Änderung in der Einreiseformalitäten ab Januar 09

Wie ich vorhin im Radio gehört - und jetzt im Internet nachgelesen habe, wird ab Januar 2009 die Einreiseformalitäten in die USA (mal wieder) gändert.
Bisher konnten Bewohner der westlichen EU Staaten ganz einfach ohne Visum einreisen und mussten erst im Flugzeug den so genannten „Visa Waver“ ausfüllen. Ab Januar müssen diese Angaben aber bereits 72 Stunden höchstwahrscheinlich per Online-Formular ans Dept. of Homeland Security geschickt werden.

Das betrifft zwar noch nicht die ATS vom Jahrgang 08/09 - aber die folgenden schon - und natürlich alle anderen, die mal rüber fliegen wollen um die Family zu besuchen.

weitere Infos:

bzw. ganz offiziell:
http://www.dhs.gov/xnews/releases/pr_1212498186436.shtm

lG

martin

Danke Martin, dass du es uns gleich mitgeteilt hast!
Aber was ist mit denen, die wegen einem Notfall spontan losfliegen müssen :frowning: :frowning: :(??? Man weiss es doch nicht 3 Tage vorher oder will 3 Tage warten, wenn es sehr eilig ist :(.
Oder was machen die, die keinen Computer oder Internet haben, weil sie schon älter sind? Man kann ja nicht davon ausgehen, dass alle, die in die USA fliegen, auch mit dem Internet verbunden sind :(.

Viele Grüsse

Kirsten

das kann ich dir leider auch nicht sagen…
Ich denke da müsste man mal bei der US Botschaft nachfragen, bzw. beim dhs

Also ich habe letztes Jahr eigentlich schon gesagt, man sollte diese Schickane boykottieren … aber langsam wirds ja immer lustiger mit den Amis!
Finde es schade, dass man solche Sachen einführen muss. Gibt es denn Gründe warum das (schon wieder) verstärkt wurde?

Laut Basler Zeitung:
Die Verschärfung der Bestimmungen soll dazu dienen, potenzielle Terroristen vor der Einreise in die USA abzufangen. Die Regierung wollte die Massnahme den Informationen zufolge noch am Dienstag offiziell ankündigen.

Ich finde es auch schade, dass die USA bereits wieder eine weitere Hürde zur Einreise einführen. Persönlich würde ich zwar gerne einmal in die USA reisen, solange ich dort bei der Einreise aber befürchten muss als potentieller Terrorist behandelt zu werden (so geschehen in zwei mir bekannten Fällen: bei Bekannten von mir und bei meinen neuseeländischen Gasteltern, die immerhin wohlhabende Geschäftsleute sind…), werde ich das tunlichst unterlassen.

Übrigens hat mir eine Kollegin aus Neuseeland erzählt, dass die USA de facto den internationalen Transitbereicht (Umsteigen in LA) abgeschafft haben. Sie musste nämlich in LA einreisen, Fingerabdruckkomödie und das ganze über sich ergehen lassen, bloss um gleich in einem speziellen Bereich wieder ihr Gepäck zu nehmen und für die Weiterreise wieder durch die security zu gehen… Streng völkerrechtlich gesehen wäre dieses Vorgehen gar nicht zulässig, da der Transitbereich international ist und die US Behörden dort eigentlich gar nix zu melden haben (sollten)…

Meiner Meinung nach sollte die EU hier ganze einfach reagieren: Jede Massnahme die die USA zur Einreise von EU Bürgern einführt, sollte von der EU für die Einreise von US Bürgern kopiert werden. Die restlichen Länder lässt man weiterhin so wie bisher einreisen. Wetten, dass das nicht lange dauern würden bis in Washington die Lobbyisten Sturm laufen würden…? :smiley:
(Brasilien macht das übrigens bereits heute schon so)

