Bin noch unentschlossen

Hi, ich bin Lena aus D-Buchen, 15 Jahre und überlege einen Schüleraustausch in den USA zu machen. Ich steh’ mit meiner Idee noch ziemlich unentschlossen da. Möchte mir jemand von seinen Erfahrungen in den USA oder einem anderen Land berichten? :slight_smile:

Liebe Grüße :slight_smile:

Hallo Lenii!

Warum bist du denn unentschlossen? Geht es nur um das Land oder um einen Austausch generell? Was möchtest du denn wissen?

Viele Grüsse

Kirsten

Hallo Kirsten,
eigentlich geht es um den Schüleraustausch generell…
Ich schwanke im moment einfach noch sehr mit meiner Entscheidung.
Und habe deshalb gehofft, hier auf dieser Website mehrere Informationen zu bekommen und dass mir andere Schüler vielleicht von ihren Erfahrungen erzählen können?! :slight_smile:

Wegen der Schule? Ob du wiederholen musst? Ob du dir das zutraust? Wielange?
Welches Land?

Viele Grüsse

Kirsten

hallo Lenii

Schüler gibts hier auch - nicht nur die Kirsten :wink:
Was für Fragen hast du denn konkret?
ich glaub über die Erfahrung in den USA könnt ich viel schreiben (die anderen sicherlich auch) - aber leichter ists, wenn du da eben was zu bestimmten Themen wissen möchtest - dann können wir da konkret was zu schreiben.

also keine Angst, einfach nur posten :slight_smile:
wir antworten gerne :slight_smile:

Im moment bin ich auf einer weiterführenden Schule & mache gerade meinen Realschulabschluss.
In dem ‘Ein Schuljahr in den USA’ -Buch von dieser Seite habe ich aber gelesen dass viele von dem Gymnasium in die USA gehen.
Kann man denn den Austausch nur machen wenn man auf einem Gymnasium ist?!

Zuerst habe ich an Kalifornien gedacht doch ich musste feststellen dass meine Vorstellungen von Kalifornien nicht dem realen entsprachen.
Außerdem wird man doch sowieso in die jeweilige Landesregion eingeteilt & Länderwünsche sind teurer?!

Ob ich mir dass zutraue, an das denke ich wohl im Moment am meisten.
Ich denke dass schwierigste ist es, 1 jahr lang von Familie & Freunden getrennt zu sein.

Nein, auch Haupt- und Realschüler können ein Austauschjahr machen. Keine Sorge!
Man wird auch nicht bei allen Organisationen in Regionen eingeteilt. Und man kann auch kostenlos Staaten “Wünsche” äussern. Vielleicht nicht grade CA ;), aber sonst schon.

Deine Familie bleibt dir erhalten und “richtige” Freunde auch :).

Viele Grüsse

Kirsten

Gut :slight_smile:
okay, das wusste ich gar nicht :slight_smile:

Viele sagen auch, dass Neuseeland noch besser wäre als wie die USA.
Doch ich kann mir unter Neuseeland nicht richtig etwas vorstellen :confused:
Die USA kennt man doch schon eher, auch durch das Fernsehen, klar, auch wenn einiges nicht real ist.

hmm stimmt :slight_smile: :slight_smile: :).

Liebe Grüße zurück :slight_smile:

Lena

Hallo,

zunächst erst einmal: es kann jeder an einem Schüleraustausch teilnehmen - egal von welcher schule. Hauptsache das Alter und die Motivation stimmt. Okay, man sollte nicht gerade 5en im ZEugnis haben - aber wenn man wirklich ins Ausland will gibt es sogar dann Wege.
Mein Bruder ist übrigens auch gerade auf der Realschule und denkt darüber nach, einen Austausch zu machen.

