Kultusministerkonferenz wird die Bildungszusammenarbeit mit dem Ausland weiter stärke

Die Kultusministerkonferenz wird die Bildungszusammenarbeit mit dem Ausland weiter stärken. Sie nimmt damit ihre Verantwortung zur Qualitätsverbesserung im Bildungsbereich und zur Sicherung internationaler Mobilität wahr. Die Länder tragen durch ihr vielfältiges Engagement im Auslandsschulwesen, in schulischen Austauschprogrammen sowie durch die Bewertung ausländischer Abschlüsse maßgeblich zu einem positiven Deutschlandbild im Ausland und einem nachhaltigen kulturellen Dialog bei. Darüber hinaus setzt die Bildungszusammenarbeit mit dem Ausland entscheidende Impulse für die Sicherung und Steigerung der Qualität von Bildung in Deutschland. Die durch die Föderalismusreform gestärkte Länderverantwortung im Bildungsbereich gilt selbstverständlich auch für das Auslandsschulwesen. Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Annegret Kramp-Karrenbauer, erklärte: „Wir wollen das Profil der Bildungsarbeit im Ausland schärfen, etwa beim Qualitätsmanagement der Auslandsschulen oder beim Deutschen Sprachdiplom. Umgekehrt sollen die Erfahrungen, die deutsche Lehrkräfte im Ausland gesammelt haben, noch stärker für die Weiterentwicklung der schulischen Arbeit im Inland genutzt werden.“

Deutsche Auslandsschulen und Deutsches [URL=„http://www.kmk.org/doc/beschl/DeutschesSprachdiplom.pdf“]Sprachdiplom
Derzeit werden an 123 deutschen Auslandsschulen weltweit rund 72.000 Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel eines deutschen Abschlusses unterrichtet. An weiteren 533 schulischen Einrichtungen sowie deutschen Abteilungen wird deutschsprachiger Unterricht gefördert. Die Kultusministerkonferenz gewährleistet auch in Zukunft die Qualität der anerkannten deutschen Abschlüsse an den deutschen Auslandsschulen durch die Beurlaubung von Lehrkräften aus den Ländern. Die Bildungsarbeit deutscher Schulen im Ausland soll qualitativ weiterentwickelt werden. Gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt soll ein Gütesiegel für exzellente Auslandsschulen vergeben werden.

Die Kultusministerkonferenz unterstützt die Stärkung der deutschen Sprache im Ausland und bekräftigt ihre inhaltliche Verantwortung für das Deutsche Sprachdiplom. Mit dem Deutschen Sprachdiplom werden die sprachlichen Voraussetzungen für ein Studium an deutschen Hochschulen erworben. Es wird weltweit jährlich an rund 12.000 Schülerinnen und Schüler im Ausland vergeben.

Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB)
Die Kultusministerkonferenz sieht in der Arbeit der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen als nationales Informations- und Äquivalenzzentrum einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Integration von Migranten, zur Förderung der internationalen Mobilität und damit zur Sicherung ausländischen Fachkräftepotentials in Deutschland.

Pädagogischer Austauschdienst (PAD)
Die Kultusministerkonferenz unterstreicht die Bedeutung des schulischen Austausches für die Qualität des Lernens und des Lernumfeldes. Durch die Beteiligung an Austausch- und Kooperationsprogrammen werden die fachlichen, methodischen, sprachlichen und interkulturellen sowie persönlichen Kompetenzen erweitert. Austausch leistet damit auch einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit.

Toll, auf der einen Seite wird faktisch Auslandserfahrung durch restriktives BAföG (bei G8-Jahrgängen soll man in der 10.Klasse, die wegen des erweiterten Sekundarabschlusses wichtig ist, ins Ausland) gemindert, aber schoene Fensterreden und Absichten äussern, die Bildungsarbeit mit dem Ausland zu stärken.
Diesen Widerspruch halte ich für unauflösbar.

RREbi