Grüsse aus dem sonnigen Bern
Michael

Hey Michael - das was du da geschrieben hast ist inhaltlich eigentlich genau das, was ich auch gerade posten wollte :wink:
Das Problem mit dem 1:1 Kopieren für die EU wäre bei der neuen Änderung z.B: dass dann z.B. die SÜdstaaten (oder was weiß ich - alles westlich vom Mississippi) ein Visum für die EU braucht, während die Nordstaaten (bzw. alles östlich vom Mississippi) nur dieses Online Form ausfüllen müsste…
HAHA - je länger ich über diesem Gedanken grübel, um so lustiger erscheint er mir :slight_smile:
Schließlich müssen nur die Einwohner der westlichen EU Staaten des ding ausfüllen, während alle neuen EU-Länder und Griechenland ein Visum für die EU brauchen.

Hi Kirsten,
für Notfälle gibt es Sondervorschriften, die Botschaften und Konsulate der USA helfen da auch gerne spontan,
für Menschen ohne Internet kann diese Informationsabgabe z.B. beim Reisebüro erledigt werden.

Praktisch alles kein Problem,
ausser die Terrorphobie der Bush-Administration, unter der nun Millionen von Menschen mit weiteren Hürden belastet werden.
Meine Tochter plante ich im Sommer 2010 in den USA abzuholen, verbunden mit einem gemeinsamen mehrwöchigen Wohnmobiltrip, aber wenn mir die US-Regierung laufend zu verstehen gibt, dass ich ein potentieller Terrorist sein könnte, fühle ich mich latent unwillkommen in dem Land der Freien und werde mir das noch einmal überlegen…

RREbi

Hier ist noch eine .pdf Datei zum Gesetzentwurf http://www.dhs.gov/xlibrary/assets/esta_ifr_2008-06-03.pdf
Ausserdem habe ich noch ein .doc Dokument, dass aus über 10 Seiten besteht, sonst hätte ich es hier gepostet.

Viele Grüsse

Kirsten

Das ist aber mal wirklich wahr, langsam sollten sich die EU-Politiker sich da mal zusammenschließen und über andere Lösungswege mit den Amis diskutieren. Die da drüben, oben an der Macht, denken echt sie wärens …

Übrigens hat mir eine Kollegin aus Neuseeland erzählt, dass die USA de facto den internationalen Transitbereicht (Umsteigen in LA) abgeschafft haben. Sie musste nämlich in LA einreisen, Fingerabdruckkomödie und das ganze über sich ergehen lassen, bloss um gleich in einem speziellen Bereich wieder ihr Gepäck zu nehmen und für die Weiterreise wieder durch die security zu gehen… Streng völkerrechtlich gesehen wäre dieses Vorgehen gar nicht zulässig, da der Transitbereich international ist und die US Behörden dort eigentlich gar nix zu melden haben (sollten)…
Mmh, das ist ja auf jedem Flughafen dort so! (also zumindest letztes Jahr war das noch so) Du musst gleich nach dem du aus dem Flugzeug rauskommst, dich erstmal in die laaange Schlange stellen und diese Prozedur über dich ergehen lassen - das gilt für alle Ausländer, ob nun auf der Durchreise oder der Touri oder der Auswanderer. Irgendwann, nach dem du dein Gepäck nochmals durchsuchen lässt, man selbst ebenfalls noch gründlichst gefilzt wird, kommst du hinten wieder raus ins eigentliche Flughafengebäude! Dauert ca 1 Stunde - je nach Wartezeit in der Schlange.

Aber, wie war denn nun das mit der Abschaffung gemeint?

Hallo Hardy

Vielleicht haben wir uns da falsch verstanden. Wenn ich einen internationalen Flug habe Frankfurt - Singapur - Sydney (mit umsteigen in Singapur), dann reise ich ja offiziell nicht in Singapur ein, sondern bin nur im „Transit“. Deshalb gibt es auf internationalen Flughäfen den Transitbereich. Soll heissen, solange Du auf dem Flughafenareal bist, bist Du nicht (im Fall von Singapur) im Land Singapur, sondern auf internationalem Boden.

