Mein sohn will es auch

hallo an alle,

auch mein sohn, jetzt 16, möchte am besten noch in diesem jahr für ein jahr in die usa, wir sind hier schon ständig am recherchieren, lesen die blaue “austauschbibel” etc.

meine überlegungen sind, dass es wahrscheinlich, wie ich gehört habe, schwieriger ist, bei einer gemeinnützigen organisation wie YFU oder AFS usw. genommen zu werden, als bei einer privat wirtschaftlichen.

mein sohn ist ein ganz normaler durchschnittlicher 16jähriger, jetzt in der 10. klasse, wird abi machen, lernen zu hause hält sich in grenzen, macht etwas sport, hat freunde, aber eben kein ehrenamt oder so etwas. kann sich aber gut woanders einfügen und ist überall ( bei eltern von freunden ) gern gesehen.

meine vorstellung ist immer die, dass man bei einer gemeinnützigen orga irgendwie “besonders” sein muss, um da genommen zu werden. oder ist es vielleicht gar nicht so wichtig, ob die orga gemeinn. oder gewinnorientiert arbeitet? ich hätte wahrscheinlich ein besseres gefühl bei einer gemeinn. orga.

also, was meint ihr? hat man chancen bei gemeinn. orgas oder ist es letztlich nicht das wichtigste, mit welcher orga man fährt? einige andere orgas bieten ja auch ein ganz gutes programm ( zumindest im handbuch so beschrieben ).

ach ja, und wer kann etwas über den ablauf eines einzelinterviews sagen? ist das schwierig? sicherlich ist es dann ja wohl auf englisch, oder?

würde mich sehr über antworten freuen,:confused:

Suedenkaefer,

Zu allererst mal: NEIN, man muss natürlich kein absoluter Überflieger sein, um bei einer gemeinnützigen Organisation in Frage zu kommen.

Problematischer könnten dagegen die Bewerbungsfristen sein.
Bei YFU weiß ich es nicht so genau, aber bei AFS ist der LETZTE Bewerbungsschluss jetzt am 1. Februar (weitere Infos hier). Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob noch Länderplätze in den USA frei sind… (Hier hilft aber ein kurzer Anruf bei AFS -> 040 399222-0)
Bei AFS buchst du nicht einfach pauschal ein Austauschjahr in einem bestimmten Land, so wie es bei den meisten anderen Orgas üblich ist. Dort steht das interkulturelle Lernen im Vordergrund. Dein Sohn gibt bei der Bewerbung - bzw. nach durchlaufenem Auswahlprozess - mehrere Wunschländer an, und bekommt dann von AFS ein Angebot zu einem oder mehreren Ländern unterbreitet. Sollte das/die Wunschland/länder nicht dabei sein, und er sich nicht mit dem Vorschlag anfreunden können, besteht noch die Möglichkeit, vom Vertrag zurück zu treten.

Ich selbst war mit AFS im Ausland (long long time ago… ^^), und meine Eltern und mich hat vor allem die Betreuung vor Ort (primär in Deutschland - die Betreuung im Ausland hab ich ja erst später kennen gelernt) überzeugt. Es gibt flächendeckend lokale AFS Gruppen - also auch ganz sicher bei euch in der Gegend - und dadurch hatte ich vor dem Jahr (und meine Eltern die ganze Zeit) direkte Ansprechpartner, die ich bei Fragen/Unsicherheiten/Problemen löchern konnte. Ich glaube vor allem für Eltern ist dieser persönliche Austausch und die Betreuung wichtig…

Zu einem Einzelinterview kann ich nicht wirklich viel sagen… Bei AFS dauert eine Auswahlveranstaltung 2-3 Tage (ein Wochenende) - und in dieser Zeit wird natürlich nicht nur englisch gesprochen :wink: .

Wie auch immer ihr euch entscheidet, ich denke um auf Nummer sicher zu gehen, sollte sich dein Sohn wenn möglich sowieso bei mehreren Orgas bewerben. Ihr lernt die Mitarbeiter der Organisation bei den Auswahlveranstaltungen kennen, und könnt euch ein persönliches Bild machen, wo ihr ein besseres Gefühl habt.

Liebe Grüße

Martin

hallo martin,

danke für die schnelle antwort. es tut natürlich gut, so etwas zu lesen.
dass man bei AFS 8 länder angeben muss, hatte ich mittlerweile auch herausgefunden. kommt dann wohl eher nicht in frage, mein sohn ist schon ziemlich auf usa fixiert.

vielleicht muss man sich tatsächlich einfach mal bei mehreren bewerben und schauen, wie´s mit der zeit dann weiter geht. es ist ja jetzt auch in hh eine austauschmesse, bei der man sich ein gewisses bild verschaffen kann…

besten dank noch mal.:slight_smile:

Hey,
also ich war selbst mit YFU im Ausland. Man muss kein Überflieger sein, um bei YFU angenommen zu werden.
Jeder, der eine Bewerbung einschickt, wird zum Auswahlgespräch eingeladen, das bei YFU kein Wochenende ist sondern nur so 2 Stunden dauert, und das ist vor allem die Grundlage der Auswahlentscheidung. Das Interview ist ganz auf deutsch.

Ich kann YFU nur empfehlen, du kannst gerne speziellere Fragen an mich stellen.
Allerdings ist für dieses Jahr die Bewerbungsfrist für die USA schon ganz um, seit 2 Wochen oder so…

danke, gespenst,

schön, zu hören, dass auch ganz “normale” jugendliche eine chance erhalten. mein sohn allerdings favourisiert im moment INTO. die haben ja offenbar schlechte und gute bewertungen, wie wohl so die meisten orgas, außer vielleicht ein paar wirklich schwarze schafe. und von den leistungen her annehmbar.

aber man sollte sich wohl sowieso bei mehreren orgas bewerben. außerdem kann man es ja auch auf privat organisiertem weg probieren. zumindest hat seine schule früher mal einen austausch mit einer us high-school gemacht, ist aber dann leider eingeschlafen. aber das kann man ja evtl. wiederbeleben…?

danke, vielleicht bis später hier nochmal.:smiley:

Hallo,
privat organisieren ist, was die USA angeht, wirklich schwierig. Dazu wirst du auch etwas finden, wenn du dich hier im Forum umschaust. Und regelmäßig ist es auch nicht billiger, als wenn man mit einer Organisation geht…

Liebe Grüße,
Wiebke

hallo wiebke,

ja, hab ich schon gelesen, dass es ziemlich schwierig u. aufwändig ist, aber es ist ja. u.u. nicht unmöglich…

danke für die antwort.:wink:

Hallo, unsere Tochter war mit YFU in den USA. Wir waren sehr zufrieden und auch unsere Tochter war keine Überfliegerin in der Schule. Gutes Mittelmaß, normalen Freundeskreis usw. - Wir fühlten uns von Anfang an sehr wohl bei YFU und würden diese Orga sehr empfehlen. Auch heute noch ist unsere Tochter bei YFU aktiv und fühlt sich sehr gut aufgehoben.

Es ist schwierig eine ORGA zu finden, aber aus unseren persönlichen Erfahrungen würde ich wieder eine nicht kommerzielle ORGA nehmen, andere sehen das bestimmt wieder anders. Viel Glück bei der Entscheidung.

Susanne