FORSA-Studie belegt: Schüler wollen ins Ausland

Eine aktuelle forsa-Studie belegt, dass sich die Mehrheit der 15- bis 16-jährigen Schüler in Deutschland vorstellen kann, ein Schuljahr im Ausland zu verbringen. Die im Auftrag von AFS durchgeführte bundesweite Befragung erbrachte außerdem eine Fülle weiterer interessanter Erkenntnisse zum Thema „Schüleraustausch“.

Die von der forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse im März 2008 durchgeführte Studie zeigt, dass sich aktuell 61 Prozent aller Schüler in Deutschland vorstellen können, ein Jahr ins Ausland zu gehen, um dort die Schule zu besuchen und bei einer Gastfamilie zu leben. Insbesondere Mädchen (70 Prozent) und Gymnasiasten (68 Prozent) sind hierzu überdurchschnittlich bereit.

Besonders großen Wert legen die interessierten Schüler bei der Wahl einer möglichen Austauschorganisation auf konkrete Hilfe bei der Organisation des Austauschjahres (96 Prozent), Vorbereitungstreffen und Einführungsseminare (86 Prozent), einen Abholdienst vom Zielflughafen (83 Prozent) sowie einen persönlichen Ansprechpartner für den gesamten Zeitraum des Auslandsaufenthalts (76 Prozent).

Eines der wichtigsten Ergebnisse: 64 Prozent der befragten Realschüler können sich vorstellen, ein Schuljahr im Ausland zu verbringen. Dies sind fast so viele Interessenten wie unter den Gymnasialschülern (68 Prozent). Auch der soziale Faktor spielt in diesem Zusammenhang offensichtlich keine größere Rolle: Die Zahl der Schüler, deren Familie sich einen derartigen Aufenthalt nach eigenen Angaben nicht leisten kann, ist bei beiden Schulformen nahezu gleich.

Während Gymnasiasten in der Regel vor der Qualifikationsstufe und damit während ihrer Schulzeit aufbrechen, gehen viele Realschüler erst nach ihrem Abschluss ins Ausland. Grund hierfür ist laut forsa die Sorge, bei einem Aufenthalt während der Schulzeit den Anschluss zu verlieren und dadurch schlechtere Noten zu riskieren. Daher ist für die Mehrzahl der Realschüler der beste Zeitpunkt für den Beginn eines Auslandsjahres zwischen Schulende und Berufsanfang.