Kontakt

Hallo ihr alle,

Mein Sohn geht diesen Sommer für ein Jahr in die USA.
Er ist mitallen möglichen “Kontaktarten” ausgestattet. telefonkarte, Handy und sogar ein Laptop.
Aber was ratet ihr mir nun. Meint ihr, das einmal im Monat Kontakt zu haben o.k. ist, oder “glucke” ich da zuviel. Wenn es nach meinem Sohn ginge, würde er sich nur kurz vor der Heimreise melden, um zu sagen, wann er wieder ankommt.

Wir haben damals mit meiner ältesten Tochter 1x die Woche telefoniert und eigentlich wollen wir es wieder so halten. Das geht aber auch von Sabrina aus. Auch sie hat ihren Laptop und ein Handy mit, sodass sie sich kurz melden kann, wenn wir anrufen sollen, da wir umsonst in die USA telefonieren.

Viele Grüsse

Kirsten

also ich denke es ist sinnvoll zumindest für den Anfang eine gewisse Regelung zu finden… EInmal Kontakt monatlich ist sicherlich okay (also in meinen AUgen) - anfangs wllt auch 2-wöchentlich.
Aber diese Regelung sollte eben nicht so steif werden - also dass z.b. nach ein paar Monaten auch mal weniger Kontakt okay ist. Es ist nämlich irgendwie normal, dass das 2. Halbjahr wirklich schnell vergeht, und da dann nicht unbedingt so viele Gedanken “an die Heimat verschwendet werden”, weil dann eben das “normale Leben” im Gastland herrscht.

Ich hatte es in meinem ATJ damals so, dass ich in den ersten 3 wochen glaube ich fast wöchentlich mal angerufen habe (ich hatte diese CampusCard, und mit meinen ELtern war es abgemacht, dass - falls ein Telefonat nicht per Email abgeklärt war - ich kurz zu Hause anrufe und meine Eltern mich dann zurück gerufen haben. Denn mit diversen Vorwahlnummern ist das Telefonieren in die USA echt spottbillig - und deffintiv günstiger als wenn ich mit der Campuscard lange telefoniert hätte) danach ist das etwas runter gegangen - September und Oktober vielleicht ein oder zwei Mal, dann maximal einmal im Monat. Bei “besonderen Gelegenheiten” (Weihnachten, Geburtstagen…) wurd da natürlich ne Ausnahme gemacht.
Aber andererseits muss ich auch rückblickend sagen, dass ich neben dem Telefon viel zu viel Kontakt per Email hatte. Ich hab das Gefühl, dass es sich für meine Mutter so eingebürgert hat, dass ich mich mindestens jeden zweiten Tag melde - sonst gabs als böse Emails an mich -.- das war natürlich nicht so angenehm und hat das Leben dort drüben schon ab und an etwas aus den Fugen gehoben… naja - aber genug davon.

Fazit: Macht keine zu strengen regelungen im VORAB, sondern klärt einfach von Telefonat zu Teoefonat ab, wann ihr euch wieder meldet, und wer es tut. (ist halt sinnvoll gewisse fixe Termine zu haben, wie z.B. erster Sonntag im Monat, 3 Uhr nachmittags US Zeit, das lässt sich dann besser merken)

Einmal pro Woche ist definitiv zu viel, vor allem wenn ihr Deutsch miteinander sprecht - die Kinder sind sofort wieder in ihrer alten Welt, das Leben dort wird dadurch unnötig erschwert.

Einmal im Monat reicht und es muss von den Kindern ausgehen - alles Andere wird u.U. auf amerikanischer Seite schnell als Störung des Familienlebens interpretiert.

„Kurz vor der Heimreise“… ja ja, Jungs reden manchmal so, warte mal ab, er wird sich schneller melden als du glaubst :wink:

Gruß RREbi

Meine Tochter wird auch dieses Jahr für 10 Monate in die USA gehen.
Wir haben ein sehr enges Verhältnis zueinander, und eigentlich möchten wir auch (glücklicherweise beide bzw. alle in der Familie), dass das trotz ATJ so bleibt. Wir sind uns bewusst, dass es eine gewisse Entfremdung geben wird und auch muss, aber muss man deshalb den Kontakt fast abbrechen? Da haben wir ja mit den meisten auch nicht so engen Freunden, die uns nicht halb so viel bedeuten, mehr Kontakt als 1 x monatlich. Ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden, und vielleicht werde ich auch in 1 Jahr hier zugeben müssen, dass das, was ich hier jetzt schreibe, totaler Quatsch war, aber ich bin der festen Überzeugung, dass ein gefestigter Jugendlicher sich in einer neuen Umgebung mit neuer Familie durchaus auch prima einleben kann, ohne den Kontakt zu denen, bei denen er bisher lebte und nach dem Jahr ja auch wieder leben wird, auf ein solches Minimum zu beschränken.
Damit will ich nicht die Jugendlichen angreifen, die sich nicht so oft zu Hause melden, ich habe noch einen Sohn, der würde mit Sicherheit seltener anrufen, aber ich will mir auch nicht einreden lassen, dass 1 x wöchentlich Kontakt zu haben schlecht ist. Zumindest wollen wir es anfangs so machen. Alles Weitere wird dann die Zeit zeigen.
Gruß
Ili