Demzufolge gibt es zwar die üblichen Sicherheitschecks (Metalldetektoren) wenn Du aufs Flugzeug willst. Evtl. wollen sie auch noch kurz in den Pass gucken. Dein Gepäck wird aber direkt durchgecheckt, d.h. Du musst es weder abholen, noch dich sonstwie darum kümmern. Ebenfalls musst Du nicht durch den Zoll oder die immigration, weil Du eben ja nicht einreist, sondern dich auf der Durchreise befindest.

Das ganze basiert auf internationalen Abkommen, die die USA auch unterzeichnet haben. D.h. wenn ich jetzt also z.B. Auckland - Los Angeles - London nach dem gleichen Prinzip (umsteigen in Los Angeles ohne Zwischenaufenthalt in den USA) reise, dann müsste ich theoretisch weder meine Fingerabdrücke irgendwelchen US immigration/customs officers geben, noch mein Gepäck abholen und neu einchecken!

Gutes Beispiel ist z.B. auch im Film „The Terminal“ zu sehen. Hast Du den gesehen? Tom Hanks hat dort ja auch das Problem, dass er nicht in die USA einreisen kann, weil er kein gültiges Visum hat. Zurückschicken dürfen sie ihn aber nicht, wegen dem Krieg. Verhaften auch nicht, weil er eben nicht auf US Boden, sondern auf internationalem Boden ist (wo die USA keine Polizeigewalt haben) Deshalb wollen sie ihn ja auch mitten im Film illegal in die USA lassen, um ihn dann verhaften zu können.
Weisst Du jetzt was ich meine?

Gruss
Michael

@Michael: Nein, den Film habe ich nicht gesehen …
Aber ich glaube schon, dass wir über das gleiche reden (also ich meinte nur die Flughäfen in den USA), wir verstehen es wohl nur unterschiedlich. Oder ich habe es anderst in Erinnerung.
Das mit den internationalen Flughäfen ist mir bekannt, bin ja auch schon ein paar Mal umgestiegen, aber ich meine, dass beim Umsteigen in den USA das eben nicht so ist bzw. letztes Jahr nicht so war (edit: ah ok, jetzt habe ich verstanden was du mit Abschaffung des Transitbereich meintest) und man auch beim Umsteigen all diese tollen Formulare ausfüllen musste und durch die Kontrollen musste und anschließend alles wieder aufgeben musste; das gabe es aber auch schon vorher, meine ich. Oder täusche ich mich!? Ich bin noch nie in den USA für einen int. Flug umgestiegen, habe das nur aus irgenwelchen Erzähllungen so gehört …

Hallo Hardy

Ja, Du hast recht, dass es wohl schon länger so ist (ich hab jedenfalls gehört letztes Jahr seis so gewesen). Mein Onkel ist vor wenigen Jahren (03 oder 04) noch ohne dieses Theater in den USA umgestiegen, seither wurde es aber geändert. Mein Hinweis im ersten Post war daher eher in der Art gemeint, zuerst die Verschärfung/abschaffung des Transitbereichs, nun dies, etc. :slight_smile:

Ich hab mich gestern beim Elternstammtisch unsres Komitees mit ner Entsendemutter unterhalten, die zusammen mit ihrem Sohn von Frankfurt via USA (wars Houston?) nach Lima geflogen ist, bzw auf dem Rückflug von La Paz auch wieder über USA nach Frankfurt zurück.
Sie mussten das weiße Nicht-Einwanderungs-Formular ausfüllen, sich in die Reihe vor dem Fingerabdruck-Check einreihen, bevor sie ihren Weiterflug antreten konnten.
Auch sie meinte - wie schon RREbi vohrer mal geschrieben hatte - dass sie nicht wirklich das Gefühl hatte, willkommen zu sein. Lediglich eine Beamtin wäre nett gewesen, und habe sich drüber unterhalten, dass sie selbst auch mal in Deutschland war. Ansonsten fand sie es etwas bedrückend, dass die Immigration-Officers etwas erhöht in ihren Kabinen sitzen, weil man dann zu ihnen hoch schauen muss und das Gefühl bekommt ein kleiner Bittsteller zu sein. (wird bestimmt auch aus diesem Grunde so gemacht worden sein)