Was du über Kalifornien sagst ist sehr wahr: meine beste Freundin wollte auch unbedingt nach Kalifornien - und ist in Idiana gelandet. Rückblickend ist sie darüber sehr happy - denn selbst L.A. würden wir beide heute nicht als schön bezeichnen. (Zumindest nicht so schön, als dass ich da um jeden Preis länger leben wollte.)
Was meinst du mit “man wird sowieso in die jeweilige Länderregion eingeteilt”? Man kann sich bei einigen Organisationen - wenn es jetzt konkret um die USA geht - Staatenregionen wünschen - mal gegen Aufpreis, mal ohne. Das bedeutet dann aber, dass, wenn du “Westküste” angeben würdest, du (bei vielen) ebenso gut in Alaska landen kannst wie in Kalifornien - ich denke, den Unterschied muss ich nicht erläutern. Auf jeden Fall aber ist es möglich,sein Jahr an der Grenze zu Kanada in Washington zu verbringen.
Aus meiner Erfahrung (und der vieler anderer ehem. ATS, die ich kenne) möchte ich sagen: Ich rate definitiv von einer Staatenwahl ab. DEFINITIV. Es ist doch viel schöner sich überraschen zu lassen und offen zu sein - denn, wenn man nicht offen gegenüber einem ganzen Staat ist, wie sieht das dann erst mit Gastfamilie und Schule aus? Außerdem: Jeder Austauschschüler fand es dort, wo er bzw. sie war, klasse und hat es nicht bereut, dort gewesen zu sein. HAND DRAUF!
Ein sehr gutes Beispiel dafür bin auch ich mit. Ich hatte gehofft, in die Südstaaten zu gehen, war aber offen und hab keine Staatenwahl genommen.
Gelandet bin ich in: “NE” . Als ich dieses Staatenkürzel sah, dachte ich im ersten Moment: NEVADA. (Wüste und Las Vegas waren die ersten Dinge, die mir einfielen.) Wo ich gelandet bin: viele hunderte kilometer nördlicher und östlicher. In Nebraska. Als ich DAS herausgefunden hab, hätte ich am liebsten geheult und wär da nicht hingefahren. (So geht es schätzungsweise 70% der ATS, die erfahren, dass sie nach Nebraska kommen.)
Dann habe ich recherchiert: in Nebraska wird das “Musterenglisch” der USA gesprochen. Es gibt viele Kleinstädte und Farms, wenig Tourismus.
Mein Ort hatte 500 Einwohner. Kein Kino, kein Möglichkeit was zu machen - außer zwei Restaurants und der Schule, einem Tante-Emma-Laden und zwei Frisören (einen für die Damen, den anderen für die Herren) gibt es in Ansley:
NICHTS. REIN GAR NICHTS.

Rückblickend: Genial. Freiheit. Einfach nichts. Aber eben niemand, der dich nervt. Einen tollen, intensiven Kontakt zur Gastfamilie und gute Freunde. Wenig Oberflächlichkeit. Chancen, die ich in einer Großstadt nicht gehabt hätte: Im Basketball Team zu sein. Und im Speech Team. Cheerleading auszuprobieren. An der Kirchengruppe aktiv mitwirken. (Hätte ich vielleicht in einer Großstadt nicht gemacht, weil es viele andere aktivitäten gab.)
Nicht darüber nachdenken zu müsen, wo man einkauft. Oder zum Frisör geht.
Und: In der ersten Klasse zu unterrichten. Ab und zu. Ohne anwesende Lehrkraft als Vertretung für eine halbe Stunde.
Ins “nirgendwo” zu fahren, wo es imn Abstand von 7 Meilen nichts zu sehen oder hören gibt. Naja, vielleicht mal ne Heerde Kühe. Aber nicht mehr.

Rückblickend: Was hätte es mir gebracht, in einer Großstadt zu sein? Hätte mich das in meiner Persönlichkeit weitergebracht? Vermutlich nicht. Wäre ich allein auf die Idee gekommen, mir die Badlands von NEbraska und South Dakota anzuschauen? (Ich war auch in North Dakota - Mitten im Land kann man auf den Feldern noch die Wagenspuren der Frontierbewegung erkennen, und die “Befestigungsringe” (ein Steinkreis) der Indianer Zelte sehen. Ich für meinen Teil, finde das extrem beeindruckend!)
Wahrscheinlich hätte ich auch woanders ein tolles Jahr gehabt - aber keines, dass mich so stark geprägt hat. Mich weiterentwickelt hat.
In Kalifornien und New York war ich zum Abschluss im Urlaub. War sehr schön. Aber eben nicht so schön wie “mein Nebraska”.
Übrigens: Jeder einzelnde der rund 70% “heulenden Hopees”, von denen ich oben gesprochen hatte, ist auch ein “heulender Returnee” - jeder liebt es so sehr im Mittleren Westen, dass er zurück will. Keiner fand “die Einöde” blöd.

