DFSR: Bitteres Ende

#1

Um allen Recherchierenden die lange Liste von Details zu ersparen, veröffentliche ich nur die von mir geschriebenen E-Mails. Aus rechtlichen Gründen kann ich die Antworten von DFSR leider nicht veröffentlichen. Dennoch denke ich, dass der Inhalt aussagekräftig genug ist, um einer Entscheidung für DFSR entgegen zu wirken.



Notfall!!!

Anschlussflug in Australien wegen Verspätung verpasst.

Rufen Sie mich bitte sofort an!

0170 - XXXXXXX

Sabine XXXXXXX


Guten Tag Frau XXXXXXX,

vielen Dank für die Info. Diese hätte natürlich wesentlich früher bei uns eingehen müssen. Wie Sie vielleicht wissen, habe ich inzwischen mit XXXXXXX (Erklärende Ergänzung: Mitglied der Geschäftsführung) telefoniert.

Da mein Sohn XXXXXXX in Sydney keine Informationen erhalten hat, wie es weitergeht, haben sich die Kinder scheinbar erfolgreich selber geholfen, indem Sie sich an jemanden im Flughafen gewendet haben. Diese Person hat dann dafür gesorgt, dass die Kinder den nächsten Flug bekommen.
Zeitgleich habe ich für meinen Sohn die Flüge umgebucht. Im Anhang sehen Sie die Bestätigung dafür. Dieser können Sie auch die uns dadurch entstandenen Kosten in Höhe von 250,- Euro entnehmen. Durch meine Weitsicht ist somit auch der Anschlussflug nach Bremen bereits gewährleistet. Ich bitte um schnellstmögliche Erstattung des Betrages auf folgendes Konto:

XXXXXXX

Selbstverständlich erwarte ich zudem eine Erklärung, warum den Kindern von der Organisation Vorort Rückrufe zugesagt wurden, diese aber trotz prekärer Situation nicht erfolgten. Somit blieb uns nichts anderes übrig, als uns selber zu helfen.

Beste Grüße

Sabine XXXXXXX


Guten Tag Frau XXXXXXX,

vielen Dank für die schnelle Bearbeitung und die Rückerstattung.

Abschließend möchte ich aber noch anmerken, dass die Kommunikation mit XXXXXXX (Erklärende Ergänzung: Ein weiteres betroffenes Kind) weder informativ noch beruhigend gewesen sein kann, da deren Mutter sich telefonisch mit dem Flughafen in Sydney in Verbindung gesetzt hat, um den Weiterflug der Kinder zu arrangieren.

Wir haben durch eine weitere Panne in Hongkong unseren Sohn mit 22 Stunden Verspätung in Bremen abgeholt. Um eine Übernachtung im Frankfurter Flughafenhotel mussten wir uns ebenfalls selber kümmern. So ein bitteres Ende mit bzw. ohne DFSR haben wir nicht erwartet. Die Fürsorge der Kinder oblag zweifelsfrei DFSR. Stattdessen wurden die Kinder und die Eltern mit ihren Sorgen und Nöten alleine gelassen und diese mussten sich selber um die Lösungen für die entstandenen Probleme kümmern. Und das bei dem Veranstaltungspreis. Wirklich enttäuschend!

Mit der Bitte um Weiterleitung an die Geschäftsführung.

Beste Grüße

Sabine XXXXXXX


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#3

Hallo, vielen Dank für diese Veröffentlichung. Es ist wichtig für uns Eltern auch die Schwierigkeiten zu sehen, in die unsere Kinder geraten können. Unsere Erfahrung mit der DFSR sind so, dass diese Organisation sich weniger verantwortlich für das Wohlergehen der Jugendlichen zu fühlen scheint. Anders können es wir uns nicht erklären, warum sie trotz negativer Erfahrungen und Interventionen der Schule Jugendliche in die gleiche Gastfamilie schicken, bei denen sich schon mehrfach Austauschschuler nicht wohl gefühlt haben. Wir streben auch eine Klage vor Gericht an. Wir können die ABI e. V. als Ansprechpartner empfehlen, die uns sehr geholfen haben.

#4

OHje, beide Beiträge von euch klingen nicht gut. Mein Erfahrung ist im Moment ähnlicher Natur. Uns fehlt als Eltern im Moment die Fürsorge für unser “Kind”, dem es in der Familie sehr schlecht geht. Details möchte ich im Moment noch nicht schreiben. Vielleicht wird es uns in einigen Tagen zur Last gelegt. Aber ich halte euch auf dem Laufenden.