Also meinem Freund ging es letztes Jahr ziemlich beschissen bei diesem Check (wir sind ja eingereist als Touris, nicht umgestiegen)! Wir sind immer gemeinsam vorgedackelt, weil er sich nicht so sicher war mit dem Englisch und wir ja auch zusammengereist sind. Jedenfalls ich hatte keine Probleme mich mit dem massigen, nuschelnden, genervten Beamten zu verständigen und war auch ziemlich flott durch. Aber meinen Freund hat er so richtig ausgequetscht (natürlich dann noch mehr, als ich einzelne Sachen für ihn übersetzen musste) und der wusste halt nie so genau was er sagen soll, da hat er dann noch weiter gebohrt und sowas ist echt schon eine ziemliche Schweinerei! Ich will nicht wissen, was die mit Leuten wie meinen Eltern machen würden, die ja überhaupt kein Englisch sprechen.
Anschließend wurden wir vor der erneuten Gepäckaufgabe nochmal unterteilt in OK für mich und Gepäckkontrolle für ihn. Er hat sich so beschissen gefühlt dabei und wir haben uns am Ende auch erst am Gate wiedergefunden (war ein ziemliches Chaos für uns beide!!!), weil wir immer weiter geschleust wurden … eigentlich eine ziemliche Schweinerei das ganze Theater dort. Als könnte man den ausländischen Kontrollen nicht vertrauen!?

Hallo Michael, es ist leider tatsächlich so, dass sich die USA nicht an internationale Vereinbarungen halten. Als Transitpassagier in den USA muss man durch die Pass- und Zollkontrollen, der internationale Bereich ist faktisch aufgehoben.

RREbi

Warum findet ihr es eigentlich so dramatisch, wenn man seine Informationen 72h vorher abgeben muss? Wo ist der Unterschied zu vorher beim Thema Informationsaufgabe und so weiter? Ihr gebt die gleichen Infos ab, nur halt im Vorraus. Schon jetzt muss jeder der in die USA reist die Adresse an der er in den USA lebt schon beim Check In angeben, das war frueher mal auch nicht so, und? Wen stoerts wirklich?

Mittlerweile muss man auch nicht mehr nur die Fingerabdruecke von den beiden Daumen abgeben sondern von allen Fingern (hat mich vor einem Monat in Boston ueberrascht).

De Fakto hat aber kein ehrlicher Buerger irgendwas zu befuerchten. Daher verstehe ich die Aufregung nicht wirklich … und auch europaeische Laender haben Sicherheitskontrollen und Vorkehrungen. Das man innerhalb der EU ohne Passkontrollen reisen kann kann man nicht mit dem Reisen zwischen USA und Deutschland vergleichen, eher mit dem Reisen innerhalb der US-Staaten.

Und dieses “Jetzt reise ich deshalb nicht in die USA ein” finde ich affig - damit macht ihr euch euer Leben nur unnoetig schwer. Das ist doch nur eine Trotzreaktion… es versaut sicherlich niemandem den Urlaub wenn man puenktlich die Passdaten und Adressinfos abschickt, wenn man erstmal diese “Oh Gott die Amis spielen sich wieder auf” Attituede ablegt. Jedes Land hat das Recht darauf, Sicherheitsbestimmungen aufzustellen und solang die nicht total outrageous sind (in Nordkorea darf man zum Beispiel nur mit einem persoenlichen Reisebegleiter reisen, der Kontakt mit der Bevoelkerung ist verboten) gibts auch keinen Grund warum man solche Statements wie “Die EU muss zum Gegenschlag ausholen” machen muss. Das find ich irgendwie traurig :frowning: Kommt mal aus der Defensive raus!! :slight_smile:

Uebrigens sind deutsche Passkontrolleure auch nicht wirklich netter als die amerikanischen. Mich hat einer letztes Jahr ziemlich “zur Sau” gemacht weil mein Passbild schon etwas aelter ist und ich halt jetzt ganz anders aussehe (Pass war aber noch n Jahr gueltig). Naja, da mach ich mir dann keinen grossen Kopf drueber - verschwendeter Aerger.

@Hardy: Auch da denk ich mir: Naja, dann aergert man sich halt fuer 2min und danach sollte man einfach laecheln und sich auf den Urlaub konzentrieren. Warum war das denn so dramatisch von wegen “er fuehlte sich beschissen”? Das war dann doch eher die Unsicherheit weil er nicht gut Englisch spricht.

Hallo Detroiter

Dass der Unterschied mit den Infos nicht so gross ist, da magst Du recht haben. NUR: Vorher wurden die nicht gespeichert, jetzt schon. Geht halt einfach etwas mehr in Richtung Kontrolle. Aber damit könnte ich wirklich noch leben.

Was mich einfach wütend macht, ist die Tatsache wie ein potentieller Terrorist oder Verbrecher behandelt zu werden. Fingerabdrücke, Gepäck durchsuchen, stundenlange Schikanen am Zoll, nein Danke, darauf kann ich verzichten. So einfach ist das. Meine Fingerabdrücke gehen genau niemanden was an. Ausnahme: Kriminalpolizeiliche Ermittlungen (wo sie übrigens bei Unschuld wieder gelöscht werden) oder Teil einer Sicherheitsidentifikation beim Zugang zu geheimen Anlagen im Rahmen von Firmen/Militäranlagen, etc. Aber auch da ist der Fingerabdruck nur einem kleinen Kreis von Leuten zugänglich, und nicht der ganzen Regierung. Ausserdem geht es dort um den Schutz von sensiblen Daten/Anlagen.
Was die USA nämlich irgendwie wohl nicht gemerkt haben, ist die Tatsache, dass die gefährlichen Terroristen sicherlich nicht einfach so einreisen wenn sie schon gesucht werden. Die kommen entweder über die grüne Grenze, oder sind seit Jahren im Land, oder haben astreine Reisepapiere…

Ich bin mittlerweile schon in einigen Ländern der Welt gewesen, und KEIN EINZIGES Land wo ich bisher war macht so ein “Theater” wie die USA. Meine Gasteltern aus Neuseeland sind respektable Geschäftsleute und ihr Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Unternehmen ihrer Branche. Sie mussten bei der Einreise in die USA am Flughafen in Los Angeles 3 Stunden Theater über sich ergehen lassen weil “ein neuseeländischer Pass einfach zu fälschen sei” und mussten sich sogar von ihrem amerikanischen Geschäftspartner identifizieren lassen. Also wenn das normal sein soll, dann weiss ich halt auch nicht.

Es geht mir hier nicht darum, ob ich etwas zu befürchten habe oder nicht. Aber ich habe es langsam satt, dass die USA sich wie die Weltpolizei aufspielen und das Gefühl haben sie müssten jetzt im Namen der Sicherheit alle wie potentielle Terroristen behandeln. Wenn sie das wollen, bitte sehr. Aber dann sollte die restliche Welt einfach das Gleiche mit den Amerikanern machen. Wetten, das würde nicht lange dauern bis da auf höchster diplomatischer Ebene Protestnoten dahergeflogen kämen und man das rückgängig machen wollte?