Da haben wir ja mit den meisten auch nicht so engen Freunden, die uns nicht halb so viel bedeuten, mehr Kontakt als 1 x monatlich. Ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden, und vielleicht werde ich auch in 1 Jahr hier zugeben müssen, dass das, was ich hier jetzt schreibe, totaler Quatsch war, aber ich bin der festen Überzeugung, dass ein gefestigter Jugendlicher sich in einer neuen Umgebung mit neuer Familie durchaus auch prima einleben kann, ohne den Kontakt zu denen, bei denen er bisher lebte und nach dem Jahr ja auch wieder leben wird, auf ein solches Minimum zu beschränken.
Aber ich will mir auch nicht einreden lassen, dass 1 x wöchentlich Kontakt zu haben schlecht ist. Zumindest wollen wir es anfangs so machen. Alles Weitere wird dann die Zeit zeigen.

Das sehe ich genauso!!!

Viele Grüsse

Kirsten

Ich auch!!

Z.Zt. ist unsere Tochter auf Abschlußfahrt für 10 Tage und hat von sich aus wissen lassen wie es ihr geht (und gefragt wie es uns geht). Einige ATS denken bestimmt (außerhalb der Heimwehattacken) an uns und möchten Kontakt haben. Wir lassen es einfach unbestimmt, wann wer sich meldet, das hat bisher gut geklappt. Manchmal hat man halt was zu berichten und meldet sich (ich meine natürlich nicht jeden Pickel) und wenn man nach einiger Zeit an den anderen denkt, soll man sich auch melden können (ohne “Zeitplan” - wie : erster Sonntag im Monat - oder so).
Naja, ich werde wahrscheinlich bald voller Neugier und Sehnsucht auf einen Anruf von ihr warten… aber Ihr Alle ja auch… dann sind wir nicht allein…:slight_smile:

Bis bald
Franka

So habe ich es auch gemacht :slight_smile:

Also ich hab ungefähr jede WOche mit meinen eltern telefoniert. Und ich fand und finde auch im nachhinein, dass es auf keinen fall zu viel war. Mein spanisch hat darunter ganz und gar nicht gelitten und die eingliederung in den alltag ist mir dadurch auch nicht schwerer gefallen.
auch wenn manche menschen sagen, dass es viel zu viel ist jede woche zu telefonieren und man es auf einmal im Monat beschränken sollte, meine ich dass das jeder mit sich selbst ausmachen muss. Vielleicht reicht es einigen einmal im Monat oder noch seltener zu telefonieren aber trotzdem sollte man anderen, denen es nicht reicht, an den Kopf werfen, dass dies falsch und unförderlich für das Austauschjahr ist!

Puuuuuhhhh, endlich mal eine gute Antwort von einer Ehemaligen ;).
Sabrina geht es auch besser, wenn sie mit uns Kontakt haben kann, wann sie es will und nicht dann, wann es die Regeln vorschreiben.
Da sie schon 2x für 8 Wochen drüben war und wir auch da viel Kontakt hatten, kann sie es beurteilen, ob es ihr schadet oder nicht. Und dem war nicht so!
Im Gegenteil!

Viele Grüsse

Kirsten

Hast du Spanisch in den USA gesprochen?

RREbi

nein ich hab spanisch in argentinien gesprochen.

Ach so, weil es in der Anfrage hier um die USA ging und Gastfamilien dort häufig anders mit dem Problem „parental intruders“ umgehen als z.B. in Argentinien :wink:
Bei zu intensiven Kontakten mit den Eltern werden ATS dort schon mal von der Gastfamilie aufgefordert zu wechseln.
And this ist what Helen, one representative of CHi, wrote to us: „The more time you spend in conversation with English speaking people, the faster your English ability will improve. This means you should avoid speaking your native language as much as possible.“
Very true.

RREbi

Ja ich weiß, dass das allen immer und immer wieder gesagt wird. Auch ich predige es den Leuten wenn ich sie auf ihr Jahr vorbereite und auch, wenn sie bereits hier sind.
Auch in Argentinien sind die Leute absolut nicht begeistert, wenn man zu viel Kontakt mit der Family hält. Bin ich auch nicht, wenn mein Gastbro das hier macht. Aber es kommt auch immer darauf an wie man das ganze verpackt. Wenn man nach dem Telefonat z.B. erzählt, was zu hause so passiert, wie es den Eltern und den Geschwistern geht fühlen die Gastfamilien meistens mehr eingebunden. das kann ich natürlich wieder nur von argentinien, deutschland und Frankreich sagen. Hab allerdings gehört, dass das in den USA nicht viel anders sein soll