Mutige Deutsche in der Feuerhölle von Australien

Deutsche Schülerin hilft Opfern http://www.bild.de/BILD/news/2009/02/13/australien-braende/deutsche-schuelerin-hilft-opfern.html
Entschlossen stemmt Schülerin Tanja Ahrens (16) aus Osterby (Schleswig-Holstein) in ihrer Feuerwehruniform die Hände in die Hüften.

Die Deutsche ist eine von Hunderten Freiwilligen, die in Australien beim schlimmsten Feuerinferno in der Geschichte des Landes helfen.

Tanja lebt seit Juli 2008 in Australien, erzählt: „Es ist wirklich schrecklich. Eine meiner Freundinnen wird vermisst. Die sagen, sie ist tot.“

Trotzdem hat die mutige Schülerin nie daran gedacht, nach Deutschland zurückzufahren.

Tanja: „Ich helfe nach der Schule jeden Tag in einem Betreuungszentrum, sortiere Kleider, spreche mit den Opfern. Ich werde hier gebraucht.“

Mutige Deutsche in der Feuerhölle von Australien - „So erlebe ich das Inferno“ http://www.bild.de/BILD/news/2009/02/13/mutige-deutsche-schuelerin-tanja-ahrens/in-der-feuerhoelle-von-australien.html
Die deutsche Schülerin Tanja Ahrens (16) aus Osterby (Schleswig Holstein) lebt seit Juli 2008 in Australien. Ihre Gastfamilie ist in der Freiwilligen Feuerwehr, kämpft jeden Tag gegen das Flammeninferno an. Auch Tanja will nicht untätig herumsitzen, hilft in einem Opfer-Betreuungscenter.

BILD.de sprach mit der mutigsten Schülerin Deutschlands.
Tanjas Stimme klingt am Telefon gefasst, erschöpft. Bei ihr ist es inzwischen abends. Wieder hat sie einen Tag in der Feuerhölle Australiens überstanden.

Sie erzählt: „Das ist alles so furchtbar. Mein Gastvater ist immer im Löscheinsatz, schläft fast gar nicht mehr. Wenn er zu Hause ist, dann nur zum Essen. Heute war es eine Scheibe Melone – dann ist er gleich wieder los. Wenn er dann völlig erschöpft nach Hause kommt, fehlen ihm die Worte, um den Schrecken zu beschreiben, den er gesehen hat.”

Auch Tanjas Gastbruder ist als Feuerwehrmann im Einsatz: „Als die Feuerwehr meinen Bruder einmal nach Hause geschickt hat, weil er sich nach einem Dauereinsatz ausruhen sollte, ist er wie wahnsinnig durchs Haus getigert. Am Ende ist er dann einfach abgehauen – zurück zum Löschen. Das geht hier vielen so. Alle wollen helfen.”

Das Haus von Tanjas Gasteltern steht in Wattle Glen an einem Berg. Die Schülerin erzählt: „Wir sind einmal auf die Spitze gestiegen, ich konnte in der Ferne das Feuer sehen. Das war beängstigend. So nah!”

Die Stadt Kinglake liegt nur 25 Kilometer von Wattle Glen entfernt – die Stadt fiel den Flammen zum Opfer, ist völlig abgebrannt.

Tanja: „Als ich meine Gastmutter einmal von der Arbeit abgeholt habe, ging gerade die Sonne unter. Wir standen auf dem Parkplatz und haben in den Himmel geschaut. Der war knallrot. Man konnte nur den Wind hören. Gruselig!”

Hat die Schülerin jemals daran gedacht, einfach nach Deutschland zurückzufliegen?

Tanja antwortet bestimmt: „Niemals! Ich versuche zu helfen, so gut ich kann. Morgens gehe ich zur Schule. Von 8 Uhr 30 bis 15 Uhr. Danach gehe ich sofort ins Betreuungscenter. Da sortiere ich Kleidung und Essen, spreche mit den Opfern. Bis abends. Um 22 Ihr 30 geht dann meistens bei mir das Licht aus.”

Schlafen kann Tanja meistens trotzdem nicht: „Ich liege oft noch bis drei Uhr nachts wach – ich bekomme die schrecklichen Bilder einfach nicht aus meinem Kopf.”

Wie würdet ihr euch verhalten, wenn ihr als ATS in so einer Situation wärt?

Viele Grüsse

Kirsten

Tanja Ahrens wurde heute morgen in Punkt 6 gezeigt, wie sie in Australien hilft und sie wird interviewt. Ebenso wurden ihre Eltern interviewt. Ich denke, der Beitrag wird heute noch mehrmals auf RTL kommen: Punkt 9, Mittagsmagazin, evtl. in Explosiv und in den Nachrichten.

Viele Grüsse

Kirsten

Ich habe grade das Video von dem Beitrag gefunden http://www.rtl.de/rtlaktuell/rtl_aktuell_videoplayer.php?article=25787
Vielleicht möchte es sich jemand angucken.

Viele Grüsse

Kirsten