Das zeigt auch: das Jahr ist viel zu schnell vorbeigegangen. Die Zeit rast nur so. Die Rechnung verändert sich ungefähr so über das Jahr:

  1. Monat: Alles ist neu. Ich freu mich hier zu sein, aber alles ist so ungewohnt - und hier muss ich jetzt 10 Monate bleiben. Ob ich mich je daran gewöhne.

  2. Monat: Huch, das ging aber schnell. Ich hab sogar schon sowas wie einen “Alltag hier.” Das Freunde finden ist schwierig, aber es geht. Ich bin aber so beschäftigt, dass ich kaum Zeit habe, mich bei meiner Familie und meinen Freunden zu melden. Hoffentlich sind die nicht böse, wenn sich das in den nächsten Monaten auch nicht ändert? Immerhin noch 8 Monate.

3./4. Monat: So langsam beginnt die Zeit zu vergehen. Kann man sich das vorstellen? In ein paar Wochen ist Weihnachten und dann sind es nur noch 2 Wochen, dass die HÄLFTE des Jahres vorbei ist. Wo ist die Zeit geblieben? Ich hoffe, ich hab noch eine Chance am Ende zu reisen, bisland hab ich ja nicht viel gesehen…

Die Hälfte ist rum, und du merkst mehr und mehr, dass es vieles gibt, dass du noch machen willst / wolltest (museen besichtigen, urlaub,…), dass du aber wahrscheinlich nicht mehr alles schaffst, weil du kein Zeit mehr hast… - Von monat zu monat wird es stärker und immer wieder wirst du dich fragen: mein ganzes leben ohne den alltag mit meiner Gastfamilie - wie soll ich das nur machen? Denn vor den 10 Monaten weißt du ja: es sind 10 Monate, dann siehst du alle wieder, der alltag hier beginnt erneut. Aber der Alltag des Austauschjahres ist dann für immer vorbei.

Also: das schwierigste am Austauschjahr ist nicht der Anfang sondern das Ende. Das gehen ist immer schwieriger als das kommen.

Ob du dir das zutraust, kann ich nicht sagen. Ich denke aber, dass du reif genug bist, da du dir diese Überlegungen machst. Das Jahr wird nicht immer einfach sein und du wirst den ein oder anderen Tag haben, an dem du freunde und familie richtig vermisst, einfach mal wieder in deutschland sein willst. Aber das ist auch normal und gut so, denn dann weißt du: es gibt hier etwas, dass ich mag, an deutschland. und wenn du dir das vor augen führst, dann weißt du, dass es etwas gibt, worauf du dich freuen kannst, wenn du zurückkehrst.

Ich kann dich insofern bestärken, die Entscheidung für das Auslandsjahr zu treffen, als dass ich mich zunächst beworben hatte, und die Bewerbung dann zurückgezogen habe. Ich habe das im darauffolgenden Jahr sehr bereut und mich erneut beworben - und bin dann ein Jahr ins Ausland gegangen.

Es gibt einen entscheidenden Leitsatz, wie ich finde: Du wirst NIE bereuen, was du getan hast - du wirst nur immer bereuen, was du NICHT getan hast.

Ich hoffe, ich hab dir ein bisschen geholfen, auch wenn mein Beitrag sehr lang war.

Liebe Grüße,
Wiebke

Ich hab gerade gesehen, dass du noch was geschrieben hast: ob USA oder Neuseeland - diese Entscheidung ist so ähnlich, wie die Entscheidung für einen Einzelnen Staat der USA: Am ende wird es dir überall gefallen.
Ich war zwar nicht in Neuseeland, aber soweit ich weiß ist das Schulsystem sehr ähnlich. Der einzige unterschied: du kannst das jahr auch “privat” über eine neuseeländische schule (z.B. auch ein internat) organisieren. Die kümmern sich dann auch um gastfamilie und co.
Allerdings: neuseeland ist erheblich teurer, weil die gastfamilien dort bezahlt werden (wg. recht hoher lebenshaltungskosten). Dafür kannst du dort mit deinem Visum auch arbeiten. In den USA geht das nicht.

