Einmal Weltwärts und zurück

Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat in Berlin die ersten Rückkehrerinnen und Rückkehrer des Freiwilligendienstes weltwärts empfangen. „Mit ihren mitgebrachten Erfahrungen tragen die Freiwilligen dazu bei, Verständnis für andere Kulturen zu schaffen, im Kleinen zu zeigen, was Globalisierung bedeutet und Entwicklungszusammenarbeit zu verstehen“, so die Ministerin. Als Ziele kommen für die weltwärts-Freiwilligen weltweit alle Länder in Betracht, die von der OECD als Entwicklungsländer eingestuft worden sind und die stabile Verhältnisse aufweisen. Nahezu die Hälfte (45 Prozent) der Freiwilligen entscheiden sich für ein Projekt in Lateinamerika; rund 35 Prozent der Freiwilligen gehen nach Afrika. Die Arbeitsbereiche sind genauso vielfältig wie die Länder: Am häufigsten arbeiten die Freiwilligen im Bereich Bildung. Hierzu gehören Projekte wie Hausaufgabenbetreuung von Kindern und Jugendlichen in Heimen, Unterrichtsassistenz in Township-Schulen oder die Unterstützung in mobilen Schulen für Straßenkinder. Durch Sport, Kunst oder Kultur wird benachteiligten Kindern und Jugendlichen die Chance geboten, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Im Umwelt- und Gesundheitsbereich werden Projekte angeboten, die Aufklärungsarbeit beispielsweise zu den Themen Klimaschutz oder AIDS-Prävention leisten. Dies kann durch Unterrichtsprojekte, Aufklärungskampagnen oder Theaterworkshops geschehen oder indem die Freiwilligen Informationsmaterial erstellen. Auch Projekte zum Umwelt- oder Tierschutz sind möglich. Der neue Entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts startete am 1. Januar 2008. Die ersten 50 jungen Frauen und Männer wurden am 17.01.2008 im Rahmen einer Auftaktveranstaltung von Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul verabschiedet. Das [URL=„http://www.bmz.de“]Bundesentwicklungsministerium fördert die Freiwilligen mit je 580 Euro pro Monat. Die Freiwilligen selbst müssen nichts zahlen, denn entwicklungspolitisches Engagement soll nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Weltwärts richtet sich damit gerade an junge Frauen, für die es bisher kaum geförderte Einsatzmöglichkeiten in Entwicklungsländern gab. „weltwärts ist ein toller Erfolg für die Entwicklungsländer und die Freiwilligen. Ich wünsche mir, dass viele junge Leute diese Chancen wahrnehmen und über den Horizont von Deutschland blicken“, so Ministerin Wieczorek-Zeul.