Bereit!? oder nicht?

Hallo,
also ich bin jetzt 14 und gehe in die 9te Klasse auf eine Gesamtschule und werde vorrausichtlich das Abitur in 13 Jahren machen. Jetzt zu meiner Frage. Ich beschäftige mich schon lange mit dem Thema Schüleraustausch und würde gerne in die USA gehen. Doch wenn ich mir überlege 1 Jahr von meiner Familie getrennt zu sein wird mir richtig schlecht und bei genauerem überlegen bekomme ich tränen in den Augen. Mag vielleicht auch daran liegen das ich es bis vor ein paar Jahren noch nicht einmal 1ne woche auf Klassenfahrt “ausgehalten” habe. Jetzt wäre wie gesagt die möglichkeit nach der 10ten Klasse ein Austauschjahr zu machen und ich frage mich schon die ganze Zeit vor was ich Angst habe. Meine Mutter meinte, das das einfach noch nicht meine Zeit wäre und ich eh in allem etwas später wäre als andere.

Dann habe ich mir überlegt das es vielleicht besser wäre mein Vorhaben auf das 12te Schuljahr zu verlegen wenn ich 17 bin, also meinen 18ten Geburtstag in den USA verbringe. Dann müsste ich zwar die 12te Klasse wiederholen, aber wäre eben vielleicht schon etwas reifer. Was haltet ihr davon? Ist das überhaupt möglich mit einer nicht Kommerziellen Organisation?
Oder meint ihr ich sollte es lieber ganz lassen ein Jahr im Ausland zu verbringen? Oder sollte ich es gerade in der 11ten machen um mich etwas abzunabeln und etwas eigenständiger zu werden auch wenn das wehtut? (Also ich verlange jetzt keine Entscheidung aber vielleicht ein paar Gedankensnstöße)

Danke schon mal und Viele Liebe Grüsse

Scary ( die gerade etwas verzweifelt ist)

Hallo,
ich habe mein ATJ auch in der 12 (bzw. nach der 11.) in den USA verbracht, und kann dir nur dazu raten. Also, ich fand das toll, und das bringt halt auch einige weitere Vorteile mit sich:
[LIST]
[] du kannst dort z.B. einfacher einen Füherschein machen, der sich umschreiben lässt und dann hier auch sofort “durchfahren”, ohne pause bis zum 18. geburtstag
[
] du kannst das Jahr einfach genießen, ohne auflagen der Schule, kannst alles, was du willst, ohne druck ausprobieren.
[] du bist nach dem Jahr reifer als alle anderen (zum einen, weil du im Ausland warst, und zum anderen, weil du älter bist, als dein neuer Jahrgang). Du lernst dort für dich selbst, alles was du lernst, ist ein Zusatz zu dem, was du in der 11. Klasse hier gelernt hast.
[
] mit 18 kannst du in den USA z.B. schon allein reisen (U18 nur mit Begleitung)
[/LIST]

Wenn du schon darüber - eigenständig - nachdenkst, ins Ausland zu gehen, dann bist du sicher auch reif genug dafür. Die Gedanken, ob man das ein Jahr ohne seine Familie und freunde aushält, hat jeder, der ins Ausland gehen will. Und ein Betreuer hier aus Deutschland von meiner Orga (EF), hat mal auf einem Vorbereitungstreffen für neue ATS, auf dem wir beide waren, treffend gesagt: “es wäre auch schlimm, wenn man diese gedanken nicht hätte. Also, ich meine, ich kann alle, die ehrlich sagen, sie werden nie heimweh haben, nur bemitleiden, weil das heißt, dass es hier nichts gibt, was sie lieben, was sie vermissen.
Heimweh ist eben eine ganz eszentielle erfahrung des atj. Und wichtig, für’s weitere leben.”
Vielen ATS gefällt es im AT-land ja sogut, dass sie am liebsten dableiben würden - und dann haben sie, wenn sie zurück gekehrt sind, ganz starkes heimweh nach ihrer gastfamilie und dem atj. Sieh es positiv, denn du weißt dann, dass du dich sehr auf deine Familie freust am Ende des Jahres.

Ich würde dir auf jeden Fall dazu raten, ins Ausland zu gehen. Such dir einfach eine Orga, bei der du dich wohlfühlst. Und melde dich dort erstmal für ein Jahr an. (Verlängern ist nämlich immer schwieriger, als vorher zu gehen.) Und der Preisunterschied für ein Jahr und ein Halbjahr USA ist meistens nicht gravierend unterschiedlich. Wenn es dir dann gar nicht gefällt oder du merkst, dass dein Heimweh zu groß wird, dann kannst du ja immer (z.B. nach der Hälfte) wieder nach Hause fliegen.

Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen.

Liebe Grüße,
Wiebke

Das kannst du auch trainieren. Fahre doch mal ein Wochenende nach Berlin. Mach bei einer Jugendfreizeit von der Kirche mit. Campe mit Freunden irgendwo an der Weser. Etc.