Krise kurz nach Ankunft

Hi,
also ich bin gerade erst bei meiner Gastfamilie angekommen, aber sofort fühle ich mich unwohl… Zwar sind alle nett zu mir, doch richtig beachten tut mich keiner. Sie direkt darauf anzusprechen und auf meine Probleme damit, traue ich mich auch nicht, da ich sie nicht direkt verunsichern will. Ich bin nämlich ihr erster Austauschschüler.
Ich versuche mich ja zu integrieren, doch ich werde auch nicht informiert über Planungen oder sonstiges.
Was kann ich machen, damit ich mich wohler fühle???:confused:

hallo,
zunächst einmal: magst du dir ein pseydonym zulegen, damit wir dich im verlauf der diskussion wiedererkennen?

ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass du in den USA bist. Und das was du beschreibst, hört sich ganz nach einem Kulturschock an. In der Amerikanischen kultur - so hart das jetzt klingt - wirst du wohl als Kind angesehen, und das informiert man nicht immer über alles. Davon abgesehen planen die Amerikaner auch nicht soviel wie die Deutschen, also vielleicht gibt es gar keine Planungen, über die man dich informieren könnte, weil das alles spontan entschieden wird?
Inwiefern du “nicht beachtet” wirst, kann ich nicht beurteilen. Kannst du mir ein paar konkrete beispiele geben? Oder situationen, in denen du mehr beachtet werden möchtest? (Wie läuft das denn vergleichsweise in deienr Familie in Deutschland? Würdest du einem ATS ein anderes Maß an beachtung schenken?) Vielleicht - auch wenn das gemein ist - beruht dein jetziger Kulturschock zum Teil auch auf falschen Erwartungen. Ich frage mal provokativ: Bist du davon ausgegangen erst mal überall im Mittelpunkt zu stehen? Das wird nie der Fall sein, schließlich bist du “nur” ein Mitglied der Familie, wenn auch neu.

Ich kann dir nur zwei Tipps geben: Selbst wenn und vielleicht auch gerade weil die Familie noch nie einen ATS vor dir hatte, sprich offen mir ihr darüber, was du dir wünscht, und / oder sprich mit deinem Betreuer. Der kann dir nämlich auf jeden Fall sagen, ob das kulturellbedingt ist, oder eine persönliche geschichte.

Liebe Grüße,
Wiebke

Hallo unbekannte/r
in den ersten tagen ist das glaube ich ganz normal! Als ich bin am ersten tag meiner ankunft auch frustriert gewesen das sich keiner um mich kümmert ! Und dann sollte ich von hier auf jetzt fertig sein um plötzlich irgendwo hin zu fahren… habe mich ziehmlich verloren gefühlt in der ersten woche! Aber nun ist alles gut. ich bin mitlerweile drei wochen hier. Die Schule hat begonnen und ich habe mich daran gewöhnt das ich hier mir zwei malzeiten selber mach und alleine esse… und alll sone kleinigkeiten eben…
also nur mut du schaffst das! gebe allen etwas zeit dich an die neue situation zu gewöhnen!

Als ich in den USa angekommen bin, bin ich ein paar Wochen lang mit nem Kloss im Hals herumgelaufen, so unwohl hab ich mich gefuehlt. Aber das legt sich wieder!:smiley:

in manchen familien ist das auch so, dass ess ein familienoberhaupt gibt und dieses am meißten beobachtet wird die anderen bekommen dann nicht so viel beachtung.
Rede doch einfach mal mit deinen Gasteltern und frag sie ob sie dir die nächsten sachen etwas früher mitteilen könnten. sie werden nichts dagegen haben und freuen sich bestimmt über deine Offenheit.

ich denke auch das es sich gibt…
erst wenn du dich anch 3 wochen noch nicht wohl fühlst weil es nicht passt denk an einen wechsel. Vorher versuch dich mit der Familie zu arrangieren.

Man fühlt sich anfangs immer unwohl. Schließlich ist ja auch alles neu für dich.

Aber lass den Kopf nicht hängen.