Eltern von Söhnen..... - wie sind Eure Erfahrungen?

Wenn ich mir die Foren anschaue, stelle ich fest, dass viele Mädchen/junge Frauen sehr aktiv sind und sich zeitig auf das ATJ vorbereiten.
Da mache ich mir so meine Gedanken…, denn unser Sohn geht im Sommer`09 in die USA. Die Umsetzung dieses Wunsches hat er sehr forciert, doch nun wo alles unter Dach und Fach ist, lebt er wieder recht unbeschwert in den Tag hinein…denn der Sommer ist ja… (für sein Empfinden)… noch sooo weit weg.
Muss ich mir Sorgen machen? Noch zeigt er kein übermäßiges Interesse, wenn ich ihm beispielsweise rate, sich mit anderen ATS auszutauschen, bzw. Kontakt aufzunehmen, obwohl er sich wirklich auf das Jahr freut.
Okay, im Moment steht ja auch erst noch die zentrale Abschlussprüfung auf dem Plan (auch das belastet ihn noch nicht sonderlich)…;vielleicht wird es danach für ihn konkreter.
Mir ist auch klar, dass Männer nun mal anders ticken als Frauen, dennoch ist es für mich schwer auszuhalten. Gibt es Mütter/Väter, denen es ähnlich geht? Freue mich etwas von Euch zu hören!

ele :confused:

Hallo ele,

mein Sohn ist im Sommer 2007 nach Kanada gegangen, angenommen war er ein gutes Jahr vorher.

Bei ihm war es ähnlich wie bei deinem Sohn; er hat zwar seine Vorbereitungstreffen und -seminare gemacht (und sie haben ihm auch viel Spaß gemacht), aber sonst hat er alles mehr oder weniger auf sich zukommen lassen. Von großer Aufregung und mentaler Vorbereitung war bei ihm nicht viel zu merken, seine Platzierungsunterlagen hat er notgedrungen ausgefüllt und die Arztbesuche und Impfungen über sich ergehen lassen - aber das war es auch schon.

Wenn ich ihn angesprochen habe, ob er sich denn freut oder ob er aufgeregt ist, bekam ich zur Antwort, dass es ja noch lange hin sei, bis er fliegt und er sich jetzt erstmal um andere Dinge kümmern müsse. Viele der Foren-Dauerbrenner, wie Gastfamilie, Region etc. haben ihn wirklich bis zum letzten Moment nicht interessiert “Warum soll ich mir darüber Gedanken machen? Ich muss mich sowieso überraschen lassen, wo ich hinkomme.”

Trotzdem ist er letzten Endes gut vorbereitet abgeflogen und hat sich vom ersten Tag an in seinem Gastland wohlgefühlt. :wink:

Hallo ele

Ich kann dich aus Sicht eine Returnees/Rebounds beruhigen: Bei mir lief das damals nicht viel anders. Klar macht man sich manchmal seine Gedanken, ist vielleicht aufgeregt, etc. Aber eben, Männer ticken anders und zeigen das halt manchmal nicht so offen. Übrigens hatte ich vor meinem Abflug weder ein Austauschbuch gelesen, noch wusste ich von Austauschinternetforen oder so. Die einzige Vorbereitung die ich hatte, war ein zweitägiges Vorbereitsungstreffen von AFS, Komitteetreffen oder so gab es für Outbounds damals in der Schweiz nicht.

Von daher würde ich mir nicht zu viele Sorgen machen, wenn sich dein Sohn dem Anschein nach “nicht so interessiert”. Das ist evtl. auch ganz einfach eine Art “Abwehrreaktion” gegenüber dem Fakt, dass er ab Sommer ja ein Jahr nicht mehr dasein wird. Und eben, auch ohne so intensive Vorbereitung wie sie ein (zugegebenermassen grosser) Teil der zukünftigen ATS treibt, kann ein Austauschjahr zum vollen Erfolg werden! :wink:

Grüsse
Michael

Mein Sohn war 2005/2006 in Arizona, die Aufregung kam erst,als ihm seine Gastfamilie bekannt wurde. Je näher der Termin rückte, desto ausgeprägter wurden seine Stimmungswandlungen von
“nicht erwarten können” über
“was kommt da auf mich zu” bis
“ich habe Angst”.

Ich glaube Jungen gehen oft anders damit um. Mädchen reden viel mit anderen (z.B.Foren), mein Sohn hätte das nie gemacht.

Er hatte nie Heimweh, und hatte ein tolles Jahr, das ihn auch sehr verändert hat (positiv).:slight_smile:
Er würde sofort wieder in die USA gehen.

LG Lori

Ich habe mich damals fleißig ausgetauscht. Ich bin wohl kein Mann mehr :wink:

ja, willkommen im CLub lach

Aber auch wenn ich mich immer schön „brav“ ausgetauscht und informiert habe - micht hat der Abflug dann doch mit voller Breitseite erwischt; Ich erinnere mich noch sehr gut daran - hab mich am Abend vor meinem Abflug (der um 6 uhr morgens war) von ner Freundin verabschiedet, mit der ich noch im Freibad war - und da ist mir klar geworden, dass wir uns jetzt das letzte Mal für ein Jahr gesehen haben…
Und so richtig bewusst, dass es los ging, wurde es mir glaub ich erst, als der Flieger so richtig den Bodenkontakt verloren hatte und es steil aufwärts ging…
komisch, komisch… vorher war das alles immer „so weit weg“