Liebe Grüße,
Wiebke

Hallo Lenii,

dann melde ich mich doch vielleicht am besten auch mal zu Wort! :wink: Ich bin eine der “wenigen”, die nach der Berufsfachschule (weiterführende Schule/ 9+2) ein Schuljahr im Ausland gemacht hat - damals war noch eine andere mit gleicher Schulbildung mit mir im Austausch! Und, wir haben es überlebt! :stuck_out_tongue: Da brauchst du wirklich keine Bedenken haben, dass du dort in der Schule nicht mitkommen könntest oder nicht dafür geeignet wärst!

Wiebke hat schon einen sehr schönen, ausführlichen Beitrag geschrieben und ich kann ihr da als Ehemalige-Nebraskanerin (wie man ja am Namen schon sehen kann) nur zustimmen.
Ich bin ebenfalls verfechterin der Staaten/Regionenwahl. Erstens, da es dir eh nicht zwangsläufig garantiert wird (zumindest bei vielen nicht), zweitens oft zusätzlich kostet und drittens fällt der Überraschungseffekt weg und es gibt sogar noch ein viertens: kannst du auch in deinem Traumstaat (sei es z. B. CA oder FL oder sonst einer) mitten in der Pampa landen. Die USA ist ein riesiges Land mit so vielen unterschiedlichen Gegenden und besteht nicht nur aus Großstädten. Des weiteren denke ich, erlebt man auf dem Land den American Way of Life viel persönlicher, eindrücklicher kennen als in einer Mega-Touri-City!
Ich war beispielsweise letztes Jahr einen Monat mit meinem Freund back in Nebraska und er war sehr angetan von meinem Leben damals dort … es hat ihm gut gefallen mal das Amerika fern ab des großen Medienrummels und Touriprogramms zu sehen, denn da kann man ja immer mal im Urlaub hinfahren. :wink:

Zu NZ oder Australien - die Länder kommen immer mehr in Mode und sind, wie Wiebke schon gesagt hat, vor allem in Bezug auf das Schulsystem den USA sehr ähnlich (komischerweise obwohl es zum Commonwealth gehört).
Ein Schüleraustausch ist letztlich - egal in welchem Land - ein riesiges Erlebnis und wenn du die Möglichkeit hast einen zu machen, dann würde ich da nich nein sagen. :wink:

Falls du dich mal ein bisschen einlesen möchtest in meine Erfahrungen damals, dann guck doch mal auf meiner Homepage - Exchange Stories vorbei: www.hardyle.de.vu

Hallo Wiebke :slight_smile:
vielen lieben Dank, für deinen aufschlussreichen Bericht.
Er hat mir sehr geholfen :).
Ich habe ihn mir inzwischen schon mehrmals durchgelesen & stell mir auch vor was ich in den verschiedenen Situationen machen würde. ^^
Im Moment habe ich keine Fragen mehr, aber wenn mir noch etwas einfällt, würde ich mich gerne wieder bei dir melden, ich hoffe, du hast nichts dagegen?! :slight_smile:

Liebe Grüße
Lena

Hallo!
Das kannst du sehr gern tun. :slight_smile:
Liebe Grüße!

@Wiebke*86 04/05 ich bin fasziniert wie viel du schreiben kannst!! Find ich echt cool von dir, dass du den anderen hilfst. @Alle: Ich steh euch auch wenn fragen da sind zur verfügung!!! Ich möchte gerne nächstes Jahr in die USA gehen! Du… hab leider deinen Namen nicht mehr im Kopf…sry. :frowning: Ich finde du solltest erstmal in dich hinnein gehen und überlegen warum möchte ich eig. überhaupt ein Atj machen! Dann kann man sich ja informieren welches Land wohl am besten zu einem passt. Außerdem, wenn dir ein Jahr zu viel erscheint, naja 9-11 Monate, dann nimm doch einfach nur ein halbes Jahr. Es gibt aber auch nur 3 Monate!!! Sonst falls ihr das geld dazu habt kannst du auch erst einen Sprachkurs belegen oder ein Praktikum machen !!
Liebe Grüße
Christina

Mmh, damit sollten wirklich grundlegende Überlegungen verbunden sein, denn - auch wenn es nicht so scheint (mal von der Dauer abgesehen) - es gibt einige große Unterschiede zwischen den einzelnen Programmen!

Wenn man es wirklich ernst meint ins Ausland zu gehen, dann sollte man nicht nur 3 Monate gehen, denn das ist in ungefähr die Zeit, die man braucht um sich „einzuleben“; um alles zu entdecken, mit der neuen, ungewohnten Situation zurecht zu kommen, sich in der Schule zurechtzufinden, Freunde zu finden, eine engere Beziehung zur Gastfamilie aufzubauen und natürlich auch ganz wichtig um das richtige Gefühl für die Sprache zu bekommen! Es gibt viele, die sagen, dass man die Sprache erst intus hat, wenn man auch in dieser träumt und das dauert seine Zeit …
Ich würde grundsätzlich von 3 Monaten abraten (auch wenn ich es selbst keine Erfahrungen damit habe) aber du hast dich dort eingelebt, wirst aus deinem dortigen Alltag wieder rausgerissen und kommst in einen veränderten Alltag in deinem Heimatland zurück - i. d. R. ist das ja dann mitten im Schuljahr …

Beim fünfmonate Programm ist eben der Vorteil, dass du die Klasse normal nicht wiederholen musst und du direkt danach in deiner Klasse weitermachen kannst - du musst eben den Stoff nachholen (so war das jetzt auch bei einer Freundin von mir, die nur 5 Monate im Ausland war und im Frühjahr zurückkam) - evtl. großer Lernaufwand.
Außerdem war es zumindest bei mir so, dass es mir nach rund 5/6 Monaten erst so richtig „gut“ ging. Also ich meine damit, dass ich hauptsächlich nach 5 bis 6 Monaten begonnen habe mehr mit Freunden zu machen, mit meinen Gasteltern viele Ausflüge zu machen, dass es auch schulisch immer besser lief - dass ich mich so richtig integriert gefühlt habe! Ich glaube mein Jahr hätte ein komisches Ende gehabt, wenn ich im Februar zurück gegangen wäre, mitten im am. Schuljahr ohne die Prom, die Graduation, etc. miterlebt zu haben …

Tja und beim Jahresprogramm ist es eben wirklich so, dass es einem anfangs vielleicht lang erscheinen mag bzw. dass man die Zeit während der Planung überhaupt garnicht abschätzen kann. Aber es ist nicht so schlimm wie es manchmal scheint. Obiges erläutert ja ein bisschen was man in diesem Jahr alles erlebt, was auf einen zu welcher Zeit zukommt (auch Wiebke hat das schon angedeutet).
Ihr erlebt eben ein komplettes Schuljahr im Ausland, mit allen Events, mit allen Hochs und Tiefs, fast alle amerikanische Feste … ein echtes Erlebnis! Letztendlich ist es garnicht so lange wie ihr anfangs gedacht habt und ihr fragt euch eher, wo die viele Zeit geblieben ist! Es vergeht so schnell und verdorbenen Zeit (wie manche Leute leider immer noch denken) ist ein Auslandsaufenthalt nie!!!
Im Übrigen ist das 5monate Programm fast so teuer wie das 10/11-Monate Programm, da es vom Planungsaufwand der gleiche ist (sei es Visa, sei es Platzierung …) und eigentlich nur die Betreungszeit einen Unterschied macht!

So, um zum Schluss noch auf die anderen Möglichkeiten ins Ausland zu gehen einzugehen:
Klar gibt es noch andere Möglichkeiten, aber während der Schulzeit gibt es eigentlich nur den Schüleraustausch und evtl. noch Sprachreisen (wer drauf steht). Work & Travel, AuPair, FSJ im Ausland/EFD, Praktikas oder anderes sind Sachen, die man i. d. R. nach der Schulzeit macht (je nach dem was sie danach machen möchte, hätte sie noch Zeit das zu überdenken lacht), die man evtl. macht um praktische Erfahrungen in einer Hinsicht zu sammeln und es entsteht eine ganz andere Situation! Vor allem bei Work & Travel ist man total auf sich alleine gestellt, während man wenigstens bei den meisten anderen Programmen den Rückhalt einer Familie oder einer Gruppe hat, aber auch hier wird viel mehr von einem abverlangt um sich einzugewöhnen und Freunde zu finden. Im Schüleraustausch wirst du betreut, du lebst in einer Familie, du kommst in eine Schule und kannst dort einfach Gruppen beitreten - du lernst somit aktiv die Kutlur kennen indem du in sie integriert wirst; ein Ablauf, den ihr halbwegs noch von Deutschland gewohnt seid, wenn auch in einer anderen Kultur.
Um bei den anderen Programmen die Sprache oder auch die Kultur kennenzulernen braucht es viel mehr Eigeninitiative - ihr müsst einen Sprachkurs besuchen, müsst am öffentlichen Leben teilnehmen (z. B. in Vereine eintreten) und Leute kennenlernen, die euch etwas zeigen …

Ich bin derzeit zum zweiten Mal im Ausland - mittlerweile als AuPair in einem Land, dessen Sprache ich noch nicht spreche (wohl aber bei einer dt-dän. Familie was es einfach macht und Engl. kann hier jeder). Es verlangt so viel mehr Eigeninitiative (meiner Meinung nach; z. B. Organisation eines Sprachkurses, evtl. Vereinsmitgliedsschaft, wie lernt man Leute kennen?), obwohl ich hier auch in die Familie integriert werde, ich bin doch immer noch irgendwo Angestellter und habe noch ziemlich wenig Kontakt zu anderen Einheimischen außerhalb der Familie (dafür zu umso mehr internationalen he he)!

So, ich hoffe das hilft weiter!
Liebe Grüße und viel Spaß bei den Vorbereitungen an alle!

P.S.: @Lenii: Alles Gute zum Geburtstag! :wink:

Hallo Christina :slight_smile:
Wie gesagt bin ich mir noch nicht zu 100% sicher, ob ich ein Austauschjahr machen möchte.
Doch ich würde gerne eine andere Kultur, neue Menschen, ein neues Land und neues Leben kennen lernen.
Ein Austauschjahr scheint für mich die perfekte Lösung.
Für welches Land ich mich entscheiden soll weiß ich noch nicht, weil ich eigentlich alle interessant finde, ob USA, Neuseeland oder Australien.
Wie hast du dich letztendlich für die USA entschieden?!

Wie Steffi (hardy-NE 03/04) schon gesagt hat, finde ich auch dass man ja eigentlich erst einmal die ersten Monate braucht, um sich richtig einzugewöhnen.

Gruß Lena

Danke Steffi für dein Glückwunsch, hat mich sehr gefreut :slight_smile:

Liebe Grüße Lena :slight_smile:

Hallo Leni,

du scheinst ja kulturell serh offen zu sein? AHst du schon mal darüber nachgedacht, mit Rotary ins ausland zu gehen und einfach keine Präferenzen bei denen anzugeben?
Oder AFS? (Ich denke, es müsste auf jeden Fall möglich sein, keine Präferenzen anzugeben.)

Dann kannst du dich komplett überraschen lassen.

Liebe Grüße,
Wiebke.

Ps.: Ich bin jederzeit für fragen da…

Hallo Wiebke :slight_smile:
Ja doch ich habe mit verschiedenen Kulturen eigentlich kein großes Problem ;).
Die Organisationen sagen mir noch nicht wirklich viel, da ich mich mit den einzelnen noch nicht wirklich auseinandergesetzt habe.
Dass es allerdings möglich ist, überhaupt keine Präferenzen anzugeben wusste ich gar nicht.
Doch wenn man in der Richtung gar nichts angibt, kann es dann sein, dass man z.B auch in ein französisch-sprechendes Land zugeteilt wird?!

Liebe Grüße Lena :slight_smile:

zu Ps: Dankeschön, total lieb :slight_smile:

Bei AFS ist es z. B. so, dass du zu Anfangs des Auswahlwochenendes einen Fragebogen ausfüllst, hier kannst du Länder angeben in die du möchtest bzw. - ich glaube - ausschließen in welche du nicht möchtest oder, wie Wiebke meinte, keine Präferenzen angeben …
So kannst du überall (überall da, wo AFS eben Vereinigungen hat) auf der Welt plaziert werden! Ich kannte z. B. einige die so letztendlich nach Italien, Spanien oder auch nach Ecuador und in andere Länder gegangen sind. Da bietet einem AFS wirklich viele Möglichkeiten …
Wie es genau mit Rotary ist, bin ich mir nicht sicher, aber ich meine, die vermitteln auch immer dahin, wo sie eben Partnergruppen haben.