Umfrage über deine Person geschrieben hast

und bin neben dem Studium an der WBS für den gemeinnützigen Anbieter von Schüleraustauschprogrammen KulturLife tätig.

solltest du aber bei der Ausarbeitung deiner Masterarbeit darauf achten, daß das Prüfungsamt dir nicht einen Interessenkonflikt bzw. Voreingenommenheit unterstellt.

Bei Durchsicht des Fragekataloges ist mir dieses aufgefallen:

Es geht los mit ganz allgemeinen Fragen. Völlig losgelöst vom Schüleraustausch beschreiben sie ganz alltägliche Situationen.

So ganz losgelöst vom Schüleraustausch wird man auch diesen Fragenkomplex nicht sehen können. Auch diese diversen Antwortmöglichkeiten werden sicherlich in das Untersuchungsergebnis mit einfließen, ansonsten würde man sie ja nicht stellen!

Abschließende Frage: wieviele Personen müssen an der Umfrage teilnehmen, damit das Ergebnis aussagekräftig ist und mit welcher Fehlertoleranz rechnest du?

Bernd

Hallo Bernd,
danke für deine Hinweise!
Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich mich im Vorwort als Verfasser ‘outen’ soll, um eine Beeinflussung zu vermeiden - am Ende überwog aber der Gedanke, dass diejenigen, die sich die Mühe machen, den Fragebogen auszufüllen, ehrlich wissen sollen, wer der Verfasser ist.
Die Fragen im ersten Teil (und eigentlich die ganze Arbeit) beziehen sich auf die Theorien von Burton Weisbrod und Henry Hansmann zum Nonprofit-Sektor allgemein - unabhängig von der Branche.
Ich hoffe, dass ich etwa 250 Antworten zusammenbekomme, und das sich daraus dann ein klares Bild abzeichnet. Das wird sich aber erst bei der Auswertung zeigen.
Schönen Gruß aus Kiel
Martin

Ich kenne zwar die Theorien von beiden nicht, aber Burton Weisbrod hat vermutlich seine Untersuchung über die Nonprofit-Economy die US-amerikanischen Wirtschaft als Grundlage für seine Arbeit genommen. Da es in Deutschland nur sehr wenige gemeinnützige Unternehmen gibt, kann man seine Ergebnisse, so denke ich, nicht so ohne weiteres auf einen anderen Wirtschaftsraum übertragen. Ohne das Ergebnis deiner Untersuchung vowegzunehmen, denke ich, daß es bei der Auswahl einer Schüleraustauschorganisation von den Eltern kein Unterschied gemacht wird, ob es sich um eine gemeinnützige oder nicht-gmeinnützige Organisation handelt. Da spielen andere Faktoren ( Kosten des Austausches, Empfehlung ) eine wichtigere Rolle.

Was mir noch nicht klar ist: sind die Begriffe “gemeinnützig” und “non-profit” für dich identisch oder siehst du inhaltliche Unterschiede?

Bernd

Hallo Bernd,
im Grunde sind beides unscharfe Begriffe, die einer Definition bedürfen, um sie wissenschaftlich anwenden zu können. Sie fußen ja meist auf nationalen Steuergesetzen mit all den Zufällen, die so etwas mit sich bringt (in Deutschland etwa die Förderung der Kleingärtnerei). Wenn du dich für den komparativen Aspekt interessierst, findest du an der Johns Hopkins University ein Comparative Nonprofit Sector Project, dessen Sektordefinition ich sehr gelungen finde.

Martin

Hallo Martin,
ich habe gerade mit deiner Umfrage angefangen, und bin dann relativ schnell ausgestiegen. Aufgrund der gewählten Fragestellung eignet sich diese ausschließlich für Hopees, und sonst niemanden. Teils sind die Fragen völlig sinnlos, z.B. “Ich hoffe, dass auch der Betreuer im Ausland nur das Beste für mich will.” Hoffnungen und Erwartungen sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Insgesamt ist die Umfrage aus meiner Sicht also EXTREM dilettantisch.

Ich denke, was auch immer dabei rauskommt, kann in keinem Fall repräsentativ sein.

Liebe Grüße,
Wiebke

Ich reihe mich ein. Ich habe auch aufgegeben. Ich habe ebenfalls freudig angefangen, und dachte an der ersten “längeren” Frage (da wo man sagen soll wie die ganzen Aussagen auf einen zutreffen) “meeeeh, laaangweilig”.

Erst war ich voll motiviert weil ich erst neulich eine ähnlich aussehende Umfrage zu den Zielen von Auslandsstudium mitgemacht habe, aber die war vieeel deutlicher praxisorientiert (und es hat sogar Spaß gemacht über die eigenen Ziele nachzudenken dabei). Nachdem ich bei dir gefühlt zum dritten Mal innerhalb von 5 Sätzen sowas gelesen hab wie “Menschen arbeiten nur, wenn sie dafür bezahlt werden - ja nein vielleicht” ist mir langweilig geworden^^

Aber naja, ich maße mir absolut nicht an, über deine Arbeit zu urteilen, ich bin nur eine kleine Sprachwissenschaftlerin.

Übrigens, um Wiebke nochmal direkter aufzugreifen: Wenn die Umfrage für Hopees gemacht sein soll, solltest du daran denken, dass sie für 15-Jährige (!) gemacht ist. Wenn zwei junge Erwachsene mit Hochschulerfahrung (man muss sich auch mal schnell durch nen Text lesen der einen nicht sehr interessiert und trotzdem was kapieren) so früh aufgeben, sollte dir das ein bisschen zu denken geben :wink:

Hallo Wiebke und Gespenst,
schade, dass euch die Umfrage so gar nicht zusagt! Um erst mal dem Aufkommen eines Gerüchtes zu begegnen - die Umfrage ist nicht speziell für Hopees oder sonst wen gemacht, sondern für alle, die sich mit dem Thema Austausch beschäftigt haben.
@ Wiebke: Es geht in der Frage auch nicht darum herauszufinden, welche Organisationsform die Bessere ist - ich halte diese Frage für kaum seriös zu beantworten und versuche dies auch gar nicht erst. Daher finde ich es auch unangemessen, meine Fragen als sinnlos zu bezeichnen, wenn man sie nicht zu dem Ziel der Umfrage in Beziehung setzt.
Aber das Gespenst hat recht - die Fragen sind wirklich ziemlich kompliziert geraten und der Spaßfaktor könnte größer sein - sorry dafür! Allerdings habe ich in einer Woche schon 200 Antworten sammeln können, und dann es ja auch nicht völlig verkehrt sein :slight_smile:

Hallo Martin,

@ Wiebke: Es geht in der Frage auch nicht darum herauszufinden, welche Organisationsform die Bessere ist - ich halte diese Frage für kaum seriös zu beantworten und versuche dies auch gar nicht erst. Daher finde ich es auch unangemessen, meine Fragen als sinnlos zu bezeichnen, wenn man sie nicht zu dem Ziel der Umfrage in Beziehung setzt.

Da wird mir gleich unterstellt, was ich für das Umfrageziel halte. Ich habe mit keinem Wort irgendetwas in diese Richtung gesagt (und hätte es auch nicht, da ich das gar nicht als Umfrageziel ansehe).

Eine Frage ist aber nicht nur dann sinnlos, wenn man sie nicht mit dem Ziel der Umfrage in Beziehung setzt, sondern vielmehr auch, wenn die Fragen im Hinblick auf die vorgegebenen Antworten oder den Befragten keinen Sinn ergeben. Das ist in etwa so, als ob ich fragte:

Wann isst du Pasta am liebsten?
[LIST]
[]a) Taschentuch
[
]b) Weihnachtskugel
[*]c) Buch
[/LIST]

Und einen “sonstigen” Befragten (z.B.: ehemalige Teilnehmer, Mitarbeiter einer Organisation etc. - folglich auch Interessierte am Austausch) zu fragen, welche Hoffnungen sie sich in Bezug auf ihre zukünftige Gastfamilie machen, ist eben genauso sinnvoll, wie meine Frage.

Nichts für ungut,

Wiebke

Ich möchte mich jetzt nicht weiter über das Umfragedesign auslassen, das ist ja schon zu genüge passiert…

Mich würde interessieren, ob die Ergebnisse dieser Studie dann auch von der PR-Abteilung von KulturLife genutzt wird (oder ob sie einfach im Geschäftsführer-Schreibtisch verschwinden)?

Martin, hast du eigentlich auch die Anbieter direkt angeschrieben wie sie ihre Tätigkeit selbst im Hinblick auf Geimnützigkeit und Nicht-Gemeinnützigkeit sehen ?

Bernd

Hallo Fe und Bernd,
schön, dass euch die Arbeit so sehr interessiert! Immer nur alleine vor sich hinzuschreiben ist ziemlich langweilig :slight_smile:
@ Fe: Falls jemand die Arbeit hinterher veröffentlichen möchte, kann er sich gerne bei mir melden - nach der vielen Arbeit, die sie macht, wäre es schade wenn sie nur der Supervisor lesen würde …
@ Fe: Für die ‘PR-Abteilung’ dürfte die Arbeit kaum interessant sein - oder hast du eine Idee, wie sie hier zu nutzen wäre?
@Bernd: Nein, die Selbstwahrnehmung der Organisationen ist für meine Fragestellung nicht relevant - obwohl es bestimmt spannend wäre, zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung der Branche zu vergleichen. Falls du also auch eine Arbeit schreiben willst, gibt es noch genug interessante Themen und ich helfe gerne! Der Bereich insgesamt ist einfach noch sehr, sehr wenig erforscht.

Martin

Hallo allerseits, bisher sind 230 Antworten auf meine Umfrage eingegangen. Da die Verlosung eines I-Pod unter den ersten 250 Teilnehmern vorgenommen wird sollten sich alle, die noch daran teilnehmen möchten, jetzt beeilen! Spätestens zum Jahresende wird dann die Verlosung durchgeführt. Viel Glück allen, die schon mitgemacht haben!
Schöne Feiertage wünscht
Martin