Sprachschwierigkeiten

ich bin am überlegen ob ich für ein halbes jahr in de usa gehen soll.
da stellt sich natürlich die frage wie das ist wenn man dort in die schule geht.
ich stell mir das so vor, dass man am anfang erst nichts versteht.ist das wirklich so und ist das schlimm???
meine andere frage ist, ob man nach dem halben jahr im ausland auch wieder in der schule in deutschland mitkommt oder ob man gar nichts versteht und alles nach arbeiten muss.das amerikanische schulsystem hat nämlich nicht den besten
ruf.

Also ich denke anfangs wird es ziemlich schwer in der amerikanischen Schule zurecht zukommen, aufgrund der Sprachprobleme. Aber deshalb ist man ja auch da, um die Sprache zu lernen. Zurück in Deutschland… ich kann mir gut vorstellen das es etwas schwierig für dich wird. Du musst vieles nachholen/ aufholen, weil eig. vieles im Unterricht aufeinander aufbaut.
aber mach dir doch nicht vorher schon darüber Gedanken!
Du kannst deine Lehrer in Deutschland ja auh schonmal fragen, was in dem Schulhalbjahr an Themen drankommt! Und wenn du Lust hast kannst du dir das ja schonmal angucken!!!

danke für den tip.
vielleicht mach ich das sogar.

Ich persönlich möchte mich auch bei meinen lehrern erkundigen.:slight_smile:

P.s. der Dankebutton befindet sich rechts unter meinem Beitrag!

Ich war ein Jahr da und mit der High-School hatte ich kaum Probleme. Ich habe von Anfang an mitgearbeitet und gute Noten gehabt, war immer Honor Roll. Hatte allerdings nicht die anspruchsvollsten Fächer.
Aber als Deutscher hast du ja schon viele Jahre Englisch gehabt, also es geht eigentlich ganz gut mit der Verständigung. Ich hatte vor meinem ATJ übrigens eine 4 - in Englisch, und des nur, weil die Lehrerin zu nett für 5 war.
Nach meinem Jahr hatte ich aber anfangs echt Probleme mit der Schule, und dass obwohl ich des Jahr wiederholt habe. Meine gesamten ersten Klausuren habe ich verhauen. Aber danach habe ich mich gefangen. Im Zweifel nimmt man halt eine Zeit lang Nachhilfe am Anfang.

LG

also am Anfang meines USA Aufenthalts war es so, dass ich im Unterricht gesessen habe und teilweise froh war, wenn ich mitgekommen bin im Stoff - also verstanden habe, was die überhaupt alle wollen. Das ist schon sau anstrengend (hab dann auch nach der Schule oft 1-2 stunden geschlafen, weil ich so erschöpft war…)
Aber man merkt fast schon täglich eine kleine Steigerung.
Ich hatte in meinem ersten Trimester in den USA unter Anderem auch “Discussion and Debate”. Da kann ich selbstkritisch sagen, dass ich in diesem Fach total abgekackt habe - weil ich bei jeder Debate gegen meinen Gegner verloren habe und auch bei den Discussions war ich auch einer, der nach ner weile keine Argumente mehr gegeben hat (weil ich einfach nicht die Worte gefunden habe, bzw zu lange überlegen musste). Notenmäßig war es zwar ziemlich gut (hab den ATS-Bonus gehabt) aber Sprachlich wars der Hammer. Ich war so 2 von 3 Tagen gefordert wirklich im Unterricht zu reden, an meiner Ausdrucksweise zu feilen und so weiter, dass ich fast sagen würde das war das Fach, das mir am meisten gebracht hatte.
Der Krönende Abschluss meines Schuljahres was das dritte Trimester mit “Public Speaking” - also Reden halten und so… Da haben mal meine Mitschüler die ganze Zeit vor lachen auf dem Boden gelegen, als es drumm ging “Tell a funny story” - mein Englisch war da dann einfach gut - ich hatte keine größeren Probleme mich so auszudrücken wie ich es wollte. Einmal - ich glaub beim Thema “Rezitieren einer bekannten Rede” (Ich hab Kennedy’s “Berlin Speech” gewählt) - war unser Associate Head of School mit im Raum, und dem sind fast die Augen aus dem Kopf gefallen, als er mich da gehört hat (naja - wir hatten da ne weile nit mehr zusammen gesprochen gehabt)

@mim: Habe ich das richtig verstanden - du bist nur ein halbes Jahr weg?
Das ist irgendwie schade - ich fand dass mein Leben dort erst nach Weihnachten richtig angefangen hat.