Ich mag jedem den Urlaub in den USA gönnen. Ich würde wohl unter anderem Umständen auch selber einmal dort Urlaub machen. Aber mich wie einen potentiellen Terroristen behandeln lassen, dass ist mir dann doch zu blöd. Das mag jetzt vielleicht altmodisch klingen, aber ich empfinde mich durch eine solche Behandlung in meiner Ehre verletzt. Und das habe ich nicht nötig. Deshalb verzichte ich zur Zeit auf Reisen in die USA, es gibt genüg andere schöne Länder auf der Welt. Ich verbiete aber auch niemanden in die USA zu reisen, das muss jeder selber wissen! :slight_smile:

Grüsse
Michael

Ich schließe mich deiner Meinung da echt an, downunder. Du bringst es auf den Punkt!

@TheDetroiter: Michael hat ja schon ein paar Punkte angesprochen und du hast es ähnliche Erfahrungen mit solchen Leuten auch erwähnt. Der Typ hat ihn einfach runtergemacht und dann auch noch ganz “blöd von der Seite” in einer fremden Sprache wegen etwas, das wirklich nicht nötig gewesen wäre … und dafür muss man nicht über eine Stunde in einer ewig langen Schlange stehen, den Koffer noch 5 mal kontrollieren lassen, obwohl er ja bereits kontrolliert war (ich meine die Deutschen/Europäer haben ja auch ihre Kontrollrichtlinien).

Aber es stimmt, man sollte nicht die Zeit nicht mit “darüber Aufregen” verschwenden (wobei solche Sachen meinen Freund immer nicht kalt lassen leider). Dennoch ist es einfach eine Schweinerei, wie downunder schon angeführt hat.

Naja, ich finde es nach wie vor keine Schweinerei, da wir ueberhaupt nicht das Recht dazu haben die Sicherheitspolitik eines anderen Landes, das nicht mal mit uns rechtlich assoziiert ist (also nicht wie innerhalb der EU zB), zu kritisieren.
Mit Weltpolizei hat das alles nichts zu tun. Sondern mit dem Beduerfnis, das eigene Land zu schuetzen, und dass das in der Vergangenheit nicht immer sonderlich gut funktioniert hat war ja zu sehen.
Ich denke einfach das man auch ZU paranoid sein kann … mal ehrlich wen kennst du dessen Fingerabdruecke missbraucht wurden?? Ich kenne jedenfalls niemanden :slight_smile:

Und von wegen “runter machen in einer fremden Sprache” - fuer deinen Freund war es die fremde Sprache, aber man kann ja wohl nicht erwarten das man in einem anderen Land mit der Muttersprache versorgt wird?!?

Naja, wie gesagt, ich mach mir einfach nicht so nen riesen Kopf drueber und geniesse einfach meine Zeit in den verschiedenen Laendern.

Uebrigens von wegen anderen Laender kennen sowas nicht: schon mal im nahen Osten/Orient gereist? Wenn man ausser nach Jordanien, Libanon etc noch nach Israel will, unbedingt drauf achten das man keinen israelischen Stempel in den Pass kriegt (sondern auf ein Blatt Papier, und den Pass solange nicht hergeben bis man das geklaert hat. Die Beamten machen das ohne Probleme, man muss es nur deutlich genug sagen!) ansonsten kommt man danach nicht mehr so einfach in die umliegenden Laender rein.

Mit diesem tumben Argument sind in den letzten Jahrzehnten massiv Bürgerrechte in den westlichen Demokratien abgebaut worden. Der Herr Schäuble und seine Mannen, die sich laufend beim BVerfG für ihre verfassungswidrigen Ideen blutige Nasen holen, versuchen ein ähnlich paranoid anmutendes Spiel in Deutschland, welches nicht einen Deut mehr an Sicherheit bringt.
Der Vergleich der USA mit Ländern wie z.B. Nordkorea in dem Beitrag finde ich dagegen bezeichnend.
RREbi