Wenn man wiederholt denke ich nicht, dass das so schwer wird!!
Ich mein wenn man von Anfang an mitarbeitet braucht man auch keine Nachhilfe!:stuck_out_tongue:

ach christina - ich glaube da kannst du der Marion ruhig glauben…
Aller Anfang ist schwer - auch der neu-Anfang hier in Deutschland. Schon alleine weil sich die Schulsysteme leicht unterscheiden - und wenn man eben ein jahr teilweise ne ruhige Kugel geschoben hat und dann wieder in den deutschen Schulalltag geworfen wird kann das schon mal schwierig werden.
Ich habs zwar damals auch OHNE Nachhilfe geschafft - musste mich aber teils trotzdem gut auf den Hosenboden setzen um einigermaßen mit zu kommen.

Yeah, bei mir war das Problem, dass ich die deutschen Prüfungen gar net mehr gewöhnt war. Ich habe zwar gelernt, kam aber nicht damit klar mein Wissen zu reproduzieren. In Dland hat man ja erst so Abfragen und dann Anwendungsfragen (im ersten Teil war ich ganz gut, im zweiten habe ich net mal einen Gnadenpunkt erhalten). In meinen ersten Klausuren sass ich da und wußte nicht, was die von mir wollten. Jaja, habe immer noch mein Biotrauma, wo ich alles gewußt habe, aber zwei Fragen einfach nicht verstanden habe und so gab es eine 4 :frowning:
Aber für mich kam auch noch hinzu, dass ich von zu Hause ausgezogen bin, die Schule gewechselt habe und volljährig war (konnte mir selbst Entschuldigungen schreiben). Naja, Nachhilfe hatte ich nur in Latein, was mich von einer 5 in der ersten auf eine 1 in der zweiten Klausur gebracht hat. Und nach dem bösen Erwachen nach dem ersten Klausurenblock hatte ich wieder in etwa meine alten Leistungen und habe mein Abi mit 2,6 gemacht. Gebe aber zu, dass ich nie viel gelernt habe…scheiss innerer Schweinehund :wink:

@Marion ok…!
Ich denke ich versteh das!
Lernen… und das in Unmengen, ist grausam!! :wink:
Ich mein, wenn man das ausm Ausland anders gewohnt ist!:cool:

@mim: Ich schließ mich Fe an, hatte anfangs auch einige Schwierigkeiten, einfach bis man sich daran gewöhnt hatte, dass der Unterricht in einer anderen Sprache stattfindet und man nicht bei jedem Wort, das man nicht auf anhieb versteht in Panik geraten muss. lacht Spaß bei Seite, ich würde im Nachhinein sagen, dass man gut die ersten 3 Monate braucht um sicher zu werden mit den Unterrichtsmethoden (gerade das “Auswendiglernen” und die Multiple-Choice-Fragen haben es mir anfangs schwer gemacht). Ich hatte im ersten Sem. einige anspruchsvolle Fächer und habe auch den Fehler gemacht keine StudyHall zu nehmen. Hatte somit volle 8 Std. Powerlernen, war dafür dann im zweiten Semester mit der StudyHall etwas unterfordert manchmal (trotzdem in beiden Semester immer die Honor Roll geschafft; auch mit den anfänglichen Problemen) … lol würde es also eher umgedreht machen. Nachher ist man eben immer schlauer. Daher nimm dir lieber nicht zu viel auf einmal vor!
P.S.: Den ATS-Bonus gibt es auch bei den meisten Lehrern. :wink:

Du kannst dich über die Levels (wenn du weißt wo du hinkommst kannst du bei der Schule einen Fächerkatalog anfordern!) ja auch mal mit deinen deutschen Lehrern zusammensetzen, besprechen, was du - wenn möglich - besuchen solltest, was nicht nötig ist, welches Niveau du brauchst und ob du dich zusätzlich noch vorbereiten kannst (z. B. die dt. Lektüren mitnehmen oder so). Anschließend kannst du das mit deinem Guidance Counselor besprechen und deine Kurse sozusammenstellen, dass es für dich optimal ist - das ist dafür der Vorteil am am. Schulsystem! :wink:

Ich hatte damals keine Probleme wieder in Deutschland mit der Schule zu beginnen, da es für mich einfach das eigentlich gewöhnte Lernen war (war vorher aber auch schon immer gut in der Schule)! Ich war aber auch ein ganzes Jahr im Ausland.
Eine Freundin von mir kam Anfang des Jahres nach 5 Monaten wieder zurück. Sie meinte mal, dass es anfangs schon ziemlich stressig war, bis sie wieder im Rhythmus drin war und eben zusätzlich noch Sachen aufarbeiten musste (meist kommt man ja dann im Ausland eh nicht zu dem, was man sich vorgenommen hat).

Sagt mal, eine Frage am Rande, ist es eigentlich besser das erste Halbjahr zu gehen oder das zweite? Ich kenne es jetzt hauptsächlich so, dass man das erste HJ geht. Aber wäre nicht das zweite praktischer, da man danach die Ferien zum Aufarbeiten hätte und nicht ohne Vorkenntnisse wieder im Unterricht hocken muss?

Hallo.
Ich war letztes Jahr für 11 Monate in Canada und hatte überhaupt keine Probleme im Gastland und hab später auch mit Honors abgeschloßen. Zurück in Deutschland musste ich in 2 Wochen den Mathe Stoff der 11 nachholen, was sich auch bezahlt gemacht hat. Die anderen Fächer habe ich nicht so sehr berücksichtigt, denn durch das Zentral-Abi werden die relevanten Stoffe wiederholt. Mathe war immer mein ‘Problem-Fach’, deswegen habe ich mich da etwas hinter gehängt. :slight_smile:
Der Wiedereinstieg in Deutschland war sehr viel schwerer als ich es mir vorgestellt hatte, und die meisten Klausuren gingen ziemlich daneben.
Ich persönlich war froh, dass ich die Ferien noch zum wiedereingewöhnen hatte, denn sonst wären die Klausuren wahrscheinlich noch schlechter geworden.
Das zweiten Halbjahr bietet sich meiner Meinung sowieso gut an, schliesslich bekommen die ATS so, zumindestens in den nordamerikanischen Staaten alle noch Prom und Grad mit und die Ferien sind zum ‘aklimatisieren’ da. Liebe Grüße

was ist studyHall??:rolleyes:

Sowas wie Freistunde, entweder in einem Klassenraum, wo du net reden darfst, oder du hast einen hall pass. Dann kannst du in die Bib oder Cafete oder sonst wo in der Schule. War zumindest bei mir so. Hab study hall gehasst, bis ich endlichen einen hall pass hatte.

I. d. R. ist eine StudyHall dazu gedacht, dich in dieser Schulstunde mit deinen Hausaufgaben und Projekten zu beschäftigen - Stillarbeit! Normalerweise bist du dazu in einem eingeteilten Klassenraum, der von einem Lehrer betreut wird - ist ganz praktisch wenn man mal Fragen hat.
Für manche Fächer bietet sich auch die Möglichkeit einen (Hall)Pass zu bekommen um im jeweiligen Fachraum an Projekten zu arbeiten. Ich habe das z. B. in der Zeit kurz vor Projektabgabe oft in Kunst genutzt und konnte noch zusätzliche Stunden für meine Arbeiten aufbringen oder zur Fahrschulzeit hatte ich alle meine praktischen Fahrstunden in einer StudyHall. Pässe stellen die jeweiligen Fachlehrer aus, so zumindest